Daten zur Vitaminzufuhr

Angela Bechthold, Vanessa Albrecht, Eva Leschik-Bonnet, Bonn; Helmut Heseker, Paderborn

In der Publikumspresse kann man immer wieder widersprüchliche Berichte zur Vitaminversorgung der deutschen Bevölkerung finden. Auch die Rolle der Vitaminanreicherung von Lebensmitteln bzw. von Nährstoff- Supplementen wird immer wieder kontrovers diskutiert. Schlagworte wie „Vitaminmangelland“ und „Vitaminlüge“ machen die Runde. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat aus diesem Grund die aktuelle Datenlage in einer Stellungnahme zusammengestellt.


Deutschland ist kein Vitaminmangelland. Vitaminmangelkrankheiten kommen bei im Übrigen ge sunden Erwachse nen in Deutschland äußerst selten vor. Repräsentative Studien zeigen, dass bei der Mehrzahl der Vitamine die Referenzwerte von den in Privathaushalten Lebenden im Mittel erreicht werden. Das heißt, die Versorgung ist ausreichend. Ausnahmen davon sind Folat und Vitamin D und in bestimmten Altersgruppen Vitamin A , Vitamin E (1- bis unter 5-Jährige, 7- bis unter 12-Jährige, über 65-Jährige in Pflegeheimen) und Vitamin C (6 bis unter 12 Monate alte Säuglinge, über 65-Jährige in Pflegeheimen). Bei Pflegeheimbewohnerinnen- und bewohnern ist darüber hinaus die Zufuhr von einigen B-Vitaminen kritisch.

Die berechnete Unterschreitung der Referenzwerte (rechnerische Unterversorgung) erlaubt keinen Rückschluss auf einen tatsächlich vorliegenden Vitaminmangel, lediglich auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Unterversorgung. Eine Unterschreitung der Referenzwerte für die Vitaminzufuhr ist in aller Regel durch eine ungünstige Lebensmittel auswahl bedingt. Besonderes Augenmerk ist auf die Nährstoffzufuhr bei älteren Personen zu richten. Dies gilt besonders für Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen, bei denen die körperliche Aktivität und demzufolge der Energiebedarf verringert ist. Die verzehrten Lebensmittel müssen daher eine hohe Nährstoffdichte aufweisen.

Schlüsselwörter: Vitaminversorgung, Referenzwerte, Richtwerte, Schätzwerte, empfohlene Zufuhr

DGE Statement: Evaluation of Vitamin Supplies in Germany, Part 1Data on Vitamin Intake

Angela Bechthold, Vanessa Albrecht, Eva Leschik-Bonnet, Bonn; Helmut Heseker, Paderborn Germany is not a country with vitamin deficiency. In Germany, vitamin deficiency diseases are extremely rare in adults who are otherwise healthy. Typical studies have shown that the reference values for most vitamins are reached by most persons living in private households. In other words, supplies are adequate.

The exceptions are as follows: folic acid and vitamin D in all age groups; vitamin A in girls aged 7 to under 12 years; vitamin E in children aged 1 to under 5 years, children aged 7 to under 12 years and patients in nursing homes aged over 65 years; vitamin C in babies aged 6 months to under 12 months and patients in nursing homes aged over 65 years. Moreover, the intake of some B vitamins is critical in nursing home patients. The calculated theoretical deficiencies relative to the reference values do not permit the conclusion that vitamin deficiency is in fact present, but only indicates that there is an increased probability of vitamin deficiency. If vitamin intake lies below the reference values, this almost always indicates that the choice of foods is unfavourable. Particular attention should be paid to the nutrient intake of older persons, especially old people in nursing homes, who have low physical activity and energy requirements. Thus, the food they eat must exhibit high nutrient density.

Keywords: Vitamin supply, reference values, standard values, estimated values, recommended intake






Lesen hier die 
wissenschaftliche Stellungnahme der DGE zum Thema Beurteilung der Vitaminversorgung in Deutschland.

Read english version: http://www.dge.de/pdf/ws/130515-DGE-statement-vitamin-supply.pdf (PDF Download english)

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 06/12 von Seite 324 bis 336.




