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Für eine gesundheitsfördernde Ernährung ist nicht nur die adäquate Zufuhr der einzelnen Nährstoffe entscheidend, auch der Verzehr bestimmter Lebensmittelgruppen sowie Ernährungsmuster haben einen Einfluss auf die Gesundheit [1, 2]. Das Ziel von lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen ist es, das komplexe biologisch orientierte Wissen über die Ernährung für den Verbraucher verständlich aufzubereiten und ihm bei der Auswahl von Lebensmitteln zu helfen (nach [3]). Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl und -menge sind praxisbezogen und für den Verbraucher viel leichter greifbar als Ernährungsempfehlungen auf Nährstoffebene [4]. Der Bedarf an praxisorientierten, lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen wurde auf einer internationalen Ernährungskonferenz im Jahr 1992 herausgestellt, woraufhin die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dann 1998 Richtlinien für die Erstellung und Einführung von lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen herausgaben [5].
Seitdem haben weltweit mehr als 100 Länder eigene lebensmittelbezogene Empfehlungen veröffentlicht [6]. Sie werden auf nationaler Ebene erstellt, um so die jeweils länderspezifische Ernährungssituation und Lebensmittelverfügbarkeit sowie z. B. Esskultur und sozioökonomische Faktoren berücksichtigen zu können. Dabei werden Aspekte der Nachhaltigkeit laut FAO nur in wenigen Ländern – darunter Deutschland – berücksichtigt1 [7]. Fachgesellschaften stehen bei der Entwicklung von lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen vor der Herausforderung, von komplexen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgehend leicht verständliche und alltagstaugliche Empfehlungen zu formulieren bzw. zu gestalten [8]. Die Empfehlungen können sowohl in Textform mit einfach verständlicher Sprache (z. B. die 10 Regeln der DGE für eine vollwertige Ernährung) als auch durch grafische Modelle (z. B. DGE-Ernährungskreis, Dreidimensionale DGE-Lebensmittelpyramide) vermittelt werden.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 08/16 von Seite M474-M481 und er ist hier als pdf verfügbar.
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