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Peer-Review-Verfahren Manuskript (Original) eingereicht: 30.11.2025; Überarbeitung angenommen:14.01.2026

Evaluation eines vorklinischen Culinary-Medicine-Wahlfachs

Einleitung Eine ungünstige Ernährung zählt weltweit zu den Hauptrisikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Krebs [1]. In Deutschland lassen sich 14 % aller Todesfälle auf eine nicht gesundheitsfördernde Ernährung zurückführen [2]. Darüber hinaus basieren Ernährungsmuster, die Krankheitsrisiken erhöhen, häufig auch auf dem vermehrten Verzehr von Lebensmitteln, deren Produktion sich negativ auf die Gesundheit des Planeten auswirkt [3]. Eine Optimierung der Ernährung der Bevölkerung in Deutschland im Sinne der lebensmittelbezogenen  Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hätte das Potenzial, die Krankheitslast um bis zu 4,37 Mio. in Krankheit verbrachte oder durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre (engl.: disability-adjusted life years, DALYs) pro Jahr zu senken. Darüber hinaus wäre eine Reduktion der ernährungsassoziierten Treibhausgasemissionen um etwa 45 % und der Landnutzung um ca. 50 % möglich [4]. Ärzt*innen stellen die erste Anlaufstelle der Bevölkerung in Gesundheitsfragen dar und könnten somit frühzeitig ernährungsmedizinische Präventions- und Therapiemaßnahmen für ihre Patient*innen einleiten. Allerdings wird der Einfluss von Ernährung auf zahlreiche Erkrankungsbilder weiterhin nur unzureichend im Medizinstudium adressiert [5]. In der Folge ist die ernährungsmedizinische Beratung durch Ärzt*innen in Deutschland defizitär [6]. Um diese Lücke in der medizinischen Ausbildung zu schließen und das große Potenzial der Ernährung für die Prävention zahlreicher Erkrankungen auszuschöpfen, wurde an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ein Culinary-Medicine (CM)-Wahlfach für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums entwickelt und pilotiert. ... Abstract Ein neues Culinary-Medicine-Wahlfach mit Fokus auf Prävention und planetare Gesundheit adressiert Defizite in den ernährungsmedizinischen Beratungskompetenzen zukünftiger Ärzt*innen. Um zu ermitteln, ob das neue Lehrangebot, das auf den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE basiert, dieses Ziel erfüllt, wurde eine Vorher-Nachher-Befragung mit 36 vorklinischen Medizinstudierenden durchgeführt und Unterschiede in den selbsteingeschätzten Beratungskompetenzen, Einstellungen zur interprofessionellen Zusammenarbeit, der ernährungsmedizinischen Weiterbildungsabsicht sowie der Beitrag der didaktischen Elemente zum Lernerfolg ermittelt. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Zuwachs in Beratungskompetenzen und Weiterbildungsabsicht. Die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Ernährungsfachkräften wurde vor und nach Kursteilnahme als sehr relevant eingestuft. Praktische didaktische Elemente waren relevanter für den Lernerfolg als primär theoretische. Die flächendeckende Integration des neuen Culinary-Medicine-Wahlfachs in das Medizinstudium kann dazu beitragen die ernährungsmedizinische Ausbildung zu verbessern und langfristig Präventions- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Peer reviewed Manuscript (original) submitted: 30 November 2025; revision accepted: 14 January 2026

The food-based dietary guidelines of the German Nutrition Society in medical education

Evaluation of a preclinical culinary medicine elective

Abstract A novel culinary medicine elective focused on prevention and planetary health addresses gaps in nutritional counseling competencies among future physicians. A pre-post survey was conducted among 36 preclinical medical students to determine whether the elective, which is based on the food-based dietary guidelines of the German Nutrition Society, fulfills this goal. The study assessed differences in self-reporting counseling competencies, attitudes toward interprofessional collaboration,intentions to pursue continuing education in nutritional medicine, and the contribution of the course’s didactic elements to learning outcomes. The results show a significant increase in counseling competencies and intentions to pursue continuing education. Interprofessional collaboration with nutrition professionals was rated as highly relevant both before and after course participation. Practical didactic elements were perceived as more relevant to learning outcomes than primarily theoretical ones. Widespread integration of the new culinary medicine elective into medical curricula may help improve education in nutritional medicine and achieve long-term prevention and sustainability goals. Full text PDF (free version) https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2026 auf den Seiten M220 bis M228.
Eine ungünstige Ernährung zählt weltweit zu den Hauptrisikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Krebs [1]. In Deutschland lassen sich 14 % aller Todesfälle auf eine nicht gesundheitsfördernde Ernährung zurückführen [2]. Darüber hinaus basieren Ernährungsmuster, die Krankheitsrisiken erhöhen, häufig auch auf dem vermehrten Verzehr von Lebensmitteln, deren Produktion sich negativ auf die Gesundheit des Planeten auswirkt [3]. Eine Optimierung der Ernährung der Bevölkerung in Deutschland im Sinne der lebensmittelbezogenen  Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hätte das Potenzial, die Krankheitslast um bis zu 4,37 Mio. in Krankheit verbrachte oder durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre (engl.: disability-adjusted life years, DALYs) pro Jahr zu senken. Darüber hinaus wäre eine Reduktion der ernährungsassoziierten Treibhausgasemissionen um etwa 45 % und der Landnutzung um ca. 50 % möglich [4].

