Im Projekt BioRegioKantine untersuchten die Universität Hohenheim und ÖKONSULT strukturelle Bedingungen mit dem Ziel, zentrale Erfolgs- und Hemmfaktoren zu identifizieren und daraus praxisorientierte Empfehlungen abzuleiten [1].

Die Grundlage der Analyse bildete ein umfassender Literaturüberblick über 25 wissenschaftliche Publikationen aus dem europäischen Raum sowie 17 einschlägige Projektberichte aus dem deutschsprachigen Raum. Ergänzend wurden qualitative Interviews mit 15 Expert*innen aus verschiedenen relevanten Bereichen durchgeführt. Dazu zählten u. a. Akteur*innen aus der Ernährungswirtschaft, kommunalen Verwaltungen, Biomusterregionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie der Wissenschaft.

Die Ergebnisse der Auswertung mündeten in zehn Handlungsempfehlungen, die Ansatzpunkte für eine breitere Umsetzung bioregionaler Ansätze in der Gemeinschaftsverpflegung bieten: Klare politische Zielvorgaben, nachhaltigkeitsorientierte Vergabeverfahren und stärkere Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette sind entscheidend. Ebenso wichtig sind Frischeküchen, die Förderung kommunaler Eigenbetriebe, optimierte Logistik, digitale Plattformen und die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Vorverarbeitung bioregionaler Produkte. Fortbildungen, attraktivere Küchenberufe, pflanzenbasierte Speisepläne und gezielte Kommunikation mit Gästen fördern die Akzeptanz.

Die im Projekt entwickelten Handlungsempfehlungen adressieren verschiedene Handlungsfelder und können als Bausteine für eine Transformationsstrategie im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung dienen.

Ergänzend zur inhaltlichen Analyse wurde eine Online-Plattform mit integriertem Akteursmapping entwickelt. Diese bietet einen strukturierten Überblick über zentrale Themen und Akteursgruppen im Bereich nachhaltiger Gemeinschaftsverpflegung und soll als Austausch- und Vernetzungsinstrument dienen.

Literatur


1. Hoinle B, Greiner A, Bauer C, Bürker F: Strategien für mehr bioregionale Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung. Zenodo 2025.

Quelle: Universität Hohenheim, Pressemeldung vom 10.06.2025




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2025 auf Seite M397.


Täglich nehmen rund 15–18 Mio. Menschen in Deutschland Mahlzeiten in Kantinen, Mensen oder anderen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung ein. Aufgrund dieses großen Einflussbereichs wird der Außer-Haus-Verpflegung eine zentrale Rolle bei der Transformation des Ernährungssystems zugeschrieben. Vor diesem Hintergrund hat sich das Land Baden-Württemberg das Ziel gesetzt, den Anteil bioregionaler Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung bis zum Jahr 2030 auf 30–40 % zu erhöhen.


Im Projekt BioRegioKantine untersuchten die Universität Hohenheim und ÖKONSULT strukturelle Bedingungen mit dem Ziel, zentrale Erfolgs- und Hemmfaktoren zu identifizieren und daraus praxisorientierte Empfehlungen abzuleiten [1].

Die Grundlage der Analyse bildete ein umfassender Literaturüberblick über 25 wissenschaftliche Publikationen aus dem europäischen Raum sowie 17 einschlägige Projektberichte aus dem deutschsprachigen Raum. Ergänzend wurden qualitative Interviews mit 15 Expert*innen aus verschiedenen relevanten Bereichen durchgeführt. Dazu zählten u. a. Akteur*innen aus der Ernährungswirtschaft, kommunalen Verwaltungen, Biomusterregionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie der Wissenschaft.

Die Ergebnisse der Auswertung mündeten in zehn Handlungsempfehlungen, die Ansatzpunkte für eine breitere Umsetzung bioregionaler Ansätze in der Gemeinschaftsverpflegung bieten: Klare politische Zielvorgaben, nachhaltigkeitsorientierte Vergabeverfahren und stärkere Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette sind entscheidend. Ebenso wichtig sind Frischeküchen, die Förderung kommunaler Eigenbetriebe, optimierte Logistik, digitale Plattformen und die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Vorverarbeitung bioregionaler Produkte. Fortbildungen, attraktivere Küchenberufe, pflanzenbasierte Speisepläne und gezielte Kommunikation mit Gästen fördern die Akzeptanz.

