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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 22.08.2018 / Überarbeitung angenommen: 13.05.2019

Eine Analyse von Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013


Die Ausgaben für Ernährung sind Teil der Kosten von Verpflegung1 in privaten Haushalten. Ihre Höhe beeinflusst unmittelbar das Auskommen mit dem Einkommen. Der Anteil der Ausgaben für Ernährung (einschließlich Verpflegungsdienstleistungen) an den privaten Konsumausgaben ist zwar seit den 1960er Jahren kontinuierlich gesunken, nimmt aber mit knapp 18 % (2013) nach wie vor im Haushaltsbudget den zweiten Rangplatz nach dem Bereich Wohnungsmiete, Energie und Wohnungsinstandhaltung ein [1, 2]. Im Rahmen der Bildungs- und Beratungsarbeit zum Thema Haushaltsbudget sind deshalb (statistische) Vergleichsgrößen für den Bereich Ernährung zur Illustration von Fallbeispielen bzw. zur Beurteilung einzelfallbezogener Angaben von besonderer Bedeutung [3].

Diese Referenzwerte müssen so aufbereitet sein, dass die Vergleichbarkeit von individuellen und statistischen Daten für möglichst viele unterschiedliche Haushaltssituationen gewährleistet ist. Soziodemografische und ökonomische Merkmale sind für die Differenzierung hierbei von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus ist es wünschenswert, dass sich auch Ernährungsvorlieben der verschiedenen Haushaltspersonen und ihre Wertorientierungen im Essalltag und für spezielle Anlässe wie religiöse Feste und Feiern im Datenmaterial abbilden lassen (Lebensstile). Die Höhe der für die Ernährungsversorgung benötigten Geldmittel hängt weiterhin davon ab, ob die Nahrungszubereitung überwiegend im Haushalt selbst vorgenommen oder in mehr oder weniger großem Umfang durch Verpflegungsdienstleistungen ergänzt bzw. ersetzt wird [4, 5].

Abstract


Gesellschaftliche Veränderungen des Ernährungsverhaltens werden häufig durch Trends beschrieben. Die sich dahinter verbergenden Haushaltssituationen sind jedoch nach wie vor vielschichtig und lassen sich durch Ausgaben für Ernährung konkret abbilden. Eine Sekundärauswertung von Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013 des Statistischen Bundesamts zeigt Höhe und Zusammensetzung durchschnittlicher Ausgaben für Ernährung in unterschiedlichen Konstellationen privater Haushalte auf. Sowohl soziodemografische als auch ökonomische Faktoren wirken sich auf die monetäre Seite des Essalltags und weiterer sozialer Funktionen von Ernährung aus. Im Zeitvergleich der vergangenen 15 Jahre ist besonders in Familienhaushalten die Bedeutung der Außer-Haus-Verpflegung gestiegen. Die vorgestellten Berechnungen stellen Informationen zu Ernährungsausgaben bereit, die in statistischen Analysen bisher nicht thematisiert wurden und für die sich deshalb kaum Vergleichsmöglichkeiten bieten.

Schlüsselwörter: Außer-Haus-Verpflegung, Ernährungsausgaben, Ernährungsverhalten, Konsumausgaben, Lebensstil, privater Haushalt

__________________

1 Hierzu zählen auch Ausgaben für Energie und Wasser, Küchenausstattung sowie u. U. anteilige Raummiete oder Lohnkosten für Hilfskräfte.






Peer-reviewed
 / Manuscript (original contribution) received: August 22, 2018 / Revision accepted: May 13, 2019

Expenditure of private households on nutrition


An analysis based on data from the 2013 German household budget survey


Abstract


Societal changes in eating behaviour are often described by trends. But the household situations behind these are still complex and can be represented precisely by expenditure on nutrition. A secondary analysis of data from the German household budget survey of 2013 conducted by the German Federal Statistical Office shows the level and composition of the average outgoings on nutrition in various private household constellations. Both socio-demographic and economic factors have an impact on the monetary aspects of everyday eating habits and the other social functions of food. In a time comparison of the last 15 years the significance of eating outside the home has increased, particularly in family households. The calculations presented provide data on nutrition expenditure which has not been examined in statistical analyses up to now and for which, consequently, there are few possibilities for comparison.

