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Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 01.12.2017 | Angenommen: 26.02.2018

Hintergrund


Für Kinder und Jugendliche ist eine optimale Energie- und Nährstoffversorgung von besonderer Bedeutung, da sie sich noch in der Entwicklung befinden [1]. Unser Ernährungsverhalten ist jedoch stetig im Wandel: Trends wie Superfoods, die Bio- und Vegan-Welle, aber auch die wachsende Produktpalette in den Supermärkten können unsere Ernährungsgewohnheiten beeinflussen [2].


Zudem haben sich die Lebensumstände in den letzten Jahren verändert: Ein zunehmender Anteil der Kinder und Jugendlichen wird in außerhäuslichen Tageseinrichtungen betreut [3]. Die Gemeinschaftsverpflegung in Schulen und Betreuungseinrichtungen steht jedoch häufig in der Kritik. Beispielsweise zeigen Studien zur Mahlzeitenqualität, dass sich lediglich ein Fünftel der Kitas und ein Viertel der Schulen an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren [4, 5].

In der Kindheit manifestieren sich Geschmacksvorlieben und Ernährungsmuster, welche mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter beibehalten werden [6, 7]. Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, welches u. a. durch eine ungünstige Ernährungsweise entsteht, bleibt, mit allen gesundheitlichen Folgen, häufig auch im Erwachsenenalter bestehen. Somit werden bereits im Kindes- und Jugendalter wichtige Grundbausteine für einen gesunden Lebensstil gelegt. Viele Kinder und Jugendliche wachsen jedoch in einer Umgebung auf, die eine Gewichtszunahme und daraus resultierendes Übergewicht fördert [8]. So gibt es in Schulkiosken oft Süßigkeiten und Gebäck zu kaufen. „Kinderlebensmittel“ enthalten häufig zu viel Zucker und Fett. Durch an Kinder gerichtete bunt gestaltete Werbespots oder durch an Eltern gerichtete Werbeaussagen über gesundheitliche Vorteile der Produkte versucht die Lebensmittelindustrie Einfluss auf das Einkaufsverhalten und die Ernährungsweise von Kindern und Jugendlichen zu nehmen [9].

Abstract


Regelmäßige Ernährungserhebungen sind wichtig für politische Maßnahmen. Im Rahmen der zweiten Welle der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS Welle 2; 2014–2017) wurde etwa zehn Jahre nach der ersten „Ernährungsstudie als KiGGS-Modul“ (EsKiMo; 2006) erneut eine Ernährungsstudie – EsKiMo II – durchgeführt. In der Zeit von Juni 2015 bis September 2017 wurden Ernährungsdaten von 2 644 Kindern und Jugendlichen erhoben. Eltern von 6- bis 11-jährigen Kindern wurden in das Führen eines Ernährungstagebuches über insgesamt vier Tage eingewiesen; Ernährungsinterviews wurden mit der modifizierten Diet-History-Software DISHES mit 12- bis 17-jährigen Jugendlichen durchgeführt. Die Ergebnisse von EsKiMo II werden eine aktuelle Bestandsaufnahme der Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6–17 Jahren in Deutschland liefern und somit eine Grundlage für politische Entscheidungen bieten.

Schlüsselwörter: Kinder, Jugendliche, Lebensmittelkonsum, Nährstoffversorgung, KiGGS, EsKiMo






Peer-reviewed | Manuscript received: December 01, 2017 | Revision accepted: February 26, 2018


The nutrition survey EsKiMo II – design, execution and public health policy relevance


Abstract


Regular nutrition surveys are important for health policy measures. As part of the second wave of the “German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents” (KiGGS Wave 2; 2014–2017), the nutrition study – EsKiMo II – was once again conducted about ten years after the first “Eating Study as a KiGGS Module» (EsKiMo; 2006). In the period from June 2015 to September 2017, nutritional data were collected from 2,644 children and adolescents. Parents of children aged 6 to 11 years were instructed in how to keep a food record for a total of four days; nutrition interviews were conducted with 12- to 17-year-old adolescents using the modified diet history software known as DISHES. The results of EsKiMo II will provide actual data on the nutrition status of children and adolescents aged 6 to 17 years living in Germany, and will therefore offer an information basis for policy decisions.

Keywords: children and adolescents, food consumption, intake of nutrients, KiGGS, EsKiMo

Full text PDF (free access)




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 5/2018 von Seite M246 bis M254.




