„Die Hinweise verdichten sich, dass das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Infektion mit dem Corona-Virus mit Adipositas erhöht ist“, sagt Prof. Dr. Martina de Zwaan, Präsidentin der DAG. Ein ausführliches DAG-Positionspapier zu Adipositas und COVID-19 mit Empfehlungen für Menschen mit Adipositas, Forderungen an die Politik und Hintergrundinformationen sowie ein weiterführendes Informationsblatt sind auf der DAG-Webseite verfügbar [1, 2].

„Die Corona-Krise muss für das vernachlässigte Politikfeld Adipositas ein Weckruf für Gesundheitspolitik und gesundheitlichen Verbraucherschutz sein! Menschen mit Adipositas haben derzeit weder einen Rechtsanspruch auf eine Adipositastherapie, die Krankenhäuser und Intensivstationen sind auf ihre Bedürfnisse kaum zugeschnitten, und die Prävention ist ineffektiv“, so de Zwaan. Ein schwerer Krankheitsverlauf mit Adipositas bei Infektion mit dem Corona-Virus bedeutet mehr Krankenhauseinweisungen, mehr Zuweisungen auf Intensivstationen, ein höheres Risiko für Lungen- und Organversagen bis hin zu einem tödlichen Ausgang [1].

„Derzeit gibt es jedoch keine Anzeichen für ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bei Menschen mit Adipositas. Wir halten deshalb spezielle Quarantänemaßnahmen für Menschen mit Adipositas, die über die Regelungen auf der politischen Ebene für die Allgemeinbevölkerung hinausgehen, für nicht erforderlich“, erläutert de Zwaan. „In Deutschland sind derzeit weder evidenz- noch erfahrungsbasierte klinische Daten zu Krankheitsverläufen von Menschen mit COVID-19 und Adipositas verfügbar, eine entsprechende Anfrage der DAG an das Robert-Koch-Institut Ende April blieb unbeantwortet“, so de Zwaan.

Deutschland gehört zu den Ländern mit einer hohen Adipositasprävalenz von rund 24 % bei Erwachsenen [3], sozioökonomischer und gesundheitlicher Ungleichheit mit direkter Auswirkung auf die Adipositaszahlen [4, 5], einer fehlenden Regelversorgung für Adipositas und unzureichenden Präventionsmaßnahmen gegen nichtübertragbare Krankheiten (Übersicht in [1]). Die Pandemie wird nach Ansicht der DAG so zum Brennglas für bereits vorbestehende Versäumnisse und weist auf dringende zukünftige Erfordernisse.

Die DAG fordert für die Versorgung und den Schutz von Menschen mit Adipositas:


  • Ausstattung für Krankenhäuser und Intensivstationen, die den Bedürfnissen und Erfordernissen von Menschen mit Adipositas – Hochrisikopersonen für einen schweren COVID-19-Verlauf – gerecht wird und eine genauso gute Versorgung sicherstellt wie für Menschen mit Normalgewicht.
  • Infizierte Personen sollten hinsichtlich Alter, Geschlecht, BMI, Grunderkrankungen, kardiometabolischer Risikofaktoren und Krankheitsverläufen systematisch erfasst und die Ergebnisse der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
  • Etablierung einer Regelversorgung für Menschen mit Adipositas: Menschen müssen befähigt werden, ihr Krankheitsrisiko für chronische Folgekrankheiten und akute Virus-Pandemien zu senken.


Literatur


1. DAG: DAG-Positionspapier „Adipositas & COVID-19 – Empfehlungen für Menschen mit Adipositas und Forderungen an die Politik. https://adipositas-gesellschaft.de/fileadmin/PDF/daten/DAG_Positionspapier_Adipositas_und_Covid-19.pdf

2. DAG: DAG-Informationsblatt „Covid-19 und Adipositas“. https://adipositas-gesellschaft.de/fileadmin/PDF/daten/DAG_Covid-19_Information.pdf

3. RKI: Übergewicht und Adipositas. Studie DEGS1, Erhebung 2008-2011. (2014) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html  (last accessed on 11 May 2020).

