kostenfreier Artikel-Downloadfree access to english version








Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 19.05.2015 | Akzeptiert: 16.07.2015



Einleitung und Fragestellung


Brot zählt zu den Grundnahrungsmitteln in Deutschland, wo der durchschnittliche Brotverbrauch pro Haushalt im Jahr 2013 bei 46,5 kg lag [1]. Auch viele Senioren essen gerne Brot. Aufgrund von Kau- und Schluckbeschwerden [2–4] und eines reduzierten Speichelflusses [5] sowie durch das Tragen von Zahnprothesen haben Senioren oftmals Probleme beim Kauen von harten Speisen [2, 6], wie z. B. Brotkruste. Daher wird vermutet, dass Senioren Speisen bevorzugen, die leicht zu kauen und zu schlucken sind [5], wie z. B. krustenloses Brot. Vor diesem Hintergrund wurde untersucht, wie Senioren krustenlose Roggenmischbrote im Vergleich zu einem Standardroggenmischbrot bewerten. Zum Vergleich wurde die Beliebtheit krustenloser Roggenmischbrote auch bei Studierenden getestet.

Methodik


Drei Roggenmischbrote wurden auf einer 5-stufigen Skala (1: sehr schlecht bis 5: sehr gut) nach Aussehen, Geschmack, Konsistenz sowie Gesamteindruck sowohl von 36 Studierenden (20 w, 16 m, ø Alter: 26) als auch von 41 Senioren (33 w, 8 m, ø Alter: 85) bewertet. Alle Senioren wohnten in Seniorenheimen in der Stadt Hünfeld und waren über 70 Jahre alt und nicht dement. Zudem litten weder Studierende noch Senioren an Erkrankungen des Magens, der Nieren, des Darmes oder an Zöliakie oder waren schwanger oder allergisch auf eine der Zutaten. Weiterhin haben alle Probanden freiwillig an den Verkostungen teilgenommen.

Zusammenfassung


Sowohl Senioren als auch Studierende bewerteten die Beliebtheit eines Standardroggenmischbrotes, eines krustenlosen Roggenmischbrotes sowie eines krustenlosen Roggenmischbrotes mit einer aufgemalten Scheinkruste bezüglich der Merkmale Aussehen, Geschmack, Konsistenz sowie Gesamteindruck. Senioren bevorzugten Roggenmischbrote, die entweder eine reale Kruste oder eine Scheinkruste aufwiesen. Studierende dagegen präferierten Roggenmischbrote mit realer Kruste oder ohne Kruste.

Schlüsselwörter: Krustenloses Brot, Roggenmischbrot, Senioren, Studierende, Sensorik




Introduction and question


Bread is a staple food in Germany; the average bread consumption per household was 46.5 kg in 2013 [1]. Many elderly persons also enjoy eating bread. Owing to difficulties in chewing and swallowing [2–4], reduced salivation [5] and high usage of dentures, elderly persons often have problems chewing hard food [2, 6] such as bread crusts. It has therefore been suggested that elderly persons prefer foods which are easy to chew and swallow [5], such as crustless bread. In this context, we investigated how elderly persons evaluate crustless rye-wheat bread in comparison to standard rye-wheat bread. By way of comparison, the popularity of crustless rye-wheat bread was also tested among students.

Methodology


Three types of rye-wheat bread were evaluated on a 5-tier scale (1: very bad, to 5: very good) according to appearance, taste, consistency and overall impression by 36 students (20 f, 16 m, ø age: 26) and by 41 elderly persons (33 f, 8 m, ø age: 85). All the elderly persons lived in retirement homes in the city of Hünfeld, were aged over 70 and did not suffer from dementia. Furthermore, neither the students nor the elderly persons suffered from digestive, renal or intestinal disorders or from coeliac disease or were pregnant or allergic to one of the ingredients. All the test persons participated in the tastings voluntarily.

Summary


A number of elderly persons and students evaluated the popularity of standard rye-wheat bread, crestless rye-wheat bread and crustless ryewheat bread with added faux crust on the basis of appearance, taste, consistency and overall impression. The elderly persons preferred ryewheat bread with either a real crust or a faux crust. In contrast, the students preferred rye-wheat bread with a real crust or without a crust.

