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Claudia Weiß, Karlsruhe
Käse enthält erhebliche Mengen an Histamin. Foto: Fotolia
Amine werden häufig nach ihrer originären Aminosäure benannt, beispielsweise entsteht Tyramin aus der Aminosäure Tyrosin, Histamin aus Histidin und Tryptamin aus Tryptophan. Die für die Bildung der Amine notwendigen Aminosäuredecarboxylasen sind in tierischen und pflanzlichen Geweben sowie in Mikroorganismen weit verbreitet. Daher werden Amine im menschlichen Organismus nicht nur durch endogene Synthese gebildet, sondern auch mit der Nahrung aufgenommen und von der Darmflora synthetisiert.
Exogen zugeführte Amine gelangen jedoch im Normalfall nur in geringer Menge ins Blut, da sie zum Großteil schon in der Darmschleimhaut verstoffwechselt werden. Die Aufnahme in nahrungsüblicher Menge führt daher im Normalfall nicht zu gesundheitlichen Störungen. Erst bei hoher Zufuhr und/oder Insuffizienz von Regulationsmechanismen können nachteilige Wirkungen auftreten.