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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 20.12.2024; Überarbeitung angenommen: 31.03.2025
Der Zusammenhang zwischen Ernährung und psychischer Gesundheit gewinnt im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs an Bedeutung [6]. Es konnte gezeigt werden, dass Depressionen und verschiedene körperliche Erkrankungen, z. B. Adipositas, in einem bidirektionalen Zusammenhang stehen [7]. Somit kann die Ernährung einen wichtigen und beeinflussbaren Faktor bei der Behandlung von Depressionen darstellen. Dies verdeutlicht, wie wichtig die frühzeitige Erkennung und gezielte Ernährungstherapie ergänzend zur Behandlung psychischer Erkrankungen, insbesondere Depressionen, sein kann. Darüber hinaus zeigen Menschen mit psychischen Erkrankungen überproportional häufig Hinweise auf problematisches Ernährungsverhalten [8]. …
In der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Depressionen gewinnen Ernährungsinterventionen zur Verbesserung der körperlichen aber auch der psychischen Gesundheit zunehmend an Bedeutung. Um Einblicke in die ernährungstherapeutische Beratung von Klient*innen mit Depressionen, den Aus- und Weiterbildungsbedarf sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu gewinnen, wurde eine Umfrage mit 114 Ernährungsfachkräften aus Deutschland durchgeführt. Die Befragten zeigten ein Bewusstsein für die Bedeutung der psychischen Verfassung der Klient*innen. Allerdings bewerteten nur 10 % ihren Kenntnisstand als gut. Der Weiterbildungsbedarf wurde als hoch eingestuft. Die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit mit Psychotherapeut*innen, Allgemeinmediziner*innen und Psychiater*innen wurde als besonders wichtig erachtet. Die wahrgenommenen Wissensdefizite deuten auf den Bedarf an gezielten Aus- und Weiterbildungsangeboten hin. Durch Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit können Behandlungspläne besser abgestimmt und somit die Gesundheitsförderung der Betroffenen verbessert werden.