Keywords: crustless bread, rye-wheat bread, elderly persons, students, sensory sciences




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 10/15 von Seite 167 bis 169.




kostenfreier Artikel-Downloadfree access to english version








Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 19.05.2015 | Akzeptiert: 16.07.2015



Einleitung und Fragestellung


Brot zählt zu den Grundnahrungsmitteln in Deutschland, wo der durchschnittliche Brotverbrauch pro Haushalt im Jahr 2013 bei 46,5 kg lag [1]. Auch viele Senioren essen gerne Brot. Aufgrund von Kau- und Schluckbeschwerden [2–4] und eines reduzierten Speichelflusses [5] sowie durch das Tragen von Zahnprothesen haben Senioren oftmals Probleme beim Kauen von harten Speisen [2, 6], wie z. B. Brotkruste. Daher wird vermutet, dass Senioren Speisen bevorzugen, die leicht zu kauen und zu schlucken sind [5], wie z. B. krustenloses Brot. Vor diesem Hintergrund wurde untersucht, wie Senioren krustenlose Roggenmischbrote im Vergleich zu einem Standardroggenmischbrot bewerten. Zum Vergleich wurde die Beliebtheit krustenloser Roggenmischbrote auch bei Studierenden getestet.

Methodik


Drei Roggenmischbrote wurden auf einer 5-stufigen Skala (1: sehr schlecht bis 5: sehr gut) nach Aussehen, Geschmack, Konsistenz sowie Gesamteindruck sowohl von 36 Studierenden (20 w, 16 m, ø Alter: 26) als auch von 41 Senioren (33 w, 8 m, ø Alter: 85) bewertet. Alle Senioren wohnten in Seniorenheimen in der Stadt Hünfeld und waren über 70 Jahre alt und nicht dement. Zudem litten weder Studierende noch Senioren an Erkrankungen des Magens, der Nieren, des Darmes oder an Zöliakie oder waren schwanger oder allergisch auf eine der Zutaten. Weiterhin haben alle Probanden freiwillig an den Verkostungen teilgenommen.

Zusammenfassung


Sowohl Senioren als auch Studierende bewerteten die Beliebtheit eines Standardroggenmischbrotes, eines krustenlosen Roggenmischbrotes sowie eines krustenlosen Roggenmischbrotes mit einer aufgemalten Scheinkruste bezüglich der Merkmale Aussehen, Geschmack, Konsistenz sowie Gesamteindruck. Senioren bevorzugten Roggenmischbrote, die entweder eine reale Kruste oder eine Scheinkruste aufwiesen. Studierende dagegen präferierten Roggenmischbrote mit realer Kruste oder ohne Kruste.

Schlüsselwörter: Krustenloses Brot, Roggenmischbrot, Senioren, Studierende, Sensorik




Introduction and question


Bread is a staple food in Germany; the average bread consumption per household was 46.5 kg in 2013 [1]. Many elderly persons also enjoy eating bread. Owing to difficulties in chewing and swallowing [2–4], reduced salivation [5] and high usage of dentures, elderly persons often have problems chewing hard food [2, 6] such as bread crusts. It has therefore been suggested that elderly persons prefer foods which are easy to chew and swallow [5], such as crustless bread. In this context, we investigated how elderly persons evaluate crustless rye-wheat bread in comparison to standard rye-wheat bread. By way of comparison, the popularity of crustless rye-wheat bread was also tested among students.

Methodology


Three types of rye-wheat bread were evaluated on a 5-tier scale (1: very bad, to 5: very good) according to appearance, taste, consistency and overall impression by 36 students (20 f, 16 m, ø age: 26) and by 41 elderly persons (33 f, 8 m, ø age: 85). All the elderly persons lived in retirement homes in the city of Hünfeld, were aged over 70 and did not suffer from dementia. Furthermore, neither the students nor the elderly persons suffered from digestive, renal or intestinal disorders or from coeliac disease or were pregnant or allergic to one of the ingredients. All the test persons participated in the tastings voluntarily.

Summary


A number of elderly persons and students evaluated the popularity of standard rye-wheat bread, crestless rye-wheat bread and crustless ryewheat bread with added faux crust on the basis of appearance, taste, consistency and overall impression. The elderly persons preferred ryewheat bread with either a real crust or a faux crust. In contrast, the students preferred rye-wheat bread with a real crust or without a crust.

