Dysphagie

Mehrere hundert Mal pro Tag läuft der Schluckvorgang eines Menschen störungsfrei ab und ist damit eine der häufigsten Aktivitäten des menschlichen Organismus. Er  ist automatisiert und wir müssen ihn, einmal ausgelöst, nicht willentlich ansteuern. Die Qualität des Schluckvorgangs wird von Tonus, Motorik und Sensorik des gesamten Körpers mit beeinflusst. Ein frühzeitiges Erkennen von dysphagischen Zeichen und ein professioneller Umgang mit Schluckstörungen ermöglichen den Betroffenen, ihre Lebensqualität weitgehend zu erhalten und lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern.

Ursachen, Folgen und ernährungstherapeutische Maßnahmen bei Schluckstörungen

Mehrere hundert Mal pro Tag läuft der Schluckvorgang eines Menschen störungsfrei ab und ist damit eine der häufigsten Aktivitäten des menschlichen Organismus. Er  ist automatisiert und wir müssen ihn, einmal ausgelöst, nicht willentlich ansteuern. Die Qualität des Schluckvorgangs wird von Tonus, Motorik und Sensorik des gesamten Körpers mit beeinflusst. Ein frühzeitiges Erkennen von dysphagischen Zeichen und ein professioneller Umgang mit Schluckstörungen ermöglichen den Betroffenen, ihre Lebensqualität weitgehend zu erhalten und lebensbedrohliche Komplikationen zu verhindern.

Einleitung/Definition

Unter dem Phänomen „Schlucken“ versteht man medizinisch-physiologisch den Abtransport des Mundinhaltes (z. B. von Speichel, Speisen und Getränken) über den Pharynx (Rachen) und den Ösophagus (Speiseröhre) in den Magen.
Die Aufnahme von Flüssigkeit, Nahrung und somit auch von lebensnotwendigen Nährstoffen durch das Schlucken findet bereits im frühen intrauterinen Entwicklungsstadium des menschlichen Organismus statt und bleibt auch extrauterin als weitestgehend reflexgesteuerter Ablauf erhalten. Es handelt sich um einen hochkomplexen Vorgang, der durch eine Vielzahl von peripheren (z. B. Muskeln und Muskelgruppen, Nervenbahnen, Schleimhäuten, Speicheldrüsen) und zentralen (Hirnnerven, Schaltstationen im Hirnstamm/Hirnnervenkerne, kortikale Strukturen) Strukturen gesteuert wird. Nur zu Beginn – in den ersten Schluckphasen (präorale Phase, orale Vorbereitungs- und Transportphase) – ist der Schluckablauf willkürlich steuerbar. Alles, was nach der Auslösung des Schluckreflexes geschieht, ist unserer willkürlichen Steuerung entzogen und läuft rein reflexgesteuert in Bruchteilen von Sekunden ab. …



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Veröffentlicht: 12.08.2026

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