Vergleich der Jodversorgung von Kindern mit Daten aus KiGGS & DEGS


Deutschland ist aufgrund seiner geografischen Lage prinzipiell ein Jodmangelgebiet. Die auf dem Freiwilligkeitsprinzip beruhende Jodsalzprophylaxe der letzten 20 Jahre, ebenso wie der regelmäßige Konsum von Milch und Milchprodukten in großen Teilen der Bevölkerung, haben maßgeblich zu einer überwiegend akzeptablen Jodversorgung in Deutschland beigetragen. Die Zunahme vegetarischer und darunter v. a. veganer Ernährungsformen, die oft auch mit einer Bevorzugung nichtjodierter Speisesalz-Varietäten einhergeht, stellt jedoch ein deutliches Risiko für die erneute Zunahme eines Jodmangels dar.


Methoden zur Erhebung des Jodstatus in bevölke­rungsbasierten Studien


Bisher gab es keine belastbaren Daten zur Prävalenz von Jod-mangel oder unzureichender Jod­versorgung in Deutschland. Häufig wurde in der Vergangenheit un­tersucht, welcher Prozentsatz einer Population mit den jeweils (z. B. in Ernährungserhebungen) ermittelten Jodzufuhrmengen den entsprechen­den Referenzwert für die tägliche Jod-zufuhr nicht erreicht. Oder es wur­den und werden Jodkonzentrationen in Spontanurinen gemessen und der Anteil an Urinproben kalkuliert, der unter dem von der Weltgesundheits­organisaion (WHO) vorgegebenen Grenzkriterium von 100 μg/L liegt, wobei ein Bereich von 100-199 μg/L als generell ausreichend angesehen wird. Beide Vorgehensweisen erlauben je­doch keine zuverlässige Aussage zur Häufigkeit oder zum Prozentanteil in der Bevölkerung mit tatsächlich inadäquater Nährstoffversorgung: So erfolgt die Beurteilung der Jod­versorgung einer Population ledig­lich durch einen Vergleich des er­mittelten Medians der Jod-Urinaus­scheidung mit dem von der WHO empfohlenen Referenzbereich von 100–200 μg/L. Die Empfehlungen für die tägliche Nährstoffzufuhr – etwa die D-A-CH-Referenzwerte – werden auf der Basis des experimen­tell ermittelten durchschnittlichen Bedarfs (estimated average require­ment, EAR) erstellt. Beim EAR ist der Bedarf von 50 % der Individuen an einem Nährstoff gedeckt.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 08/16 auf den Seiten M470 bis M473.




Vergleich der Jodversorgung von Kindern mit Daten aus KiGGS & DEGS


Deutschland ist aufgrund seiner geografischen Lage prinzipiell ein Jodmangelgebiet. Die auf dem Freiwilligkeitsprinzip beruhende Jodsalzprophylaxe der letzten 20 Jahre, ebenso wie der regelmäßige Konsum von Milch und Milchprodukten in großen Teilen der Bevölkerung, haben maßgeblich zu einer überwiegend akzeptablen Jodversorgung in Deutschland beigetragen. Die Zunahme vegetarischer und darunter v. a. veganer Ernährungsformen, die oft auch mit einer Bevorzugung nichtjodierter Speisesalz-Varietäten einhergeht, stellt jedoch ein deutliches Risiko für die erneute Zunahme eines Jodmangels dar.