4. RKI: Gesundheitliche Ungleichheit in verschiedenen Lebensphasen. (2017) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/gesundheitliche_ungleichheit_lebensphasen.html  (last accessed on 10 May 2020).

5. RKI: Regionale Unterschiede in der Gesundheit – Entwicklung eines sozioökonomischen Deprivationsindex für Deutschland. (2017) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/ConceptsMethods/JoHM_2017_02_Entwicklung_Deprivationsindex.html  (last accessed on 25 June 2020).

Quelle: Deutsche AdipositasGesellschaft, Pressemeldung vom 14.05.2020




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2020 auf Seite M386.


© tatianazaets / iStock / Getty Images Plus
© tatianazaets / iStock / Getty Images Plus


„Die Hinweise verdichten sich, dass das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Infektion mit dem Corona-Virus mit Adipositas erhöht ist“, sagt Prof. Dr. Martina de Zwaan, Präsidentin der DAG. Ein ausführliches DAG-Positionspapier zu Adipositas und COVID-19 mit Empfehlungen für Menschen mit Adipositas, Forderungen an die Politik und Hintergrundinformationen sowie ein weiterführendes Informationsblatt sind auf der DAG-Webseite verfügbar [1, 2].

„Die Corona-Krise muss für das vernachlässigte Politikfeld Adipositas ein Weckruf für Gesundheitspolitik und gesundheitlichen Verbraucherschutz sein! Menschen mit Adipositas haben derzeit weder einen Rechtsanspruch auf eine Adipositastherapie, die Krankenhäuser und Intensivstationen sind auf ihre Bedürfnisse kaum zugeschnitten, und die Prävention ist ineffektiv“, so de Zwaan. Ein schwerer Krankheitsverlauf mit Adipositas bei Infektion mit dem Corona-Virus bedeutet mehr Krankenhauseinweisungen, mehr Zuweisungen auf Intensivstationen, ein höheres Risiko für Lungen- und Organversagen bis hin zu einem tödlichen Ausgang [1].

„Derzeit gibt es jedoch keine Anzeichen für ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bei Menschen mit Adipositas. Wir halten deshalb spezielle Quarantänemaßnahmen für Menschen mit Adipositas, die über die Regelungen auf der politischen Ebene für die Allgemeinbevölkerung hinausgehen, für nicht erforderlich“, erläutert de Zwaan. „In Deutschland sind derzeit weder evidenz- noch erfahrungsbasierte klinische Daten zu Krankheitsverläufen von Menschen mit COVID-19 und Adipositas verfügbar, eine entsprechende Anfrage der DAG an das Robert-Koch-Institut Ende April blieb unbeantwortet“, so de Zwaan.

Deutschland gehört zu den Ländern mit einer hohen Adipositasprävalenz von rund 24 % bei Erwachsenen [3], sozioökonomischer und gesundheitlicher Ungleichheit mit direkter Auswirkung auf die Adipositaszahlen [4, 5], einer fehlenden Regelversorgung für Adipositas und unzureichenden Präventionsmaßnahmen gegen nichtübertragbare Krankheiten (Übersicht in [1]). Die Pandemie wird nach Ansicht der DAG so zum Brennglas für bereits vorbestehende Versäumnisse und weist auf dringende zukünftige Erfordernisse.

