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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 08.04.2018 / Überarbeitung angenommen: 13.09.2018
Da jede/r online ungeprüft Inhalte publizieren kann, muss man bei Recherchen selbst die Qualität von Informationen abwägen können [4–6]. Doch fast 50 % der EuropäerInnen verfügen über eine mangelnde Gesundheitskompetenz (Health Literacy), was vermutlich auch auf deren Online-Gesundheitskompetenz, (eHealth Literacy) übertragen werden kann [7]. Das bedeutet: Laien fehlt meist grundlegendes Wissen darüber, wie sie die Qualität von Internetbeiträgen erkennen können [6].
Oft bemessen sie die Vertrauenswürdigkeit eines Beitrages nur anhand des Aussehens der Webseite und nicht an formalen Kriterien [8]. Häufig werden Informationen unreflektiert aufgenommen und Empfehlungen umgesetzt, ohne sie vorher bspw. mit TherapeutInnen zu besprechen [9]. Eine kanadische Studie zeigte, dass auf kommerziellen Webseiten die meisten inhaltlich falschen Ratschläge gegeben wurden (bezogen auf kanadische Ernährungsempfehlungen) und meist keine Quellen für Behauptungen angeführt wurden [10].
Eine der größten Herausforderungen für Laien bei der Suche nach seriösen Gesundheitsinformationen im Internet ist mangelndes Wissen über Qualitätskriterien von Beiträgen. Ernährungsfachkräfte sollten sich darüber informieren, welchen populärwissenschaftlichen Themen Menschen online begegnen. Dabei ist es wichtig, systematisch vorzugehen und das Suchverhalten von Laien zu imitieren. Das kostenlose QWEB-Tool für Fachkräfte ist ein Leitfaden, um Qualitätskriterien von Webbeiträgen konkret und strukturiert abzufragen. Die beispielhafte Recherche und Bewertung von Beiträgen über „Kokosöl zum Abnehmen“ verdeutlicht, dass die meisten von Laien gefundenen Webseiten ungeeignet sind, um sich adäquat zu informieren. Nur einer von 25 Beiträgen war empfehlenswert. Der Median der möglichen Punkte über alle Kategorien lag bei 44,2 %, in der Kategorie „Inhalt“ bei 36,7 % und bei „Transparenz“ bei 13,3 %. Bei „Unabhängigkeit“ lag der Median mit 60 % am höchsten.
Schlüsselwörter: webbasierte Inhalte, Online-Ernährungsinformationen, Online-Gesundheitsinformationen, Bewertungstool, QWEB-Tool, Online-Gesundheitskompetenz
Peer-reviewed / Manuscript (original contribution) received: April 08, 2018 / Revision accepted: September 13, 2018
One of the greatest challenges laypersons face when looking for reliable health information is the lack of knowledge on the quality criteria of articles. Nutrition experts should find out which popular science topics people come across online. Hence, it is important to take a systematic approach and imitate the search behavior of laypersons. The free QWEB tool for experts is a guideline to enable specific and structured analysis of the quality criteria of web articles. The sample research and analysis of articles on “coconut oil for weight loss” illustrates that most websites found by laypersons are unsuitable to provide adequate information. Just one out of 25 articles was recommendable. The median of possible points across all categories was 44.2%, in the category “Content” it was 36.7% and in “Transparency” it was 13.3%. The median value was highest in the category “Independence” at 60%.
Keywords: web-based content, online nutritional information, online health information, evaluation tool, QWEB tool, online health literacy
Hier finden Sie den Bewertungsbogen für die Qualität von Ernährungs-Beiträgen im World Wide Web
Here you find the evaluation sheet for the quality of nutrition articles on the World Wide Web (in german)