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Peer-Review-Verfahren Manuskript (Original) eingereicht: 30.11.2025; Überarbeitung angenommen:14.01.2026

Evaluation eines vorklinischen Culinary-Medicine-Wahlfachs

Einleitung Eine ungünstige Ernährung zählt weltweit zu den Hauptrisikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Krebs [1]. In Deutschland lassen sich 14 % aller Todesfälle auf eine nicht gesundheitsfördernde Ernährung zurückführen [2]. Darüber hinaus basieren Ernährungsmuster, die Krankheitsrisiken erhöhen, häufig auch auf dem vermehrten Verzehr von Lebensmitteln, deren Produktion sich negativ auf die Gesundheit des Planeten auswirkt [3]. Eine Optimierung der Ernährung der Bevölkerung in Deutschland im Sinne der lebensmittelbezogenen  Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hätte das Potenzial, die Krankheitslast um bis zu 4,37 Mio. in Krankheit verbrachte oder durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre (engl.: disability-adjusted life years, DALYs) pro Jahr zu senken. Darüber hinaus wäre eine Reduktion der ernährungsassoziierten Treibhausgasemissionen um etwa 45 % und der Landnutzung um ca. 50 % möglich [4]. Ärzt*innen stellen die erste Anlaufstelle der Bevölkerung in Gesundheitsfragen dar und könnten somit frühzeitig ernährungsmedizinische Präventions- und Therapiemaßnahmen für ihre Patient*innen einleiten. Allerdings wird der Einfluss von Ernährung auf zahlreiche Erkrankungsbilder weiterhin nur unzureichend im Medizinstudium adressiert [5]. In der Folge ist die ernährungsmedizinische Beratung durch Ärzt*innen in Deutschland defizitär [6]. Um diese Lücke in der medizinischen Ausbildung zu schließen und das große Potenzial der Ernährung für die Prävention zahlreicher Erkrankungen auszuschöpfen, wurde an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ein Culinary-Medicine (CM)-Wahlfach für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums entwickelt und pilotiert. ... Abstract Ein neues Culinary-Medicine-Wahlfach mit Fokus auf Prävention und planetare Gesundheit adressiert Defizite in den ernährungsmedizinischen Beratungskompetenzen zukünftiger Ärzt*innen. Um zu ermitteln, ob das neue Lehrangebot, das auf den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE basiert, dieses Ziel erfüllt, wurde eine Vorher-Nachher-Befragung mit 36 vorklinischen Medizinstudierenden durchgeführt und Unterschiede in den selbsteingeschätzten Beratungskompetenzen, Einstellungen zur interprofessionellen Zusammenarbeit, der ernährungsmedizinischen Weiterbildungsabsicht sowie der Beitrag der didaktischen Elemente zum Lernerfolg ermittelt. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Zuwachs in Beratungskompetenzen und Weiterbildungsabsicht. Die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Ernährungsfachkräften wurde vor und nach Kursteilnahme als sehr relevant eingestuft. Praktische didaktische Elemente waren relevanter für den Lernerfolg als primär theoretische. Die flächendeckende Integration des neuen Culinary-Medicine-Wahlfachs in das Medizinstudium kann dazu beitragen die ernährungsmedizinische Ausbildung zu verbessern und langfristig Präventions- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Peer reviewed Manuscript (original) submitted: 30 November 2025; revision accepted: 14 January 2026

The food-based dietary guidelines of the German Nutrition Society in medical education

Evaluation of a preclinical culinary medicine elective

Abstract A novel culinary medicine elective focused on prevention and planetary health addresses gaps in nutritional counseling competencies among future physicians. A pre-post survey was conducted among 36 preclinical medical students to determine whether the elective, which is based on the food-based dietary guidelines of the German Nutrition Society, fulfills this goal. The study assessed differences in self-reporting counseling competencies, attitudes toward interprofessional collaboration,intentions to pursue continuing education in nutritional medicine, and the contribution of the course’s didactic elements to learning outcomes. The results show a significant increase in counseling competencies and intentions to pursue continuing education. Interprofessional collaboration with nutrition professionals was rated as highly relevant both before and after course participation. Practical didactic elements were perceived as more relevant to learning outcomes than primarily theoretical ones. Widespread integration of the new culinary medicine elective into medical curricula may help improve education in nutritional medicine and achieve long-term prevention and sustainability goals. Full text PDF (free version) https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2026 auf den Seiten M220 bis M228.