Keywords: crustless bread, rye-wheat bread, elderly persons, students, sensory sciences




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 10/15 von Seite 167 bis 169.


Bewertung von krustenlosem Brot durch Senioren und Studierende

kostenfreier Artikel-Downloadfree access to english version


Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 19.05.2015 | Akzeptiert: 16.07.2015

Einleitung und Fragestellung

Brot zählt zu den Grundnahrungsmitteln in Deutschland, wo der durchschnittliche Brotverbrauch pro Haushalt im Jahr 2013 bei 46,5 kg lag [1]. Auch viele Senioren essen gerne Brot. Aufgrund von Kau- und Schluckbeschwerden [2–4] und eines reduzierten Speichelflusses [5] sowie durch das Tragen von Zahnprothesen haben Senioren oftmals Probleme beim Kauen von harten Speisen [2, 6], wie z. B. Brotkruste. Daher wird vermutet, dass Senioren Speisen bevorzugen, die leicht zu kauen und zu schlucken sind [5], wie z. B. krustenloses Brot. Vor diesem Hintergrund wurde untersucht, wie Senioren krustenlose Roggenmischbrote im Vergleich zu einem Standardroggenmischbrot bewerten. Zum Vergleich wurde die Beliebtheit krustenloser Roggenmischbrote auch bei Studierenden getestet.

Methodik

Drei Roggenmischbrote wurden auf einer 5-stufigen Skala (1: sehr schlecht bis 5: sehr gut) nach Aussehen, Geschmack, Konsistenz sowie Gesamteindruck sowohl von 36 Studierenden (20 w, 16 m, ø Alter: 26) als auch von 41 Senioren (33 w, 8 m, ø Alter: 85) bewertet. Alle Senioren wohnten in Seniorenheimen in der Stadt Hünfeld und waren über 70 Jahre alt und nicht dement. Zudem litten weder Studierende noch Senioren an Erkrankungen des Magens, der Nieren, des Darmes oder an Zöliakie oder waren schwanger oder allergisch auf eine der Zutaten. Weiterhin haben alle Probanden freiwillig an den Verkostungen teilgenommen.

Zusammenfassung

Sowohl Senioren als auch Studierende bewerteten die Beliebtheit eines Standardroggenmischbrotes, eines krustenlosen Roggenmischbrotes sowie eines krustenlosen Roggenmischbrotes mit einer aufgemalten Scheinkruste bezüglich der Merkmale Aussehen, Geschmack, Konsistenz sowie Gesamteindruck. Senioren bevorzugten Roggenmischbrote, die entweder eine reale Kruste oder eine Scheinkruste aufwiesen. Studierende dagegen präferierten Roggenmischbrote mit realer Kruste oder ohne Kruste.

Schlüsselwörter: Krustenloses Brot, Roggenmischbrot, Senioren, Studierende, Sensorik


Introduction and question

Bread is a staple food in Germany; the average bread consumption per household was 46.5 kg in 2013 [1]. Many elderly persons also enjoy eating bread. Owing to difficulties in chewing and swallowing [2–4], reduced salivation [5] and high usage of dentures, elderly persons often have problems chewing hard food [2, 6] such as bread crusts. It has therefore been suggested that elderly persons prefer foods which are easy to chew and swallow [5], such as crustless bread. In this context, we investigated how elderly persons evaluate crustless rye-wheat bread in comparison to standard rye-wheat bread. By way of comparison, the popularity of crustless rye-wheat bread was also tested among students.

Methodology

Three types of rye-wheat bread were evaluated on a 5-tier scale (1: very bad, to 5: very good) according to appearance, taste, consistency and overall impression by 36 students (20 f, 16 m, ø age: 26) and by 41 elderly persons (33 f, 8 m, ø age: 85). All the elderly persons lived in retirement homes in the city of Hünfeld, were aged over 70 and did not suffer from dementia. Furthermore, neither the students nor the elderly persons suffered from digestive, renal or intestinal disorders or from coeliac disease or were pregnant or allergic to one of the ingredients. All the test persons participated in the tastings voluntarily.

