In einer aktuellen Studie zeigen Wissenschaftler*innen der SRH Hochschule in Kooperation mit der Universität des Saarlandes, dass Aspartam und seine Abbauprodukte Auswirkungen auf den Lipidstoffwechsel und oxidative Stressreaktionen in neuronalen Zellen haben können. Hierfür wurde die menschliche Neuroblastomzelllinie SH-SY5Y mit Aspartam sowie seinen drei Abbauprodukten (Asparaginsäure, Phenylalanin, Methanol) behandelt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Aspartam und seine Abbauprodukte zu einem Anstieg des oxidativen Stresslevels in den Zellen führen und somit auch die mitochondriale Funktion beeinträchtigen können. Außerdem stieg der Lipidspiegel in den Zellen, insbesondere von Triglyzeriden und einzelnen Phospholipiden, begleitet von einer Anhäufung von Lipidtropfen innerhalb der neuronalen Zellen.

„Daher stellt sich auch die Frage, wie durch Sport diese durch Aspartam bedingten Veränderungen des Stoffwechsels eventuell kompensiert werden könnten“, sagt Prof. Dr. Tobias Erhardt, Studiengangsleiter im Studiengang Physiotherapie an der SRH Hochschule für Gesundheit. Die Autor*innen diskutieren, inwiefern die durch Aspartam verursachten oxidativen Stressreaktionen und Lipidungleichgewichte in neuronalen Zellen ein wichtiger Faktor für die Pathogenese von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer sein können. Dies müsse in Anbetracht der Beeinträchtigung für die mitochondriale Funktion weiter untersucht werden.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Einsatz von Aspartam als Zuckerersatz kritisch beurteilt werden sollte. Die Autor*innen diskutieren, dass die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegte maximale Tagesaufnahme von 40 mg/kg Körpergewicht kritisch und interindividuell anhand der persönlichen Co-Morbiditäten evaluiert werden sollte.

Quelle: SRH Hochschule für Gesundheit, Pressemeldung vom 27.03.2023




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2023 auf Seite M272.


Der synthetische Süßstoff Aspartam wird weltweit als Zuckerersatz eingesetzt. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Gesundheit: Studien haben gezeigt, dass Aspartam möglicherweise oxidative Stressreaktionen im Gehirn hervorrufen kann. Laut Dr. Heike Grimm, SRH Hochschuhe für Gesundheit, könnte dies ein Risikofaktor für die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer darstellen.


In einer aktuellen Studie zeigen Wissenschaftler*innen der SRH Hochschule in Kooperation mit der Universität des Saarlandes, dass Aspartam und seine Abbauprodukte Auswirkungen auf den Lipidstoffwechsel und oxidative Stressreaktionen in neuronalen Zellen haben können. Hierfür wurde die menschliche Neuroblastomzelllinie SH-SY5Y mit Aspartam sowie seinen drei Abbauprodukten (Asparaginsäure, Phenylalanin, Methanol) behandelt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Aspartam und seine Abbauprodukte zu einem Anstieg des oxidativen Stresslevels in den Zellen führen und somit auch die mitochondriale Funktion beeinträchtigen können. Außerdem stieg der Lipidspiegel in den Zellen, insbesondere von Triglyzeriden und einzelnen Phospholipiden, begleitet von einer Anhäufung von Lipidtropfen innerhalb der neuronalen Zellen.

„Daher stellt sich auch die Frage, wie durch Sport diese durch Aspartam bedingten Veränderungen des Stoffwechsels eventuell kompensiert werden könnten“, sagt Prof. Dr. Tobias Erhardt, Studiengangsleiter im Studiengang Physiotherapie an der SRH Hochschule für Gesundheit. Die Autor*innen diskutieren, inwiefern die durch Aspartam verursachten oxidativen Stressreaktionen und Lipidungleichgewichte in neuronalen Zellen ein wichtiger Faktor für die Pathogenese von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer sein können. Dies müsse in Anbetracht der Beeinträchtigung für die mitochondriale Funktion weiter untersucht werden.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Einsatz von Aspartam als Zuckerersatz kritisch beurteilt werden sollte. Die Autor*innen diskutieren, dass die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegte maximale Tagesaufnahme von 40 mg/kg Körpergewicht kritisch und interindividuell anhand der persönlichen Co-Morbiditäten evaluiert werden sollte.

Quelle: SRH Hochschule für Gesundheit, Pressemeldung vom 27.03.2023




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2023 auf Seite M272.


Süßstoffe: Aspartam beeinflusst Lipidstoffwechsel und oxidative Stressreaktionen im Gehirn

In einer aktuellen Studie zeigen Wissenschaftler*innen der SRH Hochschule in Kooperation mit der Universität des Saarlandes, dass Aspartam und seine Abbauprodukte Auswirkungen auf den Lipidstoffwechsel und oxidative Stressreaktionen in neuronalen Zellen haben können. Hierfür wurde die menschliche Neuroblastomzelllinie SH-SY5Y mit Aspartam sowie seinen drei Abbauprodukten (Asparaginsäure, Phenylalanin, Methanol) behandelt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Aspartam und seine Abbauprodukte zu einem Anstieg des oxidativen Stresslevels in den Zellen führen und somit auch die mitochondriale Funktion beeinträchtigen können. Außerdem stieg der Lipidspiegel in den Zellen, insbesondere von Triglyzeriden und einzelnen Phospholipiden, begleitet von einer Anhäufung von Lipidtropfen innerhalb der neuronalen Zellen.

