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Mit der Übergabe des Ergebnisberichts ging am 3. September der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft seit Dezember 2001 durchgeführte Diskurs Grüne Gentechnik zu Ende. Sein Ziel war die Auseinandersetzung mit den wissenschafts- und technologiepolitischen Anschauungen auf diesem Gebiet.
Dazu diskutierten 30 gesellschaftliche Gruppen – Wissenschaftler, Experten der Land- und Ernährungswirtschaft, des Handels, der Kirchen, der Verbraucher- und Umweltschutzverbände, der Gewerkschaften – und Vertreter von fünf Bundesministerien über Möglichkeiten, Bedingungen, Nutzen und Gefahren sowie die Konsequenzen der Anwendung der Grünen Gentechnik. Ein Lenkungsausschuss, dem leider keine Wissenschaftler angehörten , steuerte den Diskurs. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.transgen.de/diskurs zugänglich.
Nach einer Auftaktveranstaltung, einer Anhörung zur Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung und einer Fachtagung wurden fünf Diskursrunden zu folgenden Themen durchgeführt: Erhalt der Biodiversität (Artenvielfalt); Innovationspotenzial und Zukunftsaussichten der Grünen Gentechnik; Nutzen und Risiken für Verbraucher und Produzenten; Voraussetzungen, Chancen und Konsequenzen eines Verzichtes auf die Grüne Gentechnik; Information, Beteiligung der Öffentlichkeit und Wahlfreiheit.
Zusammengefasst ergab die Debatte:
Die Reaktionen auf den Diskurs reichen von Enttäuschung darüber, dass keine weitergehende Annäherung erfolgt ist, bis zu einer gewissen Zufriedenheit über die klaren Erkenntnisse zur Situation in Deutschland und die kleinen Schritte der Annäherung. Letztendlich hängt die Zukunft der Grünen Gentechnik wesentlich von der Akzeptanz in der Bevölkerung ab, die bei einem Großteil der Verbraucher auch durch Desinteresse und Gewöhnung an das Unvermeidliche entstehen kann.
Langfristig verlässlicher aber wäre die Einsicht, dass die Grüne Gentechnik sinnvoll ist. Dazu müssen der Nutzen für den Einzelnen und die Allgemeinheit (Dritte Welt), die Wahlfreiheit durch Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit und nicht zuletzt die Sicherheit der Produkte gewährleistet sein.
Eine Koexistenz von Produktion und Vermarktung sollte darüber hinaus nicht zu einer wesentlichen Verteuerung der Lebensmittel führen. Da zukünftig möglicherweise drei Lebensmittelsegmente – aus biologischem Anbau, gentechnikfrei und gentechnisch verändert – angeboten werden, ist dies nicht unrealistisch. Es bleibt zu hoffen, dass der nun endlich in Gang gekommene Diskurs (s. Editorial in der März-Ausgabe) nach der Bundestagswahl fortgeführt wird.


Mit der Übergabe des Ergebnisberichts ging am 3. September der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft seit Dezember 2001 durchgeführte Diskurs Grüne Gentechnik zu Ende. Sein Ziel war die Auseinandersetzung mit den wissenschafts- und technologiepolitischen Anschauungen auf diesem Gebiet.
Dazu diskutierten 30 gesellschaftliche Gruppen – Wissenschaftler, Experten der Land- und Ernährungswirtschaft, des Handels, der Kirchen, der Verbraucher- und Umweltschutzverbände, der Gewerkschaften – und Vertreter von fünf Bundesministerien über Möglichkeiten, Bedingungen, Nutzen und Gefahren sowie die Konsequenzen der Anwendung der Grünen Gentechnik. Ein Lenkungsausschuss, dem leider keine Wissenschaftler angehörten , steuerte den Diskurs. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.transgen.de/diskurs zugänglich.
Nach einer Auftaktveranstaltung, einer Anhörung zur Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung und einer Fachtagung wurden fünf Diskursrunden zu folgenden Themen durchgeführt: Erhalt der Biodiversität (Artenvielfalt); Innovationspotenzial und Zukunftsaussichten der Grünen Gentechnik; Nutzen und Risiken für Verbraucher und Produzenten; Voraussetzungen, Chancen und Konsequenzen eines Verzichtes auf die Grüne Gentechnik; Information, Beteiligung der Öffentlichkeit und Wahlfreiheit.