Daten zur Vitaminzufuhr

Angela Bechthold, Vanessa Albrecht, Eva Leschik-Bonnet, Bonn; Helmut Heseker, Paderborn

In der Publikumspresse kann man immer wieder widersprüchliche Berichte zur Vitaminversorgung der deutschen Bevölkerung finden. Auch die Rolle der Vitaminanreicherung von Lebensmitteln bzw. von Nährstoff- Supplementen wird immer wieder kontrovers diskutiert. Schlagworte wie „Vitaminmangelland“ und „Vitaminlüge“ machen die Runde. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat aus diesem Grund die aktuelle Datenlage in einer Stellungnahme zusammengestellt.


Deutschland ist kein Vitaminmangelland. Vitaminmangelkrankheiten kommen bei im Übrigen ge sunden Erwachse nen in Deutschland äußerst selten vor. Repräsentative Studien zeigen, dass bei der Mehrzahl der Vitamine die Referenzwerte von den in Privathaushalten Lebenden im Mittel erreicht werden. Das heißt, die Versorgung ist ausreichend. Ausnahmen davon sind Folat und Vitamin D und in bestimmten Altersgruppen Vitamin A , Vitamin E (1- bis unter 5-Jährige, 7- bis unter 12-Jährige, über 65-Jährige in Pflegeheimen) und Vitamin C (6 bis unter 12 Monate alte Säuglinge, über 65-Jährige in Pflegeheimen). Bei Pflegeheimbewohnerinnen- und bewohnern ist darüber hinaus die Zufuhr von einigen B-Vitaminen kritisch.

Die berechnete Unterschreitung der Referenzwerte (rechnerische Unterversorgung) erlaubt keinen Rückschluss auf einen tatsächlich vorliegenden Vitaminmangel, lediglich auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Unterversorgung. Eine Unterschreitung der Referenzwerte für die Vitaminzufuhr ist in aller Regel durch eine ungünstige Lebensmittel auswahl bedingt. Besonderes Augenmerk ist auf die Nährstoffzufuhr bei älteren Personen zu richten. Dies gilt besonders für Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen, bei denen die körperliche Aktivität und demzufolge der Energiebedarf verringert ist. Die verzehrten Lebensmittel müssen daher eine hohe Nährstoffdichte aufweisen.

Schlüsselwörter: Vitaminversorgung, Referenzwerte, Richtwerte, Schätzwerte, empfohlene Zufuhr

DGE Statement: Evaluation of Vitamin Supplies in Germany, Part 1Data on Vitamin Intake

Angela Bechthold, Vanessa Albrecht, Eva Leschik-Bonnet, Bonn; Helmut Heseker, Paderborn Germany is not a country with vitamin deficiency. In Germany, vitamin deficiency diseases are extremely rare in adults who are otherwise healthy. Typical studies have shown that the reference values for most vitamins are reached by most persons living in private households. In other words, supplies are adequate.

The exceptions are as follows: folic acid and vitamin D in all age groups; vitamin A in girls aged 7 to under 12 years; vitamin E in children aged 1 to under 5 years, children aged 7 to under 12 years and patients in nursing homes aged over 65 years; vitamin C in babies aged 6 months to under 12 months and patients in nursing homes aged over 65 years. Moreover, the intake of some B vitamins is critical in nursing home patients. The calculated theoretical deficiencies relative to the reference values do not permit the conclusion that vitamin deficiency is in fact present, but only indicates that there is an increased probability of vitamin deficiency. If vitamin intake lies below the reference values, this almost always indicates that the choice of foods is unfavourable. Particular attention should be paid to the nutrient intake of older persons, especially old people in nursing homes, who have low physical activity and energy requirements. Thus, the food they eat must exhibit high nutrient density.

Keywords: Vitamin supply, reference values, standard values, estimated values, recommended intake






Lesen hier die 
wissenschaftliche Stellungnahme der DGE zum Thema Beurteilung der Vitaminversorgung in Deutschland.

Read english version: http://www.dge.de/pdf/ws/130515-DGE-statement-vitamin-supply.pdf (PDF Download english)

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 06/12 von Seite 324 bis 336.


