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Die Dünndarmabschnitte Jejunum und Ileum grenzen sich sowohl anatomisch als auch funktional vom Duodenum ab: Das Duodenum liegt retroperitoneal, Jejunum und Ileum intraperitoneal.1 Jejunum und Ileum liegen in Schlingen im Bauchraum und sind über das Mesenterium elastisch aufgehängt. Der Übergang vom Jejunum zum Ileum ist dabei fließend. Distal ist das Ileum durch die Ileozökalklappe, auch Bauhin-Klappe genannt, klar vom Dickdarm abgegrenzt (• Abbildung 1). Die charakteristische Oberfl ächenstruktur des Darms mit den Kerckring-Falten (Plicae circulares), Zotten und Krypten verändert sich von proximal nach distal.
Die Kerckring-Falten sind zirkulär (quer zur Längsrichtung des Dünndarms) verlaufende, halbmondartige Schleimhautfalten. Diese werden im Laufe des Dünndarms immer schmaler und kürzer. Auch die Zottenhöhe nimmt nach distal ab, während die Kryptentiefe zunimmt. Im Duodenum sind die Brunner-Drüsen in der Tela submucosa (Bindegewebsschicht unter der Tunica mucosa) charakteristisch. Diese finden sich, abgesehen von einzelnen Solitärfollikeln, im Jejunum nicht mehr. Für das Ileum sind schließlich Ansammlungen von Lymphfollikeln (Peyer-Plaques) charakteristisch, die die Mukosa durchziehen [2, 3].
1 vgl. Teil 5 dieser Beitragsreihe [1]