Zusammengefasst ergab die Debatte:
Die Reaktionen auf den Diskurs reichen von Enttäuschung darüber, dass keine weitergehende Annäherung erfolgt ist, bis zu einer gewissen Zufriedenheit über die klaren Erkenntnisse zur Situation in Deutschland und die kleinen Schritte der Annäherung. Letztendlich hängt die Zukunft der Grünen Gentechnik wesentlich von der Akzeptanz in der Bevölkerung ab, die bei einem Großteil der Verbraucher auch durch Desinteresse und Gewöhnung an das Unvermeidliche entstehen kann.
Langfristig verlässlicher aber wäre die Einsicht, dass die Grüne Gentechnik sinnvoll ist. Dazu müssen der Nutzen für den Einzelnen und die Allgemeinheit (Dritte Welt), die Wahlfreiheit durch Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit und nicht zuletzt die Sicherheit der Produkte gewährleistet sein.
Eine Koexistenz von Produktion und Vermarktung sollte darüber hinaus nicht zu einer wesentlichen Verteuerung der Lebensmittel führen. Da zukünftig möglicherweise drei Lebensmittelsegmente – aus biologischem Anbau, gentechnikfrei und gentechnisch verändert – angeboten werden, ist dies nicht unrealistisch. Es bleibt zu hoffen, dass der nun endlich in Gang gekommene Diskurs (s. Editorial in der März-Ausgabe) nach der Bundestagswahl fortgeführt wird.
Helmut F. Erbersdobler, Kiel
Prof. Dr. Helmut Erbersdobler
Mit der Übergabe des Ergebnisberichts ging am 3. September der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft seit Dezember 2001 durchgeführte Diskurs Grüne Gentechnik zu Ende. Sein Ziel war die Auseinandersetzung mit den wissenschafts- und technologiepolitischen Anschauungen auf diesem Gebiet.
Dazu diskutierten 30 gesellschaftliche Gruppen – Wissenschaftler, Experten der Land- und Ernährungswirtschaft, des Handels, der Kirchen, der Verbraucher- und Umweltschutzverbände, der Gewerkschaften – und Vertreter von fünf Bundesministerien über Möglichkeiten, Bedingungen, Nutzen und Gefahren sowie die Konsequenzen der Anwendung der Grünen Gentechnik. Ein Lenkungsausschuss, dem leider keine Wissenschaftler angehörten , steuerte den Diskurs. Die Ergebnisse sind im Internet unter www.transgen.de/diskurs zugänglich.
Nach einer Auftaktveranstaltung, einer Anhörung zur Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung und einer Fachtagung wurden fünf Diskursrunden zu folgenden Themen durchgeführt: Erhalt der Biodiversität (Artenvielfalt); Innovationspotenzial und Zukunftsaussichten der Grünen Gentechnik; Nutzen und Risiken für Verbraucher und Produzenten; Voraussetzungen, Chancen und Konsequenzen eines Verzichtes auf die Grüne Gentechnik; Information, Beteiligung der Öffentlichkeit und Wahlfreiheit.
Zusammengefasst ergab die Debatte:
Die Reaktionen auf den Diskurs reichen von Enttäuschung darüber, dass keine weitergehende Annäherung erfolgt ist, bis zu einer gewissen Zufriedenheit über die klaren Erkenntnisse zur Situation in Deutschland und die kleinen Schritte der Annäherung. Letztendlich hängt die Zukunft der Grünen Gentechnik wesentlich von der Akzeptanz in der Bevölkerung ab, die bei einem Großteil der Verbraucher auch durch Desinteresse und Gewöhnung an das Unvermeidliche entstehen kann.
Langfristig verlässlicher aber wäre die Einsicht, dass die Grüne Gentechnik sinnvoll ist. Dazu müssen der Nutzen für den Einzelnen und die Allgemeinheit (Dritte Welt), die Wahlfreiheit durch Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit und nicht zuletzt die Sicherheit der Produkte gewährleistet sein.
Eine Koexistenz von Produktion und Vermarktung sollte darüber hinaus nicht zu einer wesentlichen Verteuerung der Lebensmittel führen. Da zukünftig möglicherweise drei Lebensmittelsegmente – aus biologischem Anbau, gentechnikfrei und gentechnisch verändert – angeboten werden, ist dies nicht unrealistisch. Es bleibt zu hoffen, dass der nun endlich in Gang gekommene Diskurs (s. Editorial in der März-Ausgabe) nach der Bundestagswahl fortgeführt wird.