Ein Diskussionsbeitrag über Entwicklungen und Trends


Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien sind überall verfügbar. Die Auswirkungen der digitalen Transformation werden ganz allgemein „kurzfristig über- und langfristig eher unterschätzt“, so eine gängige Sicht auf das Thema Digitalisierung [1]. Die Aussage geht zurück auf Amara´s Law von Roy Amara (1925–2007).

Wie sieht die digitale Entwicklung im Bereich Ernährungsberatung aus? Wie kann Ernährungsberatung durch die Weiterentwicklung digitaler Kommunikationswege und Beratungskompetenzen die PatientInnenbedürfnisse noch gezielter erfüllen? Welche Auswirkungen hat dies potenziell auf den Berufsstand?

Das Special Digitale Ernährungsberatung1 soll einen Überblick geben bzgl. der digitalen Entwicklungen im Bereich der Ernährungsberatung und Vorteile, aber auch Grenzen der Digitalisierung aufzeigen.


Einleitung


Es liegt nahe, dass die klassische Ernährungsberatung gerade in und auch noch nach der Corona-Pandemie durch digitale Optionen ergänzt wird. Dadurch wird das Spektrum von Behandlungsansätzen für verschiedene Beratungssituationen deutlich erweitert. Das bietet Beratungssuchenden die Möglichkeit, Programme zu nutzen, die sich gut in das Alltagsgeschehen integrieren lassen und ihrem Wunsch nachkommen, eine Behandlung individueller, flexibler und damit auch digitaler zu gestalten. Es gibt viele Anbieter von Plattformen oder Apps aus der Pharma-, Fitness- und Nahrungsmittelindustrie, aber auch Krankenkassen sowie Datenkonzerne, z. B. Google, Apple oder Amazon, sind auf dem Markt aktiv.

Die Funktionen der digitalen Angebote sind sehr unterschiedlich. In der Regel findet keine direkte (physische) Interaktion zwischen KlientInnen und Fachkraft statt. Zur Bewertung und Evaluierung des Nutzens digitaler Services gibt es bisher kaum anerkannte und standardisierte Kriterien. Meist fehlt die Transparenz hinsichtlich der verwendeten wissenschaftlichen Quellen, der angewandten Methoden und der Datensicherheit.

In deutschen Arzt- und Ernährungsberatungspraxen oder Krankenhäusern wird sich in Bezug auf digitale Gesundheitsberatung zukünftig einiges verändern: Behandlungsprogramme, ganz oder in Teilen digitalisiert, mit Interaktion zwischen einer Fachkraft bzw. einem Fachkräfteteam und dem/der KlientIn, entwickeln den Markt. Ein großer Vorteil davon ist, dass der/die KlientIn auch in einer digitalen Anwendung mit der Fachkraft in Kontakt treten kann und die Direktberatung – durch das Wegfallen der Notwendigkeit eines physischen Termins – einfacher, flexibler und damit niederschwelliger wird.

_____________________

1 Dieser Beitrag basiert auf einem Vortrag an der 3. Tagung der ERNÄHRUNGS UMSCHAU in Frankfurt am Main vom 25. Oktober 2019, stellt also noch den Stand vor der Corona-Pandemie dar.

Den vollständigen Artikel können Sie hier kostenfrei lesen.



Lesen Sie zu diesem Thema auch (frei verfügbar): Professionelle digitale Ernährungsberatung von Monika Götz




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2020 von Seite M330 bis M336.




Ein Diskussionsbeitrag über Entwicklungen und Trends


Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien sind überall verfügbar. Die Auswirkungen der digitalen Transformation werden ganz allgemein „kurzfristig über- und langfristig eher unterschätzt“, so eine gängige Sicht auf das Thema Digitalisierung [1]. Die Aussage geht zurück auf Amara´s Law von Roy Amara (1925–2007).

Wie sieht die digitale Entwicklung im Bereich Ernährungsberatung aus? Wie kann Ernährungsberatung durch die Weiterentwicklung digitaler Kommunikationswege und Beratungskompetenzen die PatientInnenbedürfnisse noch gezielter erfüllen? Welche Auswirkungen hat dies potenziell auf den Berufsstand?

Das Special Digitale Ernährungsberatung1 soll einen Überblick geben bzgl. der digitalen Entwicklungen im Bereich der Ernährungsberatung und Vorteile, aber auch Grenzen der Digitalisierung aufzeigen.


Einleitung


Es liegt nahe, dass die klassische Ernährungsberatung gerade in und auch noch nach der Corona-Pandemie durch digitale Optionen ergänzt wird. Dadurch wird das Spektrum von Behandlungsansätzen für verschiedene Beratungssituationen deutlich erweitert. Das bietet Beratungssuchenden die Möglichkeit, Programme zu nutzen, die sich gut in das Alltagsgeschehen integrieren lassen und ihrem Wunsch nachkommen, eine Behandlung individueller, flexibler und damit auch digitaler zu gestalten. Es gibt viele Anbieter von Plattformen oder Apps aus der Pharma-, Fitness- und Nahrungsmittelindustrie, aber auch Krankenkassen sowie Datenkonzerne, z. B. Google, Apple oder Amazon, sind auf dem Markt aktiv.

