Mehrwertsteuer als Hebel für nachhaltige Ernährung

Die Ernährungssysteme in Deutschland und Europa sind weder gesund noch nachhaltig. Es werden zu viele tierische und zu wenige pflanzliche Produkte konsumiert. Da Lebensmittelpreise unser Kaufverhalten beeinflussen, würde sich eine Anpassung der Mehrwertsteuer (Erhöhung bei Fleisch und Milch, Erniedrigung bei pflanzlichen Lebensmitteln, Wegfall bei Obst und Gemüse) positiv auf ernährungsbedingte Krankheiten, Umwelt, Konsum und Steuereinnahmen auswirken. Zu diesem Ergebnis kommen
Forschende unter der Federführung von Dr. Marco Springmann, Wissenschaftler an der Universität Oxford, und Dr. Florian Freund, Wissenschaftler am Thünen-Institut für Marktanalyse [1].

Die ersten 1000 Tage. Frühstart in eine gesunde Ernährung – Perspektiven und Positionen

(ck) Mit Blick auf Primärprävention in der frühen Kindheit wurde vom 14.–15. November 2024 beim 28. Heidelberger Ernährungsforum ein Bogen gespannt von präkonzeptioneller und fetaler Programmierung über aktuelle Informationen zur (früh-)kindlichen Ernährung, Risiken und klinischen Realität von Fehlernährung, Prägung des Ess- und Ernährungsverhaltens, familiärer und frühkindlicher Gesundheitsförderung bis hin zur sensorischen Wahrnehmung im Kleinkindalter.

Wohlstand oder Anstand in Gefahr?

Diese ERNÄHRUNGS UMSCHAU erscheint mitten im Endspurt eines unsäglichen Politik-Gepöbels. Trotz einer eigens abgeschlossenen „Vereinbarung zu einem fairen Bundestagswahlkampf“ haben sich viele Parteien – einerlei ob vorgeblich christlich, sozial oder anders fehldeklariert – seit Wochen auf die Schwachen in dieser Gesellschaft eingeschossen:
Bürgergeldbezieher*innen, Schutzsuchende und andere Gruppen wurden mal wieder als Gefahr für „unseren Wohlstand“ ausgemacht.