Beurteilung der Vitaminversorgung in Deutschland, Teil 1

Daten zur Vitaminzufuhr

Angela Bechthold, Vanessa Albrecht, Eva Leschik-Bonnet, Bonn; Helmut Heseker, Paderborn

In der Publikumspresse kann man immer wieder widersprüchliche Berichte zur Vitaminversorgung der deutschen Bevölkerung finden. Auch die Rolle der Vitaminanreicherung von Lebensmitteln bzw. von Nährstoff- Supplementen wird immer wieder kontrovers diskutiert. Schlagworte wie „Vitaminmangelland“ und „Vitaminlüge“ machen die Runde. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat aus diesem Grund die aktuelle Datenlage in einer Stellungnahme zusammengestellt.

Deutschland ist kein Vitaminmangelland. Vitaminmangelkrankheiten kommen bei im Übrigen ge sunden Erwachse nen in Deutschland äußerst selten vor. Repräsentative Studien zeigen, dass bei der Mehrzahl der Vitamine die Referenzwerte von den in Privathaushalten Lebenden im Mittel erreicht werden. Das heißt, die Versorgung ist ausreichend. Ausnahmen davon sind Folat und Vitamin D und in bestimmten Altersgruppen Vitamin A , Vitamin E (1- bis unter 5-Jährige, 7- bis unter 12-Jährige, über 65-Jährige in Pflegeheimen) und Vitamin C (6 bis unter 12 Monate alte Säuglinge, über 65-Jährige in Pflegeheimen). Bei Pflegeheimbewohnerinnen- und bewohnern ist darüber hinaus die Zufuhr von einigen B-Vitaminen kritisch.

Die berechnete Unterschreitung der Referenzwerte (rechnerische Unterversorgung) erlaubt keinen Rückschluss auf einen tatsächlich vorliegenden Vitaminmangel, lediglich auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Unterversorgung. Eine Unterschreitung der Referenzwerte für die Vitaminzufuhr ist in aller Regel durch eine ungünstige Lebensmittel auswahl bedingt. Besonderes Augenmerk ist auf die Nährstoffzufuhr bei älteren Personen zu richten. Dies gilt besonders für Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen, bei denen die körperliche Aktivität und demzufolge der Energiebedarf verringert ist. Die verzehrten Lebensmittel müssen daher eine hohe Nährstoffdichte aufweisen.

Schlüsselwörter: Vitaminversorgung, Referenzwerte, Richtwerte, Schätzwerte, empfohlene Zufuhr

DGE Statement: Evaluation of Vitamin Supplies in Germany, Part 1Data on Vitamin Intake

Angela Bechthold, Vanessa Albrecht, Eva Leschik-Bonnet, Bonn; Helmut Heseker, Paderborn Germany is not a country with vitamin deficiency. In Germany, vitamin deficiency diseases are extremely rare in adults who are otherwise healthy. Typical studies have shown that the reference values for most vitamins are reached by most persons living in private households. In other words, supplies are adequate.

The exceptions are as follows: folic acid and vitamin D in all age groups; vitamin A in girls aged 7 to under 12 years; vitamin E in children aged 1 to under 5 years, children aged 7 to under 12 years and patients in nursing homes aged over 65 years; vitamin C in babies aged 6 months to under 12 months and patients in nursing homes aged over 65 years. Moreover, the intake of some B vitamins is critical in nursing home patients. The calculated theoretical deficiencies relative to the reference values do not permit the conclusion that vitamin deficiency is in fact present, but only indicates that there is an increased probability of vitamin deficiency. If vitamin intake lies below the reference values, this almost always indicates that the choice of foods is unfavourable. Particular attention should be paid to the nutrient intake of older persons, especially old people in nursing homes, who have low physical activity and energy requirements. Thus, the food they eat must exhibit high nutrient density.

Keywords: Vitamin supply, reference values, standard values, estimated values, recommended intake


Lesen hier die wissenschaftliche Stellungnahme der DGE zum Thema Beurteilung der Vitaminversorgung in Deutschland.

Read english version: http://www.dge.de/pdf/ws/130515-DGE-statement-vitamin-supply.pdf (PDF Download english)

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 06/12 von Seite 324 bis 336.

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DOI: 2012.974
Veröffentlicht: 31.05.2012

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