Die im Projekt entwickelten Handlungsempfehlungen adressieren verschiedene Handlungsfelder und können als Bausteine für eine Transformationsstrategie im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung dienen.

Ergänzend zur inhaltlichen Analyse wurde eine Online-Plattform mit integriertem Akteursmapping entwickelt. Diese bietet einen strukturierten Überblick über zentrale Themen und Akteursgruppen im Bereich nachhaltiger Gemeinschaftsverpflegung und soll als Austausch- und Vernetzungsinstrument dienen.

Literatur


1. Hoinle B, Greiner A, Bauer C, Bürker F: Strategien für mehr bioregionale Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung. Zenodo 2025.

Quelle: Universität Hohenheim, Pressemeldung vom 10.06.2025




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2025 auf Seite M397.


Außer-Haus-Verpflegung: Bioregionale Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung

Im Projekt BioRegioKantine untersuchten die Universität Hohenheim und ÖKONSULT strukturelle Bedingungen mit dem Ziel, zentrale Erfolgs- und Hemmfaktoren zu identifizieren und daraus praxisorientierte Empfehlungen abzuleiten [1].

Die Grundlage der Analyse bildete ein umfassender Literaturüberblick über 25 wissenschaftliche Publikationen aus dem europäischen Raum sowie 17 einschlägige Projektberichte aus dem deutschsprachigen Raum. Ergänzend wurden qualitative Interviews mit 15 Expert*innen aus verschiedenen relevanten Bereichen durchgeführt. Dazu zählten u. a. Akteur*innen aus der Ernährungswirtschaft, kommunalen Verwaltungen, Biomusterregionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie der Wissenschaft.

Die Ergebnisse der Auswertung mündeten in zehn Handlungsempfehlungen, die Ansatzpunkte für eine breitere Umsetzung bioregionaler Ansätze in der Gemeinschaftsverpflegung bieten: Klare politische Zielvorgaben, nachhaltigkeitsorientierte Vergabeverfahren und stärkere Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette sind entscheidend. Ebenso wichtig sind Frischeküchen, die Förderung kommunaler Eigenbetriebe, optimierte Logistik, digitale Plattformen und die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Vorverarbeitung bioregionaler Produkte. Fortbildungen, attraktivere Küchenberufe, pflanzenbasierte Speisepläne und gezielte Kommunikation mit Gästen fördern die Akzeptanz.

Die im Projekt entwickelten Handlungsempfehlungen adressieren verschiedene Handlungsfelder und können als Bausteine für eine Transformationsstrategie im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung dienen.

Ergänzend zur inhaltlichen Analyse wurde eine Online-Plattform mit integriertem Akteursmapping entwickelt. Diese bietet einen strukturierten Überblick über zentrale Themen und Akteursgruppen im Bereich nachhaltiger Gemeinschaftsverpflegung und soll als Austausch- und Vernetzungsinstrument dienen.

Literatur

1. Hoinle B, Greiner A, Bauer C, Bürker F: Strategien für mehr bioregionale Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung. Zenodo 2025.

Quelle: Universität Hohenheim, Pressemeldung vom 10.06.2025


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2025 auf Seite M397.
Verschlagwortet mit: regionale Produkte, Bio-Produkte

News zum Thema des Artikels

Lesetipp Heft 3/2026: Seitan und Tempeh in Kantinen und Mensen – ein Experiment

In Aktionswochen wurden in verschiedenen Kantinen und Mensen probeweise Gerichte mit den Fleischalternativen Seitan und Tempeh angeboten. Anschließend wurden die Essensgäste und Küchenleiter*innen nach ihren Erfahrungen damit befragt …
weiterlesen

Lesetipp Heft 8/2025: Schlüsselfaktoren für eine (Nicht-)Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards in Mensen