Die DAG fordert für die Versorgung und den Schutz von Menschen mit Adipositas:


  • Ausstattung für Krankenhäuser und Intensivstationen, die den Bedürfnissen und Erfordernissen von Menschen mit Adipositas – Hochrisikopersonen für einen schweren COVID-19-Verlauf – gerecht wird und eine genauso gute Versorgung sicherstellt wie für Menschen mit Normalgewicht.
  • Infizierte Personen sollten hinsichtlich Alter, Geschlecht, BMI, Grunderkrankungen, kardiometabolischer Risikofaktoren und Krankheitsverläufen systematisch erfasst und die Ergebnisse der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
  • Etablierung einer Regelversorgung für Menschen mit Adipositas: Menschen müssen befähigt werden, ihr Krankheitsrisiko für chronische Folgekrankheiten und akute Virus-Pandemien zu senken.


Literatur


1. DAG: DAG-Positionspapier „Adipositas & COVID-19 – Empfehlungen für Menschen mit Adipositas und Forderungen an die Politik. https://adipositas-gesellschaft.de/fileadmin/PDF/daten/DAG_Positionspapier_Adipositas_und_Covid-19.pdf

2. DAG: DAG-Informationsblatt „Covid-19 und Adipositas“. https://adipositas-gesellschaft.de/fileadmin/PDF/daten/DAG_Covid-19_Information.pdf

3. RKI: Übergewicht und Adipositas. Studie DEGS1, Erhebung 2008-2011. (2014) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html  (last accessed on 11 May 2020).

4. RKI: Gesundheitliche Ungleichheit in verschiedenen Lebensphasen. (2017) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/gesundheitliche_ungleichheit_lebensphasen.html  (last accessed on 10 May 2020).

5. RKI: Regionale Unterschiede in der Gesundheit – Entwicklung eines sozioökonomischen Deprivationsindex für Deutschland. (2017) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/ConceptsMethods/JoHM_2017_02_Entwicklung_Deprivationsindex.html  (last accessed on 25 June 2020).

Quelle: Deutsche AdipositasGesellschaft, Pressemeldung vom 14.05.2020




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2020 auf Seite M386.


Deutsche Adipositas-Gesellschaft: Adipositas ist Risikofaktor für schweren COVID-19-Krankheitsverlauf

„Die Hinweise verdichten sich, dass das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Infektion mit dem Corona-Virus mit Adipositas erhöht ist“, sagt Prof. Dr. Martina de Zwaan, Präsidentin der DAG. Ein ausführliches DAG-Positionspapier zu Adipositas und COVID-19 mit Empfehlungen für Menschen mit Adipositas, Forderungen an die Politik und Hintergrundinformationen sowie ein weiterführendes Informationsblatt sind auf der DAG-Webseite verfügbar [1, 2].

„Die Corona-Krise muss für das vernachlässigte Politikfeld Adipositas ein Weckruf für Gesundheitspolitik und gesundheitlichen Verbraucherschutz sein! Menschen mit Adipositas haben derzeit weder einen Rechtsanspruch auf eine Adipositastherapie, die Krankenhäuser und Intensivstationen sind auf ihre Bedürfnisse kaum zugeschnitten, und die Prävention ist ineffektiv“, so de Zwaan. Ein schwerer Krankheitsverlauf mit Adipositas bei Infektion mit dem Corona-Virus bedeutet mehr Krankenhauseinweisungen, mehr Zuweisungen auf Intensivstationen, ein höheres Risiko für Lungen- und Organversagen bis hin zu einem tödlichen Ausgang [1].

„Derzeit gibt es jedoch keine Anzeichen für ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bei Menschen mit Adipositas. Wir halten deshalb spezielle Quarantänemaßnahmen für Menschen mit Adipositas, die über die Regelungen auf der politischen Ebene für die Allgemeinbevölkerung hinausgehen, für nicht erforderlich“, erläutert de Zwaan. „In Deutschland sind derzeit weder evidenz- noch erfahrungsbasierte klinische Daten zu Krankheitsverläufen von Menschen mit COVID-19 und Adipositas verfügbar, eine entsprechende Anfrage der DAG an das Robert-Koch-Institut Ende April blieb unbeantwortet“, so de Zwaan.

