Eine Befragung von Kindern zur Mittagsmahlzeit in Tageseinrichtungen im Großraum Mainz1
Inga Hesse, Anette Buyken, Sibylle Adam
Einleitung
Anfang 2020 besuchten etwa 1,8 Mio. 4- bis 6-jährige Kinder (d. h. ≥ 4 und < 7 Jahre) in Deutschland eine Kindertageseinrichtung, davon nutzten etwa 74 % (1,4 Mio. Kinder) die dort angebotene Mittagsmahlzeit [1].
Durch Befragung unterschiedlicher Stakeholder, mit Ausnahme von Kindern, wurde die Ernährungssituation in Kitas bereits untersucht [2–7]. So waren in Rheinland-Pfalz 92 % der Eltern mit dem Essen und Trinken in der Kita zufrieden und nach ihrer Ansicht 96 % der Kinder [3]. In Thüringen erklärten 84 % der Kitas, mit der Verpflegung allgemein bzw. 85 %, mit der Mittagsmahlzeit „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ zu sein [7]. Empfehlungen zur weiteren Verbesserung der Ernährungssituation in Kitas regen u. a. eine verstärkte Partizipation der Kinder an [3].
Gegenüber Befragungen von Kindern bestehen Bedenken z. B. zur Reproduzierbarkeit und Validität sowie einem Antwortverhalten nach sozialer Erwünschtheit [8]. Zugleich werden Kinder zunehmend zur Zielgruppe der Umfrageforschung [9]. Sie beeinflussen das elterliche Konsumverhalten und z. T. bleiben den Eltern Alltagstätigkeiten ihrer Kinder verborgen [10]. Bei ihrer Befragung sind jedoch Aspekte wie mögliche Schüchternheit, notwendige Thematisierung ihres Erfahrungsbereichs sowie Einschränkungen in Sprachkompetenz und Aufmerksamkeitsdauer zu beachten [10, 11].
Open Access! Den vollständigen Artikel finden Sie hier.