Keywords: eating outside the home, nutrition expenditure, eating habits, consumer spending, lifestyle, private household

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 11/2019 von Seite M644 bis M652.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 22.08.2018 / Überarbeitung angenommen: 13.05.2019

Eine Analyse von Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013


Die Ausgaben für Ernährung sind Teil der Kosten von Verpflegung1 in privaten Haushalten. Ihre Höhe beeinflusst unmittelbar das Auskommen mit dem Einkommen. Der Anteil der Ausgaben für Ernährung (einschließlich Verpflegungsdienstleistungen) an den privaten Konsumausgaben ist zwar seit den 1960er Jahren kontinuierlich gesunken, nimmt aber mit knapp 18 % (2013) nach wie vor im Haushaltsbudget den zweiten Rangplatz nach dem Bereich Wohnungsmiete, Energie und Wohnungsinstandhaltung ein [1, 2]. Im Rahmen der Bildungs- und Beratungsarbeit zum Thema Haushaltsbudget sind deshalb (statistische) Vergleichsgrößen für den Bereich Ernährung zur Illustration von Fallbeispielen bzw. zur Beurteilung einzelfallbezogener Angaben von besonderer Bedeutung [3].

Diese Referenzwerte müssen so aufbereitet sein, dass die Vergleichbarkeit von individuellen und statistischen Daten für möglichst viele unterschiedliche Haushaltssituationen gewährleistet ist. Soziodemografische und ökonomische Merkmale sind für die Differenzierung hierbei von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus ist es wünschenswert, dass sich auch Ernährungsvorlieben der verschiedenen Haushaltspersonen und ihre Wertorientierungen im Essalltag und für spezielle Anlässe wie religiöse Feste und Feiern im Datenmaterial abbilden lassen (Lebensstile). Die Höhe der für die Ernährungsversorgung benötigten Geldmittel hängt weiterhin davon ab, ob die Nahrungszubereitung überwiegend im Haushalt selbst vorgenommen oder in mehr oder weniger großem Umfang durch Verpflegungsdienstleistungen ergänzt bzw. ersetzt wird [4, 5].

Abstract


Gesellschaftliche Veränderungen des Ernährungsverhaltens werden häufig durch Trends beschrieben. Die sich dahinter verbergenden Haushaltssituationen sind jedoch nach wie vor vielschichtig und lassen sich durch Ausgaben für Ernährung konkret abbilden. Eine Sekundärauswertung von Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013 des Statistischen Bundesamts zeigt Höhe und Zusammensetzung durchschnittlicher Ausgaben für Ernährung in unterschiedlichen Konstellationen privater Haushalte auf. Sowohl soziodemografische als auch ökonomische Faktoren wirken sich auf die monetäre Seite des Essalltags und weiterer sozialer Funktionen von Ernährung aus. Im Zeitvergleich der vergangenen 15 Jahre ist besonders in Familienhaushalten die Bedeutung der Außer-Haus-Verpflegung gestiegen. Die vorgestellten Berechnungen stellen Informationen zu Ernährungsausgaben bereit, die in statistischen Analysen bisher nicht thematisiert wurden und für die sich deshalb kaum Vergleichsmöglichkeiten bieten.

Schlüsselwörter: Außer-Haus-Verpflegung, Ernährungsausgaben, Ernährungsverhalten, Konsumausgaben, Lebensstil, privater Haushalt

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1 Hierzu zählen auch Ausgaben für Energie und Wasser, Küchenausstattung sowie u. U. anteilige Raummiete oder Lohnkosten für Hilfskräfte.






Peer-reviewed
 / Manuscript (original contribution) received: August 22, 2018 / Revision accepted: May 13, 2019

Expenditure of private households on nutrition


An analysis based on data from the 2013 German household budget survey


Abstract


Societal changes in eating behaviour are often described by trends. But the household situations behind these are still complex and can be represented precisely by expenditure on nutrition. A secondary analysis of data from the German household budget survey of 2013 conducted by the German Federal Statistical Office shows the level and composition of the average outgoings on nutrition in various private household constellations. Both socio-demographic and economic factors have an impact on the monetary aspects of everyday eating habits and the other social functions of food. In a time comparison of the last 15 years the significance of eating outside the home has increased, particularly in family households. The calculations presented provide data on nutrition expenditure which has not been examined in statistical analyses up to now and for which, consequently, there are few possibilities for comparison.