Die Funktionen der digitalen Angebote sind sehr unterschiedlich. In der Regel findet keine direkte (physische) Interaktion zwischen KlientInnen und Fachkraft statt. Zur Bewertung und Evaluierung des Nutzens digitaler Services gibt es bisher kaum anerkannte und standardisierte Kriterien. Meist fehlt die Transparenz hinsichtlich der verwendeten wissenschaftlichen Quellen, der angewandten Methoden und der Datensicherheit.

In deutschen Arzt- und Ernährungsberatungspraxen oder Krankenhäusern wird sich in Bezug auf digitale Gesundheitsberatung zukünftig einiges verändern: Behandlungsprogramme, ganz oder in Teilen digitalisiert, mit Interaktion zwischen einer Fachkraft bzw. einem Fachkräfteteam und dem/der KlientIn, entwickeln den Markt. Ein großer Vorteil davon ist, dass der/die KlientIn auch in einer digitalen Anwendung mit der Fachkraft in Kontakt treten kann und die Direktberatung – durch das Wegfallen der Notwendigkeit eines physischen Termins – einfacher, flexibler und damit niederschwelliger wird.

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1 Dieser Beitrag basiert auf einem Vortrag an der 3. Tagung der ERNÄHRUNGS UMSCHAU in Frankfurt am Main vom 25. Oktober 2019, stellt also noch den Stand vor der Corona-Pandemie dar.

Den vollständigen Artikel können Sie hier kostenfrei lesen.



Lesen Sie zu diesem Thema auch (frei verfügbar): Professionelle digitale Ernährungsberatung von Monika Götz




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2020 von Seite M330 bis M336.


Digitale Ernährungsberatung

Ein Diskussionsbeitrag über Entwicklungen und Trends

Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien sind überall verfügbar. Die Auswirkungen der digitalen Transformation werden ganz allgemein „kurzfristig über- und langfristig eher unterschätzt“, so eine gängige Sicht auf das Thema Digitalisierung [1]. Die Aussage geht zurück auf Amara´s Law von Roy Amara (1925–2007).

Wie sieht die digitale Entwicklung im Bereich Ernährungsberatung aus? Wie kann Ernährungsberatung durch die Weiterentwicklung digitaler Kommunikationswege und Beratungskompetenzen die PatientInnenbedürfnisse noch gezielter erfüllen? Welche Auswirkungen hat dies potenziell auf den Berufsstand?

Das Special Digitale Ernährungsberatung1 soll einen Überblick geben bzgl. der digitalen Entwicklungen im Bereich der Ernährungsberatung und Vorteile, aber auch Grenzen der Digitalisierung aufzeigen.

Einleitung

Es liegt nahe, dass die klassische Ernährungsberatung gerade in und auch noch nach der Corona-Pandemie durch digitale Optionen ergänzt wird. Dadurch wird das Spektrum von Behandlungsansätzen für verschiedene Beratungssituationen deutlich erweitert. Das bietet Beratungssuchenden die Möglichkeit, Programme zu nutzen, die sich gut in das Alltagsgeschehen integrieren lassen und ihrem Wunsch nachkommen, eine Behandlung individueller, flexibler und damit auch digitaler zu gestalten. Es gibt viele Anbieter von Plattformen oder Apps aus der Pharma-, Fitness- und Nahrungsmittelindustrie, aber auch Krankenkassen sowie Datenkonzerne, z. B. Google, Apple oder Amazon, sind auf dem Markt aktiv.

Die Funktionen der digitalen Angebote sind sehr unterschiedlich. In der Regel findet keine direkte (physische) Interaktion zwischen KlientInnen und Fachkraft statt. Zur Bewertung und Evaluierung des Nutzens digitaler Services gibt es bisher kaum anerkannte und standardisierte Kriterien. Meist fehlt die Transparenz hinsichtlich der verwendeten wissenschaftlichen Quellen, der angewandten Methoden und der Datensicherheit.

In deutschen Arzt- und Ernährungsberatungspraxen oder Krankenhäusern wird sich in Bezug auf digitale Gesundheitsberatung zukünftig einiges verändern: Behandlungsprogramme, ganz oder in Teilen digitalisiert, mit Interaktion zwischen einer Fachkraft bzw. einem Fachkräfteteam und dem/der KlientIn, entwickeln den Markt. Ein großer Vorteil davon ist, dass der/die KlientIn auch in einer digitalen Anwendung mit der Fachkraft in Kontakt treten kann und die Direktberatung – durch das Wegfallen der Notwendigkeit eines physischen Termins – einfacher, flexibler und damit niederschwelliger wird.

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1 Dieser Beitrag basiert auf einem Vortrag an der 3. Tagung der ERNÄHRUNGS UMSCHAU in Frankfurt am Main vom 25. Oktober 2019, stellt also noch den Stand vor der Corona-Pandemie dar.

Den vollständigen Artikel können Sie hier kostenfrei lesen.

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Rubrik: Special
Veröffentlicht: 10.06.2020

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