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Weiterentwicklung von Zielen, Konzepten und Legislativen

Veronika Scherbaum, Stefanie Lemke, Anne C. Bellows, Hohenheim

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 11.10.2011 | Akzeptiert: 19.01.2012

Nach Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention waren die Unterzeichnerstaaten gefordert, sich zunehmend für die Umsetzung und Überwachung dieser Rechte einzusetzen. Bis in die 1990er Jahre mangelte es jedoch an bewährten Strategien zur nachhaltigen Bekämpfung der Unter- und Fehlernährung, zur Senkung der hohen kindlichen Mortalität v. a. im Neugeborenenalter und nicht zuletzt auch der Müttersterblichkeit. Deshalb standen diese Probleme während der letzten beiden Dekaden im Zentrum wissenschaftlicher Forschung, der Entwicklung von Strategiekonzepten und legislativer Reformen. Das wechselseitige Zusammenwirken dieser drei Bereiche soll zunächst anhand der Stillförderung exemplarisch verdeutlicht werden. Teil 1 finden Sie in Ernährungs Umschau 04/12 von Seite 196 bis 201.

Anhand einer historischen Perspektive wird der Einfluss wissenschaftlicher Erkenntnisse auf weltweite Gesundheits- und Ernährungsprogramme sowie die Entwicklung von Kinderrechten während der letzten 20 Jahre aufgezeigt. Nach aktuellen Statistiken bedarf es trotz mancher Fortschritte weiterhin großer Anstrengungen, um vor allem in wirtschaftlich ärmeren Ländern weitreichende Verbesserungen in der Gesundheits- und Ernährungssituation von Kindern zu erreichen.

Mittels integrierter und multisektoraler Programme, in denen insbesondere die prä- und postnatale Beziehung zur mütterlichen Gesundheit sowie soziale Aspekte und Umweltfaktoren stärker berücksichtigt werden, kann neben einer Senkung der kindlichen Morbidität und Mortalität auch einer Vielzahl von Langzeitauswirkungen, wie bspw. der Entwicklung von Übergewicht, begegnet werden. Die Beachtung und Weiterentwicklung von verbindlichen Legislativen für Mütter und Kinder stellen hierfür wichtige Rahmenbedingungen dar.

Schlüsselwörter: Kinderrechte, Kinderernährung, Public Health, Ernährungssicherung

The Right of Children to Health and Appropriate Nutrition: New Research and International Strategies Part 2: How have goals, concepts and legislation developed?

Veronika Scherbaum, Stefanie Lemke, Anne C. Bellows, Hohenheim

In an historical perspective covering the last 20 years, the influence of scientific knowledge on international health and nutrition programs is described, together with the development of children’s rights. Current statistical data indicate that there has been some but still insufficient progress on achieving major improvements in the health and nutrition of children – particularly in poorer countries. Integrated multi-sectoral programs could increase emphasis on links between infant and young child and on pre- and post-natal maternal health, taking into account social and environmental factors. This approach should reduce paediatric morbidity and mortality and counteract many long-term health risks, including the development of overweight. Further development of related legislation is an important precondition for maternal-child health improvements.

Keywords: Children’s rights, paediatric nutrition, public health, nutrition security

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 05/12 von Seite 264 bis 269.



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Weiterentwicklung von Zielen, Konzepten und Legislativen

Veronika Scherbaum, Stefanie Lemke, Anne C. Bellows, Hohenheim

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 11.10.2011 | Akzeptiert: 19.01.2012

Nach Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention waren die Unterzeichnerstaaten gefordert, sich zunehmend für die Umsetzung und Überwachung dieser Rechte einzusetzen. Bis in die 1990er Jahre mangelte es jedoch an bewährten Strategien zur nachhaltigen Bekämpfung der Unter- und Fehlernährung, zur Senkung der hohen kindlichen Mortalität v. a. im Neugeborenenalter und nicht zuletzt auch der Müttersterblichkeit. Deshalb standen diese Probleme während der letzten beiden Dekaden im Zentrum wissenschaftlicher Forschung, der Entwicklung von Strategiekonzepten und legislativer Reformen. Das wechselseitige Zusammenwirken dieser drei Bereiche soll zunächst anhand der Stillförderung exemplarisch verdeutlicht werden. Teil 1 finden Sie in Ernährungs Umschau 04/12 von Seite 196 bis 201.

Anhand einer historischen Perspektive wird der Einfluss wissenschaftlicher Erkenntnisse auf weltweite Gesundheits- und Ernährungsprogramme sowie die Entwicklung von Kinderrechten während der letzten 20 Jahre aufgezeigt. Nach aktuellen Statistiken bedarf es trotz mancher Fortschritte weiterhin großer Anstrengungen, um vor allem in wirtschaftlich ärmeren Ländern weitreichende Verbesserungen in der Gesundheits- und Ernährungssituation von Kindern zu erreichen.