„Daher stellt sich auch die Frage, wie durch Sport diese durch Aspartam bedingten Veränderungen des Stoffwechsels eventuell kompensiert werden könnten“, sagt Prof. Dr. Tobias Erhardt, Studiengangsleiter im Studiengang Physiotherapie an der SRH Hochschule für Gesundheit. Die Autor*innen diskutieren, inwiefern die durch Aspartam verursachten oxidativen Stressreaktionen und Lipidungleichgewichte in neuronalen Zellen ein wichtiger Faktor für die Pathogenese von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer sein können. Dies müsse in Anbetracht der Beeinträchtigung für die mitochondriale Funktion weiter untersucht werden.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Einsatz von Aspartam als Zuckerersatz kritisch beurteilt werden sollte. Die Autor*innen diskutieren, dass die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegte maximale Tagesaufnahme von 40 mg/kg Körpergewicht kritisch und interindividuell anhand der persönlichen Co-Morbiditäten evaluiert werden sollte.

Quelle: SRH Hochschule für Gesundheit, Pressemeldung vom 27.03.2023


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2023 auf Seite M272.

News zum Thema des Artikels

Lesetipp Heft 5/2025: Postnatale Typ-2-Diabetes-Prävention bei Frauen mit Gestationsdiabetes

In Deutschland gibt es über 9. Mio. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2, und die Prävention ist entscheidend, da viele Betroffene bereits bei Diagnosestellung an Folgeerkrankungen leiden. Frauen mit Gestationsdiabetes (GDM) sind besonders gefährdet: fast jede zweite en …
weiterlesen

Online News: Restore-Diät kann Darmmikrobiom und Gesundheit verbessern

Die industrialisierte Lebensmittelverarbeitung steht im Verdacht, sich nachteilig auf das Darmmikrobiom auszuwirken und für die Zunahme nichtübertragbarer Krankheiten mitverantwortlich zu sein. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Hohenheim …
weiterlesen

Lesetipp 2/2025: Ernährungstherapie in der Dialysephase bei chronischer Nierenkrankheit

Wenn die Nieren aufgrund einer Krankheit nicht mehr funktionieren, springt die Dialyse als Nierenersatz ein. Eine Maschine als künstlicher Nierenersatz bringt jedoch Funktionseinschränkungen mit sich, auf die in der Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr Rücksicht genommen we …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 15.05.2023

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

12.11.2025

Ernährungstrends: Intervallfasten, Low Carb oder Vegan bei Diabetes mellitus

Welche Ernährung ist die richtige bei Diabetes mellitus? Forschende des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) haben sich die wissenschaftlichen Fakten zu Ernährungstrends wie Intervallfasten, Low-Carb-Diät und veganer Kost genauer angesehen. Sie erklären, welche Ernährungsw … weiterlesen

12.11.2025

Produktwarnung: Warnung vor dubiosen Online-Angeboten für Menschen mit Diabetes mellitus

Immer mehr fragwürdige „Wundermittel“ für Menschen mit Diabetes kursieren in sozialen Netzwerken, darunter Mikronadelpflaster, „natürliche GLP-1-Lösungen“ oder angeblich nichtinvasive Blutzuckermessgeräte. Hinter diesen Produkten stecken oft Anbieter ohne Zulassung oder … weiterlesen

15.10.2025

Epidemiologie: Pflanzenbetonte Ernährung kann das Leben mit Typ-2-Diabetes verlängern

Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und versterben im Durchschnitt früher als Menschen ohne Diabetes. Ernährung spielt eine entscheidende Rolle im Krankheitsverlauf. weiterlesen

13.08.2025

Adipositas: Wie das Enzym MPO das Herz-Kreislauf-Risiko bei Adipositas beeinflusst

Ein Forschungsteam unter Leitung von Privatdozent Dr. Martin Mollenhauer vom Herzzentrum der Uniklinik Köln hat den Zusammenhang zwischen Adipositas und dem Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung genauer untersucht. weiterlesen

13.08.2025

Gefäßerkrankungen: Einfluss von Fettgewebe auf die Blutgefäße

Übergewicht spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie stark Blutgefäße geschädigt werden – und zwar abhängig davon, wo sich das überschüssige Fett im Körper ansammelt. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (D … weiterlesen

Postnatale Typ-2-Diabetes-Prävention bei Frauen mit Gestationsdiabetes

Ein Projekt zur Verbesserung der Nachsorgebeteiligung Mit dem Projekt „Postnatale Typ-2-Diabetes-Prävention bei Frauen mit Gestationsdiabetes“ soll die Teilnahmequote an den Nachsorgeuntersuchungen erhöht und die Nachsorgesituation bei Gestationsdiabetes verbessert werd … weiterlesen

Ernährung bei fortschreitender und chronischer Nierenkrankheit

Die chronische Nierenkrankheit (Chronic Kidney Disease, CKD) ist eine fortschreitende Erkrankung, die eine individuelle Ernährungsstrategie erfordert. Vorrangige Ziele sind, die Progression des Nierenfunktionsverlusts zu verlangsamen, den Beginn einer Dialysebehandlung … weiterlesen

Supportives Fasten bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes mellitus

Therapeutische Möglichkeiten und Perspektiven für intermittierendes und Langzeitfasten In den letzten Jahren hat Fasten als mögliche ergänzende Therapieoption für Patienten1 mit Typ-1- (T1DM) und Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) zunehmende Aufmerksamkeit erlangt. Verschie … weiterlesen