Problemverständnis erhöhen und Erfordernisse für Präventionsstrategien ableiten

Eva Hummel, Friederike Wittig, Karlsruhe; Katja Schneider, Nadine Gebhardt, Gießen; Ingrid Hoffmann, Karlsruhe

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 05.04.2012 | Akzeptiert: 03.10.2012

Die Prävalenz von Übergewicht/Adipositas hat weltweit epidemische Ausmaße mit gravierenden Auswirkungen angenommen, obwohl zahlreiche Präventionsprojekte konzipiert und durchgeführt wurden und werden. Ein möglicher Grund für den mäßigen Erfolg ist, dass bei Präventionsmaßnahmen der Komplexität von Übergewicht/Adipositas nicht ausreichend Rechnung getragen wird. Vor diesem Hintergrund wird mit der vorliegenden Arbeit das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas mithilfe der ernährungsökologischen Modellierungstechnik NutriMod dargestellt und untersucht.

Um das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas aufzuzeigen, wurde mithilfe der ernährungsökologischen Modellierungstechnik NutriMod ein literaturbasiertes, qualitatives Ursache-Wirkungs-Modell entwickelt. Durch die Visualisierung der vielen multikausal und mehrdimensional vernetzten Einflüsse auf Übergewicht/Adipositas und Auswirkungen davon verdeutlicht das Modell zwei direkte Einflüsse: die Energiebilanz und biologische Faktoren.

Alle weiteren Faktoren beeinflussen Übergewicht/Adipositas insbesondere über die Energiebilanz und somit indirekt über Wirkketten. Diese Wirkketten können sich zu Rückkopplungen und damit zu sich selbst verstärkenden Teufelskreisen schließen. Durch das Modell wird das Problemverständnis für das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas erhöht indem Erkenntnisse über Wirkketten, Rückkopplungen, Multikausalitäten und Mehrdimensionalität gewonnen werden. Somit bildet es eine gute Basis für die Entwicklung erfolgreicher Präventionsmaßnahmen.

Schlüsselwörter: Ernährungsökologie, ernährungsökologische Modellierungstechnik NutriMod, Komplexität, Prävention, Übergewicht/Adipositas, qualitatives Ursache-Wirkungs-Modell

The complex interaction of causing and resulting factors of overweight/obesity

Increasing the understanding of the problem and deducing requirements for prevention strategies

Eva Hummel, Friederike Wittig, Karlsruhe; Katja Schneider, Nadine Gebhardt, Giessen; Ingrid Hoffmann, Karlsruhe

Summary: NutriMod is a nutritional ecological modelling technique which has been used to develop a literature-based qualitative cause and effect model to identify the complex factors and events involved in overweight/obesity. This model has helped to visualise the many multicausal and multidimensional interacting factors influencing overweight/obesity and their consequences. The model identified two direct effects – energy balance and biological factors. All other factors had indirect effects through the process chain, leading to changes in energy balance. These process chains may lead to feedback effects and thus to vicious circles. This model furthers knowledge of the development of overweight/obesity by enhancing our insights into the process chains, feedback effects, multicausality and ultidimensionality. It thus provides a good basis for the development of successful preventive measures.

Keywords: Nutritional ecology, nutritional ecological modelling technique,NutriMod, complexity, prevention, overweight/obesity, qualitative cause and effect model

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 01/13 von Seite 2 bis 7.





Problemverständnis erhöhen und Erfordernisse für Präventionsstrategien ableiten

Eva Hummel, Friederike Wittig, Karlsruhe; Katja Schneider, Nadine Gebhardt, Gießen; Ingrid Hoffmann, Karlsruhe

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 05.04.2012 | Akzeptiert: 03.10.2012

Die Prävalenz von Übergewicht/Adipositas hat weltweit epidemische Ausmaße mit gravierenden Auswirkungen angenommen, obwohl zahlreiche Präventionsprojekte konzipiert und durchgeführt wurden und werden. Ein möglicher Grund für den mäßigen Erfolg ist, dass bei Präventionsmaßnahmen der Komplexität von Übergewicht/Adipositas nicht ausreichend Rechnung getragen wird. Vor diesem Hintergrund wird mit der vorliegenden Arbeit das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas mithilfe der ernährungsökologischen Modellierungstechnik NutriMod dargestellt und untersucht.

Um das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas aufzuzeigen, wurde mithilfe der ernährungsökologischen Modellierungstechnik NutriMod ein literaturbasiertes, qualitatives Ursache-Wirkungs-Modell entwickelt. Durch die Visualisierung der vielen multikausal und mehrdimensional vernetzten Einflüsse auf Übergewicht/Adipositas und Auswirkungen davon verdeutlicht das Modell zwei direkte Einflüsse: die Energiebilanz und biologische Faktoren.

Alle weiteren Faktoren beeinflussen Übergewicht/Adipositas insbesondere über die Energiebilanz und somit indirekt über Wirkketten. Diese Wirkketten können sich zu Rückkopplungen und damit zu sich selbst verstärkenden Teufelskreisen schließen. Durch das Modell wird das Problemverständnis für das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas erhöht indem Erkenntnisse über Wirkketten, Rückkopplungen, Multikausalitäten und Mehrdimensionalität gewonnen werden. Somit bildet es eine gute Basis für die Entwicklung erfolgreicher Präventionsmaßnahmen.