Die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE im Medizinstudium

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Peer-Review-Verfahren
Manuskript (Original) eingereicht: 30.11.2025; Überarbeitung angenommen:14.01.2026

Evaluation eines vorklinischen Culinary-Medicine-Wahlfachs

Einleitung

Eine ungünstige Ernährung zählt weltweit zu den Hauptrisikofaktoren für nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 und Krebs [1]. In Deutschland lassen sich 14 % aller Todesfälle auf eine nicht gesundheitsfördernde Ernährung zurückführen [2]. Darüber hinaus basieren Ernährungsmuster, die Krankheitsrisiken erhöhen, häufig auch auf dem vermehrten Verzehr von Lebensmitteln, deren Produktion sich negativ auf die Gesundheit des Planeten auswirkt [3]. Eine Optimierung der Ernährung der Bevölkerung in Deutschland im Sinne der lebensmittelbezogenen  Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) hätte das Potenzial, die Krankheitslast um bis zu 4,37 Mio. in Krankheit verbrachte oder durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre (engl.: disability-adjusted life years, DALYs) pro Jahr zu senken. Darüber hinaus wäre eine Reduktion der ernährungsassoziierten Treibhausgasemissionen um etwa 45 % und der Landnutzung um ca. 50 % möglich [4].

Ärzt*innen stellen die erste Anlaufstelle der Bevölkerung in Gesundheitsfragen dar und könnten somit frühzeitig ernährungsmedizinische Präventions- und Therapiemaßnahmen für ihre Patient*innen einleiten. Allerdings wird der Einfluss von Ernährung auf zahlreiche Erkrankungsbilder weiterhin nur unzureichend im Medizinstudium adressiert [5].

In der Folge ist die ernährungsmedizinische Beratung durch Ärzt*innen in Deutschland defizitär [6].

Um diese Lücke in der medizinischen Ausbildung zu schließen und das große Potenzial der Ernährung für die Prävention zahlreicher Erkrankungen auszuschöpfen, wurde an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ein Culinary-Medicine (CM)-Wahlfach für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums entwickelt und pilotiert. …

Abstract

Ein neues Culinary-Medicine-Wahlfach mit Fokus auf Prävention und planetare Gesundheit adressiert Defizite in den ernährungsmedizinischen Beratungskompetenzen zukünftiger Ärzt*innen. Um zu ermitteln, ob das neue Lehrangebot, das auf den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE basiert, dieses Ziel erfüllt, wurde eine Vorher-Nachher-Befragung mit 36 vorklinischen Medizinstudierenden durchgeführt und Unterschiede in den selbsteingeschätzten Beratungskompetenzen, Einstellungen zur interprofessionellen Zusammenarbeit, der ernährungsmedizinischen Weiterbildungsabsicht sowie der Beitrag der didaktischen Elemente zum Lernerfolg ermittelt. Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Zuwachs in Beratungskompetenzen und Weiterbildungsabsicht. Die interprofessionelle Zusammenarbeit mit Ernährungsfachkräften wurde vor und nach Kursteilnahme als sehr relevant eingestuft. Praktische didaktische Elemente waren relevanter für den Lernerfolg als primär theoretische. Die flächendeckende Integration des neuen Culinary-Medicine-Wahlfachs in das Medizinstudium kann dazu beitragen die ernährungsmedizinische Ausbildung zu verbessern und langfristig Präventions- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.



Peer reviewed

Manuscript (original) submitted: 30 November 2025; revision accepted: 14 January 2026

The food-based dietary guidelines of the German Nutrition Society in medical education

Evaluation of a preclinical culinary medicine elective

Abstract

A novel culinary medicine elective focused on prevention and planetary health addresses gaps in nutritional counseling competencies among future physicians. A pre-post survey was conducted among 36 preclinical medical students to determine whether the elective, which is based on the food-based dietary guidelines of the German Nutrition Society, fulfills this goal. The study assessed differences in self-reporting counseling competencies, attitudes toward interprofessional collaboration,intentions to pursue continuing education in nutritional medicine, and the contribution of the course’s didactic elements to learning outcomes. The results show a significant increase in counseling competencies and intentions to pursue continuing education. Interprofessional collaboration with nutrition professionals was rated as highly relevant both before and after course participation. Practical didactic elements were perceived as more relevant to learning outcomes than primarily theoretical ones. Widespread integration of the new culinary medicine elective into medical curricula may help improve education in nutritional medicine and achieve long-term prevention and sustainability goals.

Full text PDF (free version)

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 4/2026 auf den Seiten M220 bis M228.

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Rubriken: Peer Review | Special
Veröffentlicht: 15.04.2026

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