Die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE im Medizinstudium
Eine ungünstige Ernährung zählt weltweit zu den Hauptrisikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Krebs [1]. In Deutschland lassen sich 14 % aller Todesfälle auf eine nicht gesundheitsfördernde Ernährung zurückführen [2]. Darüber hinaus basieren Ernährungsmuster, die Krankheitsrisiken erhöhen, häufig auch auf dem vermehrten Verzehr von Lebensmitteln, deren Produktion sich negativ auf die Gesundheit des Planeten auswirkt [3]. Eine Optimierung der Ernährung der Bevölkerung in Deutschland im Sinne der lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hätte das Potenzial, die Krankheitslast um bis zu 4,37 Mio. in Krankheit verbrachte oder durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre (engl.: <em>disability-adjusted life years</em>, DALYs) pro Jahr zu senken. Darüber hinaus wäre eine Reduktion der ernährungsassoziierten Treibhausgasemissionen um etwa 45 % und der Landnutzung um ca. 50 % möglich [4].