Ziel der Studie „DEBBI – Dysfunktionales Essverhalten und Essstörungen bei Diabetes Typ 1“ ist es, problematisches Essverhalten zu charakterisieren und Risiko- und Schutzfaktoren zu ermitteln. Dazu wird die Studie Erhebungen über einen längeren Zeitraum vornehmen, um Veränderungen im Lauf der Zeit zu erfassen. Die InitiatorInnen von DEBBI möchten damit die Versorgung von Menschen mit Typ-1-Diabetes langfristig verbessern und dazu beizutragen, Betroffene mit problematischem Essverhalten in Zukunft bestmöglich versorgen zu können.

Typ-1-DiabetikerInnen haben zwar keine Einschränkungen bei ihrer Nahrungsauswahl, müssen aber ihre Insulindosis stets auf die Mahlzeiten abstimmen. Das Thema Ernährung ist für sie deshalb allgegenwärtig. Ein Teil der Betroffenen leidet unter einem gestörten Essverhalten bis hin zu einer Essstörung, bspw. in Form einer gezielten Unterdosierung von Insulin oder einer selektiven Auswahl von Nahrungsmitteln.

„Betroffene von Diabetes Typ 1 verlieren aufgrund des Insulinmangels häufig an Gewicht, bevor die Diagnose feststeht. Wenn sie dann unter der Insulingabe wieder zunehmen bzw. zu ihrem Normalgewicht zurückkehren, ist das oft eine schwierige Situation“, sagt Lilli- Sophie Priesterroth, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Gesundheitspsychologie der JGU.

Für die vollständig anonyme Onlinestudie werden noch Teilnehmende gesucht – insbesondere Männer und auch Personen, die keine Probleme mit dem Essen haben. Sie erhalten eine Reihe von Fragebögen zur Beantwortung, u. a. zum Essverhalten und zum psychischen Wohlbefinden. Die Teilnahme dauert etwa 30 Minuten. Um Entwicklungen nachverfolgen zu können, werden die Teilnehmenden nach 6, 12 und 18 Monaten erneut per E-Mail um eine Teilnahme gebeten. Die Teilnahmevoraussetzungen sind Volljährigkeit und eine Diagnose Typ-1-Diabetes seit mindestens 12 Monaten.

Die Studie ist über  www.soscisurvey.de/debbi/ zu erreichen. Bei Fragen können sich Interessierte an lilli.priesterroth@uni-mainz.de  wenden.

Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Pressemeldung vom 26.10.2022




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2022 auf Seite M649.


Die Abteilung für Gesundheitspsychologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) führt eine Onlinestudie durch, die das Essverhalten bei Menschen mit Typ-1-Diabetes untersucht.


Ziel der Studie „DEBBI – Dysfunktionales Essverhalten und Essstörungen bei Diabetes Typ 1“ ist es, problematisches Essverhalten zu charakterisieren und Risiko- und Schutzfaktoren zu ermitteln. Dazu wird die Studie Erhebungen über einen längeren Zeitraum vornehmen, um Veränderungen im Lauf der Zeit zu erfassen. Die InitiatorInnen von DEBBI möchten damit die Versorgung von Menschen mit Typ-1-Diabetes langfristig verbessern und dazu beizutragen, Betroffene mit problematischem Essverhalten in Zukunft bestmöglich versorgen zu können.

Typ-1-DiabetikerInnen haben zwar keine Einschränkungen bei ihrer Nahrungsauswahl, müssen aber ihre Insulindosis stets auf die Mahlzeiten abstimmen. Das Thema Ernährung ist für sie deshalb allgegenwärtig. Ein Teil der Betroffenen leidet unter einem gestörten Essverhalten bis hin zu einer Essstörung, bspw. in Form einer gezielten Unterdosierung von Insulin oder einer selektiven Auswahl von Nahrungsmitteln.

