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  • Einführung von Nutri-Score in Deutschland

Danone: Einführung von Nutri-Score in Deutschland

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Seit Oktober 2017 hat Frankreich eine neue freiwillige Nährwertkennzeichnung: den Nutri-Score. Die farblich hinterlegte Kennzeichnung wird derzeit von rund 60 französischen Herstellern und Händlern genutzt – darunter als einer der ersten auch DANONE. Ab 2019 werden auch die deutschen Milchfrischprodukte sukzessive mit dem Nutri-Score auf der Vorderseite der Verpackung gekennzeichnet.

Nutri-Score, eine leicht verständliche und wissenschaftlich fundierte Nährwertkennzeichnung, steht im Einklang mit der Strategie von Danone, sich für die Entwicklung von besseren Ess- und Trinkgewohnheiten einzusetzen. Dazu gehört neben der Einführung von Nutri-Score auch die Überarbeitung der Danone Produkte nach klar definierten Zielen: Bis zum Jahr 2020 sollen sie spezifischen Nährwertzielen entsprechen. So steht es in den DANONE Nutrition Commitments (http://danone-danonecom-prod.s3.amazonaws.com/DANONE_Nutrition_Commit_Broch-sept2017.pdf).

Klare Zielvorgaben

Die Nährwertziele bei DANONE schlüsseln sich entlang mehrerer Parameter auf: Der Produktkategorien der Geschäftsbereiche Milchfrische, Getränke und Babynahrung, dem Alter der Verbrauchergruppen sowie der Unterscheidung in Produkte für den täglichen Verzehr und Produkte die im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung für den gelegentlichen Verzehr empfohlen werden.

Die Produkte, die täglicher Teil der Ernährung sein können, weisen ein hochwertiges Nährwertprofil auf. Bei Produkten für den gelegentlichen Verzehr steht vor allem ein Genussmoment im Vordergrund. Auch sie können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, wenn sie nicht übermäßig konsumiert werden. Für beide Kategorien gibt es somit unterschiedliche Zielvorgaben bei den Nährwerten. Aber beide Kategorien durchlaufen bis 2020 einen Reformulierungsprozess.

Mehr Transparenz mit dem Nutri-Score

Als eines der ersten französischen Unternehmen hat DANONE den Nutri-Score auf die Vorderseite von Lebensmittelverpackungen gebracht. Aber wie funktioniert der Nutri-Score?

Zur Ermittlung des Nutri-Score werden ungünstige und günstige Nährwertelemente eines Lebensmittels miteinander abgeglichen. Das erfolgt in drei Schritten:

  • Im ersten Schritt wird der Gehalt der ungünstigen und der günstigen Nährwertelemente entsprechend ihrem jeweiligen Gehalt pro 100g Lebensmittel oder Getränk ermittelt. Als ungünstige Nährwertelemente werden erfasst: der Gesamtzuckergehalt, gesättigte Fettsäuren, Natrium sowie der Energiegehalt. Als günstige Nährwertelemente sind Ballaststoffe, Proteine sowie generell Obst, Gemüse und Nüsse definiert. Für jeden Nährwertgehalt gibt es Punkte entlang von Bewertungsskalen, denen der Rayner-Score hinterlegt ist.
  • Im zweiten Schritt werden diese Punkte für die ungünstigen und die günstigen Nährwertelemente miteinander verrechnet. So gelangt man zu einer Gesamtpunktzahl für das Produkt. Hierbei gilt: Je geringer die Punkte-Zahl desto hochwertiger das Nährwertprofil.
  • Im dritten Schritt werden die Gesamtpunkte einer fünf-stufigen Einteilung innerhalb des Nutri-Score zugewiesen. Jede Stufe ist hinterlegt mit einer Farbe und einem Buchstaben. Diese reichen von „grün“ und „A“ bis „rot“ und „E“.

Der Nutri-Score ist in der Vergangenheit umfassend evaluiert worden. So ergaben z.B. zwei französische Studien, dass die befragten Verbraucher Nutri-Score im Vergleich zu anderen sogenannten „Front of Pack“-Labels wie der „multiplen Ampel“ oder auch dem GDA-Label als das am leichtesten erkennbare und am besten zu verstehende Kennzeichnungssystem bewerteten bzw. Nutri-Score bevorzugten. Über Nutri-Score war zudem die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Einordnung der Produkte entlang der Nährwert-Gesamtqualität am höchsten. In fünf weiteren Studien zur Auswirkung auf das tatsächliche Kaufverhalten konnte zudem gezeigt werden, dass sich durch Nutri-Score die Nährwertqualität der von den Verbrauchern ausgewählten Produkte im Einkaufskorb am deutlichsten erhöhte – deutlicher als durch die „multiple Ampel“ *).

Die Entwicklung des Nutri-Score geht auf die beiden Ernährungswissenschaftler Prof. Rayner und Prof. Hercberg zurück. Rayner entwickelte für die britische Food Standards Agency (FSA) ein System für die Berechnung von Nährwertprofilen, den sogenannten Rayner-Score. Hercberg und sein Team überführten diesen ab dem Jahr 2014 in ein neues Kennzeichnungssystem für Lebensmittel und Getränke. Der Nutri-Score bildet damit die Nährwertqualität umfassend ab.

Nutri-Score erleichtert die Auswahl von Lebensmitteln für eine ausgewogenere Ernährung. Das neue Lebensmittelkennzeichnungssyste ist bewusst nicht dafür gedacht, den Verbrauchern die Entscheidung abzunehmen. So kann auch der Genuss von Lebensmitteln mit rotem Nutri-Score (E) Teil einer bewussten Ernährung sein. Nutri-Score soll Lebensmittel nicht diskreditieren. Lebensmittel sind etwas Positives und sollen weiterhin wertgeschätzt werden.

Flyer zur Erklärung des Nutri-Scores mit Beispielen von Danone. 

Quellen:

  • Studie 2017 (I): CREDOC FFAS. Les enquêtes complémentaires Etudes quantitatives. Evaluation ex ante de systèmes d’étiquetage nutritionnel graphique simplifié. 2017
  • Studie 2017 (II) – Studie in einem experimentellen Supermarkt: Crosetto, P., Lacroix, A., Muller, L., and Ruffieux, B. Modification des achats alimentaires en réponse à cinq logos nutritionnels. Cah Nut Diet, 2017; 52, 3, 129-133
  • Studie 2017 (III) – Feldstudie in 60 reellen Supermärkten: Evaluation ex ante de systèmes d’étiquetage nutritionnel graphiques simplifié. Rapport du comité scientifique. Fond Français pour l’Alimentation & la Santé (FFAS) 
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Veröffentlicht: 10.07.2018

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