Keywords: eating outside the home, nutrition expenditure, eating habits, consumer spending, lifestyle, private household

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Ausgaben privater Haushalte für Ernährung

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 22.08.2018 / Überarbeitung angenommen: 13.05.2019

Eine Analyse von Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013

Die Ausgaben für Ernährung sind Teil der Kosten von Verpflegung1 in privaten Haushalten. Ihre Höhe beeinflusst unmittelbar das Auskommen mit dem Einkommen. Der Anteil der Ausgaben für Ernährung (einschließlich Verpflegungsdienstleistungen) an den privaten Konsumausgaben ist zwar seit den 1960er Jahren kontinuierlich gesunken, nimmt aber mit knapp 18 % (2013) nach wie vor im Haushaltsbudget den zweiten Rangplatz nach dem Bereich Wohnungsmiete, Energie und Wohnungsinstandhaltung ein [1, 2]. Im Rahmen der Bildungs- und Beratungsarbeit zum Thema Haushaltsbudget sind deshalb (statistische) Vergleichsgrößen für den Bereich Ernährung zur Illustration von Fallbeispielen bzw. zur Beurteilung einzelfallbezogener Angaben von besonderer Bedeutung [3].

Diese Referenzwerte müssen so aufbereitet sein, dass die Vergleichbarkeit von individuellen und statistischen Daten für möglichst viele unterschiedliche Haushaltssituationen gewährleistet ist. Soziodemografische und ökonomische Merkmale sind für die Differenzierung hierbei von zentraler Bedeutung. Darüber hinaus ist es wünschenswert, dass sich auch Ernährungsvorlieben der verschiedenen Haushaltspersonen und ihre Wertorientierungen im Essalltag und für spezielle Anlässe wie religiöse Feste und Feiern im Datenmaterial abbilden lassen (Lebensstile). Die Höhe der für die Ernährungsversorgung benötigten Geldmittel hängt weiterhin davon ab, ob die Nahrungszubereitung überwiegend im Haushalt selbst vorgenommen oder in mehr oder weniger großem Umfang durch Verpflegungsdienstleistungen ergänzt bzw. ersetzt wird [4, 5].

Abstract

Gesellschaftliche Veränderungen des Ernährungsverhaltens werden häufig durch Trends beschrieben. Die sich dahinter verbergenden Haushaltssituationen sind jedoch nach wie vor vielschichtig und lassen sich durch Ausgaben für Ernährung konkret abbilden. Eine Sekundärauswertung von Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2013 des Statistischen Bundesamts zeigt Höhe und Zusammensetzung durchschnittlicher Ausgaben für Ernährung in unterschiedlichen Konstellationen privater Haushalte auf. Sowohl soziodemografische als auch ökonomische Faktoren wirken sich auf die monetäre Seite des Essalltags und weiterer sozialer Funktionen von Ernährung aus. Im Zeitvergleich der vergangenen 15 Jahre ist besonders in Familienhaushalten die Bedeutung der Außer-Haus-Verpflegung gestiegen. Die vorgestellten Berechnungen stellen Informationen zu Ernährungsausgaben bereit, die in statistischen Analysen bisher nicht thematisiert wurden und für die sich deshalb kaum Vergleichsmöglichkeiten bieten.

Schlüsselwörter: Außer-Haus-Verpflegung, Ernährungsausgaben, Ernährungsverhalten, Konsumausgaben, Lebensstil, privater Haushalt

__________________

1 Hierzu zählen auch Ausgaben für Energie und Wasser, Küchenausstattung sowie u. U. anteilige Raummiete oder Lohnkosten für Hilfskräfte.


Peer-reviewed / Manuscript (original contribution) received: August 22, 2018 / Revision accepted: May 13, 2019

Expenditure of private households on nutrition
An analysis based on data from the 2013 German household budget survey
Abstract

Societal changes in eating behaviour are often described by trends. But the household situations behind these are still complex and can be represented precisely by expenditure on nutrition. A secondary analysis of data from the German household budget survey of 2013 conducted by the German Federal Statistical Office shows the level and composition of the average outgoings on nutrition in various private household constellations. Both socio-demographic and economic factors have an impact on the monetary aspects of everyday eating habits and the other social functions of food. In a time comparison of the last 15 years the significance of eating outside the home has increased, particularly in family households. The calculations presented provide data on nutrition expenditure which has not been examined in statistical analyses up to now and for which, consequently, there are few possibilities for comparison.

Keywords: eating outside the home, nutrition expenditure, eating habits, consumer spending, lifestyle, private household

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 13.11.2019

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