Mittels integrierter und multisektoraler Programme, in denen insbesondere die prä- und postnatale Beziehung zur mütterlichen Gesundheit sowie soziale Aspekte und Umweltfaktoren stärker berücksichtigt werden, kann neben einer Senkung der kindlichen Morbidität und Mortalität auch einer Vielzahl von Langzeitauswirkungen, wie bspw. der Entwicklung von Übergewicht, begegnet werden. Die Beachtung und Weiterentwicklung von verbindlichen Legislativen für Mütter und Kinder stellen hierfür wichtige Rahmenbedingungen dar.

Schlüsselwörter: Kinderrechte, Kinderernährung, Public Health, Ernährungssicherung

The Right of Children to Health and Appropriate Nutrition: New Research and International Strategies Part 2: How have goals, concepts and legislation developed?

Veronika Scherbaum, Stefanie Lemke, Anne C. Bellows, Hohenheim

In an historical perspective covering the last 20 years, the influence of scientific knowledge on international health and nutrition programs is described, together with the development of children’s rights. Current statistical data indicate that there has been some but still insufficient progress on achieving major improvements in the health and nutrition of children – particularly in poorer countries. Integrated multi-sectoral programs could increase emphasis on links between infant and young child and on pre- and post-natal maternal health, taking into account social and environmental factors. This approach should reduce paediatric morbidity and mortality and counteract many long-term health risks, including the development of overweight. Further development of related legislation is an important precondition for maternal-child health improvements.

Keywords: Children’s rights, paediatric nutrition, public health, nutrition security

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 05/12 von Seite 264 bis 269.

Das Recht von Kindern auf Gesundheit und angemessene Ernährung im Wandel von Forschung und weltweiten Strategien, Teil 2

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Weiterentwicklung von Zielen, Konzepten und Legislativen

Veronika Scherbaum, Stefanie Lemke, Anne C. Bellows, Hohenheim

Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 11.10.2011 | Akzeptiert: 19.01.2012

Nach Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention waren die Unterzeichnerstaaten gefordert, sich zunehmend für die Umsetzung und Überwachung dieser Rechte einzusetzen. Bis in die 1990er Jahre mangelte es jedoch an bewährten Strategien zur nachhaltigen Bekämpfung der Unter- und Fehlernährung, zur Senkung der hohen kindlichen Mortalität v. a. im Neugeborenenalter und nicht zuletzt auch der Müttersterblichkeit. Deshalb standen diese Probleme während der letzten beiden Dekaden im Zentrum wissenschaftlicher Forschung, der Entwicklung von Strategiekonzepten und legislativer Reformen. Das wechselseitige Zusammenwirken dieser drei Bereiche soll zunächst anhand der Stillförderung exemplarisch verdeutlicht werden. Teil 1 finden Sie in Ernährungs Umschau 04/12 von Seite 196 bis 201.

Anhand einer historischen Perspektive wird der Einfluss wissenschaftlicher Erkenntnisse auf weltweite Gesundheits- und Ernährungsprogramme sowie die Entwicklung von Kinderrechten während der letzten 20 Jahre aufgezeigt. Nach aktuellen Statistiken bedarf es trotz mancher Fortschritte weiterhin großer Anstrengungen, um vor allem in wirtschaftlich ärmeren Ländern weitreichende Verbesserungen in der Gesundheits- und Ernährungssituation von Kindern zu erreichen.

Mittels integrierter und multisektoraler Programme, in denen insbesondere die prä- und postnatale Beziehung zur mütterlichen Gesundheit sowie soziale Aspekte und Umweltfaktoren stärker berücksichtigt werden, kann neben einer Senkung der kindlichen Morbidität und Mortalität auch einer Vielzahl von Langzeitauswirkungen, wie bspw. der Entwicklung von Übergewicht, begegnet werden. Die Beachtung und Weiterentwicklung von verbindlichen Legislativen für Mütter und Kinder stellen hierfür wichtige Rahmenbedingungen dar.

Schlüsselwörter: Kinderrechte, Kinderernährung, Public Health, Ernährungssicherung

The Right of Children to Health and Appropriate Nutrition: New Research and International Strategies Part 2: How have goals, concepts and legislation developed?

Veronika Scherbaum, Stefanie Lemke, Anne C. Bellows, Hohenheim

In an historical perspective covering the last 20 years, the influence of scientific knowledge on international health and nutrition programs is described, together with the development of children’s rights. Current statistical data indicate that there has been some but still insufficient progress on achieving major improvements in the health and nutrition of children – particularly in poorer countries. Integrated multi-sectoral programs could increase emphasis on links between infant and young child and on pre- and post-natal maternal health, taking into account social and environmental factors. This approach should reduce paediatric morbidity and mortality and counteract many long-term health risks, including the development of overweight. Further development of related legislation is an important precondition for maternal-child health improvements.

Keywords: Children’s rights, paediatric nutrition, public health, nutrition security

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DOI: 2012.979
Veröffentlicht: 09.05.2012

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