Methoden zur Erhebung des Jodstatus in bevölke­rungsbasierten Studien


Bisher gab es keine belastbaren Daten zur Prävalenz von Jod-mangel oder unzureichender Jod­versorgung in Deutschland. Häufig wurde in der Vergangenheit un­tersucht, welcher Prozentsatz einer Population mit den jeweils (z. B. in Ernährungserhebungen) ermittelten Jodzufuhrmengen den entsprechen­den Referenzwert für die tägliche Jod-zufuhr nicht erreicht. Oder es wur­den und werden Jodkonzentrationen in Spontanurinen gemessen und der Anteil an Urinproben kalkuliert, der unter dem von der Weltgesundheits­organisaion (WHO) vorgegebenen Grenzkriterium von 100 μg/L liegt, wobei ein Bereich von 100-199 μg/L als generell ausreichend angesehen wird. Beide Vorgehensweisen erlauben je­doch keine zuverlässige Aussage zur Häufigkeit oder zum Prozentanteil in der Bevölkerung mit tatsächlich inadäquater Nährstoffversorgung: So erfolgt die Beurteilung der Jod­versorgung einer Population ledig­lich durch einen Vergleich des er­mittelten Medians der Jod-Urinaus­scheidung mit dem von der WHO empfohlenen Referenzbereich von 100–200 μg/L. Die Empfehlungen für die tägliche Nährstoffzufuhr – etwa die D-A-CH-Referenzwerte – werden auf der Basis des experimen­tell ermittelten durchschnittlichen Bedarfs (estimated average require­ment, EAR) erstellt. Beim EAR ist der Bedarf von 50 % der Individuen an einem Nährstoff gedeckt.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 08/16 auf den Seiten M470 bis M473.


DONALD – ein Sensor für die Jodversorgung in Deutschland

Vergleich der Jodversorgung von Kindern mit Daten aus KiGGS & DEGS
Deutschland ist aufgrund seiner geografischen Lage prinzipiell ein Jodmangelgebiet. Die auf dem Freiwilligkeitsprinzip beruhende Jodsalzprophylaxe der letzten 20 Jahre, ebenso wie der regelmäßige Konsum von Milch und Milchprodukten in großen Teilen der Bevölkerung, haben maßgeblich zu einer überwiegend akzeptablen Jodversorgung in Deutschland beigetragen. Die Zunahme vegetarischer und darunter v. a. veganer Ernährungsformen, die oft auch mit einer Bevorzugung nichtjodierter Speisesalz-Varietäten einhergeht, stellt jedoch ein deutliches Risiko für die erneute Zunahme eines Jodmangels dar.
Methoden zur Erhebung des Jodstatus in bevölke­rungsbasierten Studien

Bisher gab es keine belastbaren Daten zur Prävalenz von Jod-mangel oder unzureichender Jod­versorgung in Deutschland. Häufig wurde in der Vergangenheit un­tersucht, welcher Prozentsatz einer Population mit den jeweils (z. B. in Ernährungserhebungen) ermittelten Jodzufuhrmengen den entsprechen­den Referenzwert für die tägliche Jod-zufuhr nicht erreicht. Oder es wur­den und werden Jodkonzentrationen in Spontanurinen gemessen und der Anteil an Urinproben kalkuliert, der unter dem von der Weltgesundheits­organisaion (WHO) vorgegebenen Grenzkriterium von 100 μg/L liegt, wobei ein Bereich von 100-199 μg/L als generell ausreichend angesehen wird. Beide Vorgehensweisen erlauben je­doch keine zuverlässige Aussage zur Häufigkeit oder zum Prozentanteil in der Bevölkerung mit tatsächlich inadäquater Nährstoffversorgung: So erfolgt die Beurteilung der Jod­versorgung einer Population ledig­lich durch einen Vergleich des er­mittelten Medians der Jod-Urinaus­scheidung mit dem von der WHO empfohlenen Referenzbereich von 100–200 μg/L. Die Empfehlungen für die tägliche Nährstoffzufuhr – etwa die D-A-CH-Referenzwerte – werden auf der Basis des experimen­tell ermittelten durchschnittlichen Bedarfs (estimated average require­ment, EAR) erstellt. Beim EAR ist der Bedarf von 50 % der Individuen an einem Nährstoff gedeckt.


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 08/16 auf den Seiten M470 bis M473.

Artikelfakten

Rubrik: Im Fokus
Veröffentlicht: 12.08.2016

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