Summary

A number of elderly persons and students evaluated the popularity of standard rye-wheat bread, crestless rye-wheat bread and crustless ryewheat bread with added faux crust on the basis of appearance, taste, consistency and overall impression. The elderly persons preferred ryewheat bread with either a real crust or a faux crust. In contrast, the students preferred rye-wheat bread with a real crust or without a crust.

Keywords: crustless bread, rye-wheat bread, elderly persons, students, sensory sciences


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 10/15 von Seite 167 bis 169.

News zum Thema des Artikels

Zwei Personen sitzen am Tisch und prüfen ein Schriftstück

Online News: Leopoldina veröffentlicht Positionspapier zur Prävention und Therapie von Adipositas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat einen Policy Brief zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie in Deutschland veröffentlicht. Darin empfiehlt sie Strategien zur Prävention und Therapie von Adipositas …
weiterlesen

5 Grafiken von Menschen in unetrschiedlichen Essumgebungen

Lesetipp Heft 2/2026: Wie Ernährungsumgebungen in grafischen Modellen dargestellt werden

Das Konzept der Ernährungsumgebungen versucht die verschieden Einflussebenen auf das individuelle Ernährungsverhalten zu verdeutlichen. Der Special Beitrag stellt verschiedene Modelle mit ihren Stärken und Limitationen für Public Health-Aufgaben vor …
weiterlesen

Online News: Pflanzenbasierte Ernährung kann das Risiko von Multimorbidität senken

In einer groß angelegten multinationalen Studie mit mehr als 400.000 Personen wurden Ernährungsgewohnheiten und Krankheitsverläufe analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass eine vorwiegend pflanzliche Ernährungsweise mit einem geringeren Risiko für Krebs, Diabetes mellitu …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 14.10.2015

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

Regionale Hülsenfrüchte in der Ernährung

Teil 1 Einführung: Mehr Hülsenfrüchte auf den Teller Es gibt viele Gründe, warum weniger Fleisch und mehr Hülsenfrüchte auf dem Teller nachhaltig und gesund sind. Hülsenfrüchte liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß (nicht nur) für eine vegetarische oder vegane Ernähr … weiterlesen

15.09.2025

Lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche und Planetare Gesundheit

Update der Optimierten Mischkost Der globale Klimawandel erfordert einen Paradigmenwechsel in der Ernährung. In der vorliegenden Studie wurde die Nachhaltigkeit des lebensmittelbasierten Ernährungskonzepts der Optimierten Mischkost (OMK) für Kinder und Jugendliche unter … weiterlesen

15.09.2025

Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch

Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung Im Interview mit der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erläutern die Beiratsmitglieder Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. D … weiterlesen

Der Bildungsort Esstisch

Gemeinsames Essen als Bildungsanlass  Mahlzeiten bieten Kindern die Möglichkeit für zahlreiche Lernerfahrungen. Sie lernen verschiedene Lebensmittel kennen und üben durch Ausprobieren und Selber-Machen, ihren Körper und dessen Bedürfnisse zu spüren. Wichtig ist ein … weiterlesen

13.08.2025

Alternative Ernährungsformen

Teil 3: Ernährungsformen mit Gesundheitsversprechen im Vordergrund In Teil 3 der Artikelreihe zu alternativen Ernährungsformen (AE) (Teile 1 [1] und 2 [2]) liegt der Fokus auf Ernährungsformen, bei denen Gesundheitsversprechen bzw. -aspekte im Vordergrund stehen. Im Geg … weiterlesen

13.08.2025

Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in einer Hochschule

free access to english version Peer-Review-Verfahren /  Manuskript (Original) eingereicht: 25.10.2024; Überarbeitung angenommen: 25.03.2025 Faktoren der (Nicht-)Verstetigung1 Hintergrund und Fragestellung Die Gemeinschaftsverpflegung in den verschiedenen Lebenswelt … weiterlesen

14.07.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 10

Teil 10: Leindotteröl Leindotteröl ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es sich um ein wertvolles, heimisches Öl handelt. Die wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung sowie die Besonderheiten dieses Öls werden im vorliegend … weiterlesen

14.07.2025

Hitze in der stationären Gesundheitsversorgung

Ernährungsbasierte Hitzeschutzmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen Der fortschreitende Klimawandel stellt eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. In Deutschland ist Hitze mit aktuell rund 3000 Todesfällen im Jahr die tödlichste Folgeerscheinung. A … weiterlesen