Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 12.06.2025; Überarbeitung angenommen: 22.08.2025 Potenziale und Grenzen Einleitung Der Klimawandel ist eines der entscheidenden Themen unserer Zeit [1]. Die weltweite Nahrungsmittelproduktion ist der größte Einzelverursacher für die Überschreitung der planetaren Grenzen [2]. Gleichzeitig leiden weltweit immer mehr Menschen an Übergewicht und den daraus resultierenden gesundheitlichen Problemen [3]. Diese stellen eine erhebliche finanzielle Belastung für die Gesundheitssysteme dar. In der Schweiz lagen die öffentlichen Gesundheitsausgaben durch zu hohen Body-Mass-Index (BMI) bei 5,9 Mrd. US-Dollar und in Deutschland bei 31,8 Mrd. US-Dollar [4]. Studien zeigen, dass Menschen mit einem niedrigeren Bildungsniveau sowie erwerbslose Menschen eher an Übergewicht leiden als Menschen mit einem hohen Bildungsniveau oder Erwerbstätige [5, 6]. So ist der Anteil von Menschen mit Adipositas bei Erwerbslosen 3,9 % höher als bei Erwerbstätigen. Eine nahegelegene Erklärung wäre, dass eine gesunde und nachhaltige Ernährung für einkommensschwache Haushalte nicht realisierbar ist [7]. Der vorliegende Beitrag befasst sich daher mit der Fragestellung, unter welchen Bedingungen eine nachhaltige und gesunde Ernährung für einkommensschwache Haushalte möglich ist. ... Abstract Die Umsetzung einer gesunden und nachhaltigen Ernährung wie der Planetary Health Diet (PHD) hat angesichts ökologischer und gesundheitlicher Herausforderungen zunehmende Relevanz. Gleichzeitig wird in der Gesellschaft sehr häufig die praktische Umsetzung v. a. für einkommensschwache Haushalte diskutiert. Der vorliegende Beitrag untersucht, ob eine Ernährung nach der PHD für von Armut betroffene Familien in Deutschland (Basis Bürgergeld) und der Schweiz (Basis Sozialhilfe) finanziell umsetzbar ist und welche weiteren Faktoren die Umsetzung beeinflussen. Hierzu wurde auf Basis eines Wochenplans aus dem Kochbuch Klimatopf eine Preiskalkulation erstellt und ergänzend ein Praxistest auf Alltagstauglichkeit durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die finanzielle Machbarkeit gegeben ist. Der zeitliche Aufwand in der Umsetzung ist jedoch ein großes Hindernis in der Umsetzung. Aspekte wie Ernährungskompetenz und Umsetzungswille wurden in der Studie nicht betrachtet, scheinen aber eine Relevanz zu haben.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2026 auf den Seiten M88 bis M93.
Der Klimawandel ist eines der entscheidenden Themen unserer Zeit [1]. Die weltweite Nahrungsmittelproduktion ist der größte Einzelverursacher für die Überschreitung der planetaren Grenzen [2]. Gleichzeitig leiden weltweit immer mehr Menschen an Übergewicht und den daraus resultierenden gesundheitlichen Problemen [3]. Diese stellen eine erhebliche finanzielle Belastung für die Gesundheitssysteme dar. In der Schweiz lagen die öffentlichen Gesundheitsausgaben durch zu hohen Body-Mass-Index (BMI) bei 5,9 Mrd. US-Dollar und in Deutschland bei 31,8 Mrd. US-Dollar [4].
Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 12.06.2025; Überarbeitung angenommen: 22.08.2025 Potenziale und Grenzen Einleitung Der Klimawandel ist eines der entscheidenden Themen unserer Zeit [1]. Die weltweite Nahrungsmittelproduktion ist der größte Einzelverursacher für die Überschreitung der planetaren Grenzen [2]. Gleichzeitig leiden weltweit immer mehr Menschen an Übergewicht und den daraus resultierenden gesundheitlichen Problemen [3]. Diese stellen eine erhebliche finanzielle Belastung für die Gesundheitssysteme dar. In der Schweiz lagen die öffentlichen Gesundheitsausgaben durch zu hohen Body-Mass-Index (BMI) bei 5,9 Mrd. US-Dollar und in Deutschland bei 31,8 Mrd. US-Dollar [4]. Studien zeigen, dass Menschen mit einem niedrigeren Bildungsniveau sowie erwerbslose Menschen eher an Übergewicht leiden als Menschen mit einem hohen Bildungsniveau oder Erwerbstätige [5, 6]. So ist der Anteil von Menschen mit Adipositas bei Erwerbslosen 3,9 % höher als bei Erwerbstätigen. Eine nahegelegene Erklärung wäre, dass eine gesunde und nachhaltige Ernährung für einkommensschwache Haushalte nicht realisierbar ist [7]. Der vorliegende Beitrag befasst sich daher mit der Fragestellung, unter welchen Bedingungen eine nachhaltige und gesunde Ernährung für einkommensschwache Haushalte möglich ist. ... Abstract Die Umsetzung einer gesunden und nachhaltigen Ernährung wie der Planetary Health Diet (PHD) hat angesichts ökologischer und gesundheitlicher Herausforderungen zunehmende Relevanz. Gleichzeitig wird in der Gesellschaft sehr häufig die praktische Umsetzung v. a. für einkommensschwache Haushalte diskutiert. Der vorliegende Beitrag untersucht, ob eine Ernährung nach der PHD für von Armut betroffene Familien in Deutschland (Basis Bürgergeld) und der Schweiz (Basis Sozialhilfe) finanziell umsetzbar ist und welche weiteren Faktoren die Umsetzung beeinflussen. Hierzu wurde auf Basis eines Wochenplans aus dem Kochbuch Klimatopf eine Preiskalkulation erstellt und ergänzend ein Praxistest auf Alltagstauglichkeit durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die finanzielle Machbarkeit gegeben ist. Der zeitliche Aufwand in der Umsetzung ist jedoch ein großes Hindernis in der Umsetzung. Aspekte wie Ernährungskompetenz und Umsetzungswille wurden in der Studie nicht betrachtet, scheinen aber eine Relevanz zu haben.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2026 auf den Seiten M88 bis M93.

Die Umsetzbarkeit der Planetary Health Diet im Alltag einkommensschwacher Haushalte

Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 12.06.2025; Überarbeitung angenommen: 22.08.2025

Potenziale und Grenzen

Einleitung

Der Klimawandel ist eines der entscheidenden Themen unserer Zeit [1]. Die weltweite Nahrungsmittelproduktion ist der größte Einzelverursacher für die Überschreitung der planetaren Grenzen [2]. Gleichzeitig leiden weltweit immer mehr Menschen an Übergewicht und den daraus resultierenden gesundheitlichen Problemen [3]. Diese stellen eine erhebliche finanzielle Belastung für die Gesundheitssysteme dar. In der Schweiz lagen die öffentlichen Gesundheitsausgaben durch zu hohen Body-Mass-Index (BMI) bei 5,9 Mrd. US-Dollar und in Deutschland bei 31,8 Mrd. US-Dollar [4].

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 03.03.2026

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