Die Relevanz des Körperthemas in der Ernährungstherapie: Eine integrative Perspektive
Das „Körperthema“ ist ein zentraler Bestandteil der Ernährungstherapie, insbesondere im Kontext esspsychologischer Zusammenhänge und Störungen – bis hin zu Essstörungen. Der Körper ist dabei nicht nur Objekt der Ernährung, sondern auch Träger von Erfahrungen, Emotionen und Bewertungen. Ein tiefgreifendes Verständnis dieser Dimension ist für eine wirksame therapeutische Praxis essenziell. Ein differenziertes Verständnis von Körperbild, Körperschema und der individuellen Körperbeziehung ermöglicht es Therapeutinnen und Therapeuten, nachhaltige Veränderungen der Patient*innen zu begleiten. Die Arbeit auf der Körperebene stellt dabei eine wertvolle Ergänzung zu kognitiven und verhaltensorientierten Ansätzen dar und trägt wesentlich zur Förderung eines gesunden, selbstfürsorglichen Umgangs mit Ernährung und Körper bei.
Das Körperbild: Definition, Dimensionen und Entwicklung
Das Körperbild stellt ein zentrales Konstrukt in der ernährungswissenschaftlichen und psychologischen Forschung dar und gewinnt insbesondere im Kontext der Ernährungstherapie zunehmend an Bedeutung [1, 2]. Es beschreibt die subjektive Vorstellung eines Menschen von seinem eigenen Körper und umfasst weit mehr als die rein visuelle Wahrnehmung [1, 2]. Vielmehr handelt es sich um ein multidimensionales Gefüge aus Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen, das in enger Wechselwirkung mit dem Essverhalten, der psychischen Gesundheit und der sozialen Umwelt steht [1–4]. …
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 8/2026 auf den Seiten M486 bis M494.