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Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 01.12.2017 | Angenommen: 26.02.2018

Hintergrund


Für Kinder und Jugendliche ist eine optimale Energie- und Nährstoffversorgung von besonderer Bedeutung, da sie sich noch in der Entwicklung befinden [1]. Unser Ernährungsverhalten ist jedoch stetig im Wandel: Trends wie Superfoods, die Bio- und Vegan-Welle, aber auch die wachsende Produktpalette in den Supermärkten können unsere Ernährungsgewohnheiten beeinflussen [2].


Zudem haben sich die Lebensumstände in den letzten Jahren verändert: Ein zunehmender Anteil der Kinder und Jugendlichen wird in außerhäuslichen Tageseinrichtungen betreut [3]. Die Gemeinschaftsverpflegung in Schulen und Betreuungseinrichtungen steht jedoch häufig in der Kritik. Beispielsweise zeigen Studien zur Mahlzeitenqualität, dass sich lediglich ein Fünftel der Kitas und ein Viertel der Schulen an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren [4, 5].

In der Kindheit manifestieren sich Geschmacksvorlieben und Ernährungsmuster, welche mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter beibehalten werden [6, 7]. Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, welches u. a. durch eine ungünstige Ernährungsweise entsteht, bleibt, mit allen gesundheitlichen Folgen, häufig auch im Erwachsenenalter bestehen. Somit werden bereits im Kindes- und Jugendalter wichtige Grundbausteine für einen gesunden Lebensstil gelegt. Viele Kinder und Jugendliche wachsen jedoch in einer Umgebung auf, die eine Gewichtszunahme und daraus resultierendes Übergewicht fördert [8]. So gibt es in Schulkiosken oft Süßigkeiten und Gebäck zu kaufen. „Kinderlebensmittel“ enthalten häufig zu viel Zucker und Fett. Durch an Kinder gerichtete bunt gestaltete Werbespots oder durch an Eltern gerichtete Werbeaussagen über gesundheitliche Vorteile der Produkte versucht die Lebensmittelindustrie Einfluss auf das Einkaufsverhalten und die Ernährungsweise von Kindern und Jugendlichen zu nehmen [9].

Abstract


Regelmäßige Ernährungserhebungen sind wichtig für politische Maßnahmen. Im Rahmen der zweiten Welle der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS Welle 2; 2014–2017) wurde etwa zehn Jahre nach der ersten „Ernährungsstudie als KiGGS-Modul“ (EsKiMo; 2006) erneut eine Ernährungsstudie – EsKiMo II – durchgeführt. In der Zeit von Juni 2015 bis September 2017 wurden Ernährungsdaten von 2 644 Kindern und Jugendlichen erhoben. Eltern von 6- bis 11-jährigen Kindern wurden in das Führen eines Ernährungstagebuches über insgesamt vier Tage eingewiesen; Ernährungsinterviews wurden mit der modifizierten Diet-History-Software DISHES mit 12- bis 17-jährigen Jugendlichen durchgeführt. Die Ergebnisse von EsKiMo II werden eine aktuelle Bestandsaufnahme der Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6–17 Jahren in Deutschland liefern und somit eine Grundlage für politische Entscheidungen bieten.

Schlüsselwörter: Kinder, Jugendliche, Lebensmittelkonsum, Nährstoffversorgung, KiGGS, EsKiMo






Peer-reviewed | Manuscript received: December 01, 2017 | Revision accepted: February 26, 2018


The nutrition survey EsKiMo II – design, execution and public health policy relevance


Abstract


Regular nutrition surveys are important for health policy measures. As part of the second wave of the “German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents” (KiGGS Wave 2; 2014–2017), the nutrition study – EsKiMo II – was once again conducted about ten years after the first “Eating Study as a KiGGS Module» (EsKiMo; 2006). In the period from June 2015 to September 2017, nutritional data were collected from 2,644 children and adolescents. Parents of children aged 6 to 11 years were instructed in how to keep a food record for a total of four days; nutrition interviews were conducted with 12- to 17-year-old adolescents using the modified diet history software known as DISHES. The results of EsKiMo II will provide actual data on the nutrition status of children and adolescents aged 6 to 17 years living in Germany, and will therefore offer an information basis for policy decisions.

Keywords: children and adolescents, food consumption, intake of nutrients, KiGGS, EsKiMo

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 5/2018 von Seite M246 bis M254.