Deutschland gehört zu den Ländern mit einer hohen Adipositasprävalenz von rund 24 % bei Erwachsenen [3], sozioökonomischer und gesundheitlicher Ungleichheit mit direkter Auswirkung auf die Adipositaszahlen [4, 5], einer fehlenden Regelversorgung für Adipositas und unzureichenden Präventionsmaßnahmen gegen nichtübertragbare Krankheiten (Übersicht in [1]). Die Pandemie wird nach Ansicht der DAG so zum Brennglas für bereits vorbestehende Versäumnisse und weist auf dringende zukünftige Erfordernisse.

Die DAG fordert für die Versorgung und den Schutz von Menschen mit Adipositas:
  • Ausstattung für Krankenhäuser und Intensivstationen, die den Bedürfnissen und Erfordernissen von Menschen mit Adipositas – Hochrisikopersonen für einen schweren COVID-19-Verlauf – gerecht wird und eine genauso gute Versorgung sicherstellt wie für Menschen mit Normalgewicht.
  • Infizierte Personen sollten hinsichtlich Alter, Geschlecht, BMI, Grunderkrankungen, kardiometabolischer Risikofaktoren und Krankheitsverläufen systematisch erfasst und die Ergebnisse der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
  • Etablierung einer Regelversorgung für Menschen mit Adipositas: Menschen müssen befähigt werden, ihr Krankheitsrisiko für chronische Folgekrankheiten und akute Virus-Pandemien zu senken.
Literatur

1. DAG: DAG-Positionspapier „Adipositas & COVID-19 – Empfehlungen für Menschen mit Adipositas und Forderungen an die Politik. https://adipositas-gesellschaft.de/fileadmin/PDF/daten/DAG_Positionspapier_Adipositas_und_Covid-19.pdf

2. DAG: DAG-Informationsblatt „Covid-19 und Adipositas“. https://adipositas-gesellschaft.de/fileadmin/PDF/daten/DAG_Covid-19_Information.pdf

3. RKI: Übergewicht und Adipositas. Studie DEGS1, Erhebung 2008-2011. (2014) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html  (last accessed on 11 May 2020).

4. RKI: Gesundheitliche Ungleichheit in verschiedenen Lebensphasen. (2017) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/gesundheitliche_ungleichheit_lebensphasen.html  (last accessed on 10 May 2020).

5. RKI: Regionale Unterschiede in der Gesundheit – Entwicklung eines sozioökonomischen Deprivationsindex für Deutschland. (2017) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/ConceptsMethods/JoHM_2017_02_Entwicklung_Deprivationsindex.html  (last accessed on 25 June 2020).

Quelle: Deutsche AdipositasGesellschaft, Pressemeldung vom 14.05.2020


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2020 auf Seite M386.
Verschlagwortet mit: Hygiene, Covid-19

News zum Thema des Artikels

Symbolbild Tabletten und Injektionshilfen zur Adipositastherapie

Online News: Orales Semaglutid: Abnehmtablette statt Spritze

Seit dem 1. September ist Semaglutid zur Behandlung von Adipositas in Deutschland auch als Tablette erhältlich, eine Alternative zur bislang üblichen wöchentlichen Injektion …
weiterlesen

Eine Frau misst ihren Bauchumfang mit einem Maßband; daneben sind digitale Symbole zu Gesundheit und Körpermaßen eingeblendet.

Online News: Adipositas: KI soll Erfolg einer Lebensstiländerung zur Gewichtsabnahme vorhersagen

Welche Patient*innen mit Adipositas von einer strukturierten Lebensstiltherapie zur Gewichtsabnahme profitieren, könnte sich künftig bereits vor Therapiebeginn abschätzen lassen. Forschende der Universität Hohenheim entwickelten ein KI-gestütztes Prognosemodell, das kli …
weiterlesen

Symbolbild Tabletten und Injektionshilfen zur Adipositastherapie

Online News: Semaglutid-Tablette in Deutschland voraussichtlich im 3. Quartal erhältlich