Die Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards trägt zu einer umfassenden Qualitätssteigerung der Speisenqualität und der Ernährungsumgebung in der Gemeinschaftsverpflegung bei. Es scheint jedoch Gründe zu geben, die Betriebe an der Umsetzung hindern. Im vorliegenden Short Pa …
weiterlesen

Lesetipp Heft 6/2025: Zertifizierte Fortbildung: Lebensmittelverarbeitung

Im Beitrag zur zertifizierten Fortbildung liefert Sabine Bornkessel einen Überblick über die verschiedenen Verfahren und Bereiche der Lebensmittelverarbeitung. Lebensmittelverarbeitung umfasst alle Verfahren und damit verbundene Veränderungen, die ein Lebensmittel oder …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 14.07.2025

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

Zukunft auf dem Teller: Wie das RAL Symposium Ernährung 2026 die Gemeinschaftsgastronomie neu denkt

Von finnischer Gelassenheit über Künstliche Intelligenz bis hin zu „True Crime“ in der Küche: Rund 60 Entscheider*innen aus Beratung, Küche und Management folgten am 9. Februar 2026 der Einladung der Gütegemeinschaft Ernährungs Kompetenz (GEK e. V.) zum RAL Symposium Er … weiterlesen

Bundesernährungsministerium fördert Projekt der DGE für eine bessere Qualität in der Gemeinschaftsverpflegung

Bundesminister Alois Rainer, Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), setzt sich dafür ein, die Qualität in der Gemeinschaftsverpflegung flächendeckend zu verbessern und das Angebot gesünder und nachhaltiger zu gestalten. Dazu hat er am 9. Dez … weiterlesen

13.08.2025

Junge Forschung: Vergleich gängiger Speisenproduktionssysteme in der Gemeinschaftsverpflegung hinsichtlich einer nachhaltigen Produktionsweise

Eine Online-Befragung von Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung zur Datengenerierung1 Einleitung Jährlich werden in Deutschland laut Schätzungen ca. 17 Mio. Menschen in verschiedenen Ernährungsumgebungen, z. B. Kindertagesstätten, Schulen, Krankenhäusern, Senior*innene … weiterlesen

Lebensmittelverarbeitung

Ein Überblick über verschiedene Verfahren und Bereiche Dieser Beitrag ist der Start in eine Serie zum Themenkomplex Lebensmittelverarbeitung, die in weiteren Heftausgaben unter der Rubrik Basiswissen fortgesetzt wird. Neben einfachen Zubereitungsverfahren im Privathaush … weiterlesen

RAL Symposium Ernährung 2025: Gemeinschaftsgastronomie Next Level: Impulse & Einblicke in eine nachhaltige Zukunft

Die RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e. V. lädt am Donnerstag, dem 03.04.2025, zur Fortbildung ein. Gastgeber ist in diesem Jahr die HGS Rheinland, Fachschule für Ernährungs- & Versorgungsmanagement in Düsseldorf. Im Fokus des Symposiums stehen Aspekte nach … weiterlesen

14.01.2025

Proteinqualität von veganen und vegetarischen Mensa-Gerichten

free access to english version Peer-Review-Verfahren Manuskript (Original) eingereicht: 25.03.2024; Überarbeitung angenommen: 29.07.2024 Proteinqualität von veganen und vegetarischen Mensa-Gerichten des Studentenwerks Schleswig-Holstein am Beispiel der Universität Kiel … weiterlesen

13.11.2024

RAL GEK Symposium Ernährung: Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung – Herausforderungen und Erfolgsfaktoren

(umk) Rund 16 Mio. Menschen essen täglich in der Gemeinschaftsgastronomie (GV) – ein großer Hebel, wenn es um gesunde und zugleich nachhaltige Ernährung geht. Das diesjährige Symposium Ernährung der RAL Gütegemeinschaft Ernährungskompetenz beschäftigte sich entsprechend … weiterlesen

RAL Symposium Ernährung 2024: Themen der Gemeinschaftsgastronomie von heute und morgen

Die RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e. V. lädt am Donnerstag, dem 19.09.2024, zur Fortbildung ein. Tagungsort ist diesmal das Coffee Competence Center des internationalen Kaffeeunternehmens Cup&Cino in Hövelhof. weiterlesen