Schlüsselwörter: Ernährungsökologie, ernährungsökologische Modellierungstechnik NutriMod, Komplexität, Prävention, Übergewicht/Adipositas, qualitatives Ursache-Wirkungs-Modell

The complex interaction of causing and resulting factors of overweight/obesity

Increasing the understanding of the problem and deducing requirements for prevention strategies

Eva Hummel, Friederike Wittig, Karlsruhe; Katja Schneider, Nadine Gebhardt, Giessen; Ingrid Hoffmann, Karlsruhe

Summary: NutriMod is a nutritional ecological modelling technique which has been used to develop a literature-based qualitative cause and effect model to identify the complex factors and events involved in overweight/obesity. This model has helped to visualise the many multicausal and multidimensional interacting factors influencing overweight/obesity and their consequences. The model identified two direct effects – energy balance and biological factors. All other factors had indirect effects through the process chain, leading to changes in energy balance. These process chains may lead to feedback effects and thus to vicious circles. This model furthers knowledge of the development of overweight/obesity by enhancing our insights into the process chains, feedback effects, multicausality and ultidimensionality. It thus provides a good basis for the development of successful preventive measures.

Keywords: Nutritional ecology, nutritional ecological modelling technique,NutriMod, complexity, prevention, overweight/obesity, qualitative cause and effect model

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 01/13 von Seite 2 bis 7.



Das komplexe Zusammenspiel von Einflussfaktoren auf und Auswirkungen von Übergewicht/Adipositas

Problemverständnis erhöhen und Erfordernisse für Präventionsstrategien ableiten

Eva Hummel, Friederike Wittig, Karlsruhe; Katja Schneider, Nadine Gebhardt, Gießen; Ingrid Hoffmann, Karlsruhe

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 05.04.2012 | Akzeptiert: 03.10.2012

Die Prävalenz von Übergewicht/Adipositas hat weltweit epidemische Ausmaße mit gravierenden Auswirkungen angenommen, obwohl zahlreiche Präventionsprojekte konzipiert und durchgeführt wurden und werden. Ein möglicher Grund für den mäßigen Erfolg ist, dass bei Präventionsmaßnahmen der Komplexität von Übergewicht/Adipositas nicht ausreichend Rechnung getragen wird. Vor diesem Hintergrund wird mit der vorliegenden Arbeit das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas mithilfe der ernährungsökologischen Modellierungstechnik NutriMod dargestellt und untersucht.

Um das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas aufzuzeigen, wurde mithilfe der ernährungsökologischen Modellierungstechnik NutriMod ein literaturbasiertes, qualitatives Ursache-Wirkungs-Modell entwickelt. Durch die Visualisierung der vielen multikausal und mehrdimensional vernetzten Einflüsse auf Übergewicht/Adipositas und Auswirkungen davon verdeutlicht das Modell zwei direkte Einflüsse: die Energiebilanz und biologische Faktoren.

Alle weiteren Faktoren beeinflussen Übergewicht/Adipositas insbesondere über die Energiebilanz und somit indirekt über Wirkketten. Diese Wirkketten können sich zu Rückkopplungen und damit zu sich selbst verstärkenden Teufelskreisen schließen. Durch das Modell wird das Problemverständnis für das komplexe Geschehen von Übergewicht/Adipositas erhöht indem Erkenntnisse über Wirkketten, Rückkopplungen, Multikausalitäten und Mehrdimensionalität gewonnen werden. Somit bildet es eine gute Basis für die Entwicklung erfolgreicher Präventionsmaßnahmen.

Schlüsselwörter: Ernährungsökologie, ernährungsökologische Modellierungstechnik NutriMod, Komplexität, Prävention, Übergewicht/Adipositas, qualitatives Ursache-Wirkungs-Modell

The complex interaction of causing and resulting factors of overweight/obesity

Increasing the understanding of the problem and deducing requirements for prevention strategies

Eva Hummel, Friederike Wittig, Karlsruhe; Katja Schneider, Nadine Gebhardt, Giessen; Ingrid Hoffmann, Karlsruhe

Summary: NutriMod is a nutritional ecological modelling technique which has been used to develop a literature-based qualitative cause and effect model to identify the complex factors and events involved in overweight/obesity. This model has helped to visualise the many multicausal and multidimensional interacting factors influencing overweight/obesity and their consequences. The model identified two direct effects – energy balance and biological factors. All other factors had indirect effects through the process chain, leading to changes in energy balance. These process chains may lead to feedback effects and thus to vicious circles. This model furthers knowledge of the development of overweight/obesity by enhancing our insights into the process chains, feedback effects, multicausality and ultidimensionality. It thus provides a good basis for the development of successful preventive measures.

Keywords: Nutritional ecology, nutritional ecological modelling technique,NutriMod, complexity, prevention, overweight/obesity, qualitative cause and effect model

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 01/13 von Seite 2 bis 7.

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Artikelfakten

DOI: 2013.002
Veröffentlicht: 09.01.2013

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