Nach EU-Zulassung: Novo Nordisk plant Markteinführung des GLP-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1-RA) in Tablettenform …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 14.07.2020

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

15.09.2026
Ahead of Print

Auswirkungen einer Glucomannan-Supplementierung auf Gewichtsparameter und Sättigung bei Erwachsenen

Glucomannan (GMN) ist ein wasserlöslicher Ballaststoff aus der Konjakwurzel, welcher als potenzielle Unterstützung bei einer Gewichtsreduktion und im Zusammenhang mit einer gesteigerten Sättigungswirkung diskutiert wird. weiterlesen

15.09.2026

22. Heidelberger Kamingespräch: Einfluss der GLP-1-Medikamente auf die Esskultur

(umk) „Medizinische Methode für stressfreies Abnehmen“ – mit solchen und ähnlichen Werbeaussagen boomt das Internetgeschäft mit GLP-1-Medikamenten. Ob indiziert, ärztlich verordnet und begleitet oder zur „Selbstoptimierung“ auf dem „grauen Markt“ erstanden: „Pharmakolog … weiterlesen

15.09.2026

Adipositastherapie: Adipositas in Deutschland: Versorgungslage bleibt kritisch

Trotz vieler Mio. Betroffener und klarer wissenschaftlicher Leitlinien erhalten Menschen mit Adipositas in Deutschland weiterhin keine angemessene medizinische Versorgung. Eine im Auftrag des Else Kröner Fresenius Zentrums (EKFZ) durchgeführte repräsentative Forsa-Umfra … weiterlesen

15.07.2026

Adipositastherapie: Adipositas und Inkretinmimetika – eine Situationsbeschreibung

Unter dem Titel „Der große Effekt und seine Grenzen“ befasst sich das Deutsche Ärzteblatt in der Rubrik Medizinreport mit Inkretinmimetika in der Adipositasbehandlung [1]. Die Autorinnen gehen kurz auf Wirkmechanismen der salopp als „Abnehmspritzen“ bezeichneten Medikam … weiterlesen

15.06.2026

Diabetesprävention: Gewichtsverlust schützt nicht immer vor Diabetes mellitus

Gesunde Ernährung, Abnehmen und mehr Bewegung können Typ-2-Diabetes wirksam vorbeugen. Allerdings profitieren nicht alle Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko in gleichem Maße von Lebensstil-Interventionen. Personen des Tübinger Typ-2-Diabetes-Risikoclusters 5 weisen tro … weiterlesen

13.05.2026

Stoffwechselgesundheit: Übergewicht treibt Diabetes mellitus bei Frauen und Männern unterschiedlich an

Über 9 Mio. Menschen in Deutschland leben mit Diabetes mellitus, mehr als 90 % mit Typ-2-Diabetes. In den meisten Fällen steht die Erkrankung in engem Zusammenhang mit Übergewicht. Doch Studien zeigen: Adipositas wirkt sich bei Frauen und Männern unterschiedlich auf den … weiterlesen

03.03.2026

Monogene Adipositas: Wenn die Gene den Hunger diktieren

Hunger ist ein evolutionär sehr konserviertes Signal, das über Jahrtausende unser Überleben sicherte. Doch was geschieht, wenn dieses Signal permanent aktiv ist, wenn Essen keine Sättigung bringt und ein unaufhörliches Verlangen nach Nahrung das Leben bestimmt? In den m … weiterlesen

15.12.2025

Was kennzeichnet ambulante ernährungstherapeutische Interventionen bei Adipositas? Eine Befragung von Ernährungsfachkräften in Deutschland, Teil 2

Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23.12.2024; Überarbeitung angenommen: 09.04.2025 Teil 2: Beratungskonzepte, Interventionen zur Verhaltensmodifikation und zugrunde liegende Qualifikationen Einleitung Die Beteiligung von Ernährungsfachkräften (E … weiterlesen