Die Ernährungsstudie EsKiMo II – Design, Durchführung und gesundheitspolitische Relevanz

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Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 01.12.2017 | Angenommen: 26.02.2018

Hintergrund
Für Kinder und Jugendliche ist eine optimale Energie- und Nährstoffversorgung von besonderer Bedeutung, da sie sich noch in der Entwicklung befinden [1]. Unser Ernährungsverhalten ist jedoch stetig im Wandel: Trends wie Superfoods, die Bio- und Vegan-Welle, aber auch die wachsende Produktpalette in den Supermärkten können unsere Ernährungsgewohnheiten beeinflussen [2].

Zudem haben sich die Lebensumstände in den letzten Jahren verändert: Ein zunehmender Anteil der Kinder und Jugendlichen wird in außerhäuslichen Tageseinrichtungen betreut [3]. Die Gemeinschaftsverpflegung in Schulen und Betreuungseinrichtungen steht jedoch häufig in der Kritik. Beispielsweise zeigen Studien zur Mahlzeitenqualität, dass sich lediglich ein Fünftel der Kitas und ein Viertel der Schulen an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren [4, 5].

In der Kindheit manifestieren sich Geschmacksvorlieben und Ernährungsmuster, welche mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter beibehalten werden [6, 7]. Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, welches u. a. durch eine ungünstige Ernährungsweise entsteht, bleibt, mit allen gesundheitlichen Folgen, häufig auch im Erwachsenenalter bestehen. Somit werden bereits im Kindes- und Jugendalter wichtige Grundbausteine für einen gesunden Lebensstil gelegt. Viele Kinder und Jugendliche wachsen jedoch in einer Umgebung auf, die eine Gewichtszunahme und daraus resultierendes Übergewicht fördert [8]. So gibt es in Schulkiosken oft Süßigkeiten und Gebäck zu kaufen. „Kinderlebensmittel“ enthalten häufig zu viel Zucker und Fett. Durch an Kinder gerichtete bunt gestaltete Werbespots oder durch an Eltern gerichtete Werbeaussagen über gesundheitliche Vorteile der Produkte versucht die Lebensmittelindustrie Einfluss auf das Einkaufsverhalten und die Ernährungsweise von Kindern und Jugendlichen zu nehmen [9].

Abstract

Regelmäßige Ernährungserhebungen sind wichtig für politische Maßnahmen. Im Rahmen der zweiten Welle der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS Welle 2; 2014–2017) wurde etwa zehn Jahre nach der ersten „Ernährungsstudie als KiGGS-Modul“ (EsKiMo; 2006) erneut eine Ernährungsstudie – EsKiMo II – durchgeführt. In der Zeit von Juni 2015 bis September 2017 wurden Ernährungsdaten von 2 644 Kindern und Jugendlichen erhoben. Eltern von 6- bis 11-jährigen Kindern wurden in das Führen eines Ernährungstagebuches über insgesamt vier Tage eingewiesen; Ernährungsinterviews wurden mit der modifizierten Diet-History-Software DISHES mit 12- bis 17-jährigen Jugendlichen durchgeführt. Die Ergebnisse von EsKiMo II werden eine aktuelle Bestandsaufnahme der Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6–17 Jahren in Deutschland liefern und somit eine Grundlage für politische Entscheidungen bieten.

Schlüsselwörter: Kinder, Jugendliche, Lebensmittelkonsum, Nährstoffversorgung, KiGGS, EsKiMo


Peer-reviewed | Manuscript received: December 01, 2017 | Revision accepted: February 26, 2018

The nutrition survey EsKiMo II – design, execution and public health policy relevance
Abstract

Regular nutrition surveys are important for health policy measures. As part of the second wave of the “German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents” (KiGGS Wave 2; 2014–2017), the nutrition study – EsKiMo II – was once again conducted about ten years after the first “Eating Study as a KiGGS Module» (EsKiMo; 2006). In the period from June 2015 to September 2017, nutritional data were collected from 2,644 children and adolescents. Parents of children aged 6 to 11 years were instructed in how to keep a food record for a total of four days; nutrition interviews were conducted with 12- to 17-year-old adolescents using the modified diet history software known as DISHES. The results of EsKiMo II will provide actual data on the nutrition status of children and adolescents aged 6 to 17 years living in Germany, and will therefore offer an information basis for policy decisions.

Keywords: children and adolescents, food consumption, intake of nutrients, KiGGS, EsKiMo

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Artikelfakten

Veröffentlicht: 15.05.2018

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