„Betroffene von Diabetes Typ 1 verlieren aufgrund des Insulinmangels häufig an Gewicht, bevor die Diagnose feststeht. Wenn sie dann unter der Insulingabe wieder zunehmen bzw. zu ihrem Normalgewicht zurückkehren, ist das oft eine schwierige Situation“, sagt Lilli- Sophie Priesterroth, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Gesundheitspsychologie der JGU.

Für die vollständig anonyme Onlinestudie werden noch Teilnehmende gesucht – insbesondere Männer und auch Personen, die keine Probleme mit dem Essen haben. Sie erhalten eine Reihe von Fragebögen zur Beantwortung, u. a. zum Essverhalten und zum psychischen Wohlbefinden. Die Teilnahme dauert etwa 30 Minuten. Um Entwicklungen nachverfolgen zu können, werden die Teilnehmenden nach 6, 12 und 18 Monaten erneut per E-Mail um eine Teilnahme gebeten. Die Teilnahmevoraussetzungen sind Volljährigkeit und eine Diagnose Typ-1-Diabetes seit mindestens 12 Monaten.

Die Studie ist über  www.soscisurvey.de/debbi/ zu erreichen. Bei Fragen können sich Interessierte an lilli.priesterroth@uni-mainz.de  wenden.

Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Pressemeldung vom 26.10.2022




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2022 auf Seite M649.


Studienteilnehmende gesucht: Dysfunktionales Essverhalten und Essstörungen bei Diabetes Typ 1

Ziel der Studie „DEBBI – Dysfunktionales Essverhalten und Essstörungen bei Diabetes Typ 1“ ist es, problematisches Essverhalten zu charakterisieren und Risiko- und Schutzfaktoren zu ermitteln. Dazu wird die Studie Erhebungen über einen längeren Zeitraum vornehmen, um Veränderungen im Lauf der Zeit zu erfassen. Die InitiatorInnen von DEBBI möchten damit die Versorgung von Menschen mit Typ-1-Diabetes langfristig verbessern und dazu beizutragen, Betroffene mit problematischem Essverhalten in Zukunft bestmöglich versorgen zu können.

Typ-1-DiabetikerInnen haben zwar keine Einschränkungen bei ihrer Nahrungsauswahl, müssen aber ihre Insulindosis stets auf die Mahlzeiten abstimmen. Das Thema Ernährung ist für sie deshalb allgegenwärtig. Ein Teil der Betroffenen leidet unter einem gestörten Essverhalten bis hin zu einer Essstörung, bspw. in Form einer gezielten Unterdosierung von Insulin oder einer selektiven Auswahl von Nahrungsmitteln.

„Betroffene von Diabetes Typ 1 verlieren aufgrund des Insulinmangels häufig an Gewicht, bevor die Diagnose feststeht. Wenn sie dann unter der Insulingabe wieder zunehmen bzw. zu ihrem Normalgewicht zurückkehren, ist das oft eine schwierige Situation“, sagt Lilli- Sophie Priesterroth, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Gesundheitspsychologie der JGU.

Für die vollständig anonyme Onlinestudie werden noch Teilnehmende gesucht – insbesondere Männer und auch Personen, die keine Probleme mit dem Essen haben. Sie erhalten eine Reihe von Fragebögen zur Beantwortung, u. a. zum Essverhalten und zum psychischen Wohlbefinden. Die Teilnahme dauert etwa 30 Minuten. Um Entwicklungen nachverfolgen zu können, werden die Teilnehmenden nach 6, 12 und 18 Monaten erneut per E-Mail um eine Teilnahme gebeten. Die Teilnahmevoraussetzungen sind Volljährigkeit und eine Diagnose Typ-1-Diabetes seit mindestens 12 Monaten.

Die Studie ist über  www.soscisurvey.de/debbi/ zu erreichen. Bei Fragen können sich Interessierte an lilli.priesterroth@uni-mainz.de  wenden.

Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Pressemeldung vom 26.10.2022


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2022 auf Seite M649.
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Veröffentlicht: 14.12.2022

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