Die globalen Herausforderungen des Klimawandels sind ohne eine kritische Reflexion unserer Ernährungsstile und unseres Ernährungsverhaltens sowie einer kritischen Betrachtung und Neuausrichtung der dominierenden globalen Ernährungssysteme nicht zu lösen. Von Koerber et al. zeigen in einem Übersichtsbeitrag (S. M80) die globalen Herausforderungen einer nachhaltigen Ernährung auf, erläutern die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sowie die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und weisen darauf hin, dass weltweit viele nationale lebensmittelbasierte Ernährungsrichtlinien (FBDGs) diese bisher nicht oder nur unzureichend integriert haben und in erster Linie auf gesundheitliche Aspekte ausgerichtet sind.

Zum Glück ist eine nachhaltige Ernährung gleichzeitig eine gesundheitsförderliche Ernährung: Dieses wichtige Argument könnte in der Ernährungsberatung und -aufklärung noch viel stärker genutzt werden. Auch wenn sich gelegentlich anhand von wissenschaftlichen Studien keine eindeutig negativen oder positiven Auswirkungen des Verzehrs bestimmter Lebensmittel oder Ernährungsweisen auf relevante gesundheitliche Endpunkte nachweisen lassen, kann die Einbeziehung ökologischer Aspekte vielleicht für die Gesamtbewertung ausschlaggebend sein, wie dies am Beispiel des Eierverzehrs für kardiovaskuläre Erkrankungen aufzeigt wird (S. M74).

Mit der Fußball- und Leichtathletik-Europameisterschaft sowie den Olympischen Spielen stehen einige hochkarätige Sportevents auf der Agenda. Ohne eine sportartspezifische Ernährung sind im Profisport Höchstleistungen kaum mehr zu erzielen. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Profifußballer am Vorabend eines Spiels bei ein oder zwei Maß Bier und einer üppigen Schweinshaxe auf das Spiel einstimmten. Die Arbeitsgruppe Sporternährung der DGE hat zu diesem Themenkomplex ein weiteres Positionspapier erarbeitet (S. M90). Bleibt zu hoffen, dass unsere SportlerInnen unsere Papiere rechtzeitig vor den Wettkämpfen lesen und sich auf die nachgewiesene, leistungs- und gesundheitsförderliche Wirkung einer schmackhaften, vollwertigen Ernährung verlassen und nicht den Einflüsterungen mancher BeraterInnen über vermeintlich leistungssteigernde Wirkungen gerade hipper Nahrungsergänzungsmittel erliegen.

Ihr Helmut Heseker




 

Dieses Editorial finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2020 auf Seite M65.


Große gesellschaftliche Themen mit entsprechend umfassender medialer Berichterstattung werden in diesem Jahr weiterhin das Klima und natürlich der Sport sein. Beide Themen haben – wenn auch auf ganz unterschiedlichen Ebenen – irgendwo auch mit unserem Thema „Ernährung“ zu tun.


Die globalen Herausforderungen des Klimawandels sind ohne eine kritische Reflexion unserer Ernährungsstile und unseres Ernährungsverhaltens sowie einer kritischen Betrachtung und Neuausrichtung der dominierenden globalen Ernährungssysteme nicht zu lösen. Von Koerber et al. zeigen in einem Übersichtsbeitrag (S. M80) die globalen Herausforderungen einer nachhaltigen Ernährung auf, erläutern die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sowie die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und weisen darauf hin, dass weltweit viele nationale lebensmittelbasierte Ernährungsrichtlinien (FBDGs) diese bisher nicht oder nur unzureichend integriert haben und in erster Linie auf gesundheitliche Aspekte ausgerichtet sind.

Zum Glück ist eine nachhaltige Ernährung gleichzeitig eine gesundheitsförderliche Ernährung: Dieses wichtige Argument könnte in der Ernährungsberatung und -aufklärung noch viel stärker genutzt werden. Auch wenn sich gelegentlich anhand von wissenschaftlichen Studien keine eindeutig negativen oder positiven Auswirkungen des Verzehrs bestimmter Lebensmittel oder Ernährungsweisen auf relevante gesundheitliche Endpunkte nachweisen lassen, kann die Einbeziehung ökologischer Aspekte vielleicht für die Gesamtbewertung ausschlaggebend sein, wie dies am Beispiel des Eierverzehrs für kardiovaskuläre Erkrankungen aufzeigt wird (S. M74).

Mit der Fußball- und Leichtathletik-Europameisterschaft sowie den Olympischen Spielen stehen einige hochkarätige Sportevents auf der Agenda. Ohne eine sportartspezifische Ernährung sind im Profisport Höchstleistungen kaum mehr zu erzielen. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Profifußballer am Vorabend eines Spiels bei ein oder zwei Maß Bier und einer üppigen Schweinshaxe auf das Spiel einstimmten. Die Arbeitsgruppe Sporternährung der DGE hat zu diesem Themenkomplex ein weiteres Positionspapier erarbeitet (S. M90). Bleibt zu hoffen, dass unsere SportlerInnen unsere Papiere rechtzeitig vor den Wettkämpfen lesen und sich auf die nachgewiesene, leistungs- und gesundheitsförderliche Wirkung einer schmackhaften, vollwertigen Ernährung verlassen und nicht den Einflüsterungen mancher BeraterInnen über vermeintlich leistungssteigernde Wirkungen gerade hipper Nahrungsergänzungsmittel erliegen.

Ihr Helmut Heseker




 

Dieses Editorial finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2020 auf Seite M65.


Editorial 2/2020: Ernährung und die großen Themen in 2020

Die globalen Herausforderungen des Klimawandels sind ohne eine kritische Reflexion unserer Ernährungsstile und unseres Ernährungsverhaltens sowie einer kritischen Betrachtung und Neuausrichtung der dominierenden globalen Ernährungssysteme nicht zu lösen. Von Koerber et al. zeigen in einem Übersichtsbeitrag (S. M80) die globalen Herausforderungen einer nachhaltigen Ernährung auf, erläutern die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sowie die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und weisen darauf hin, dass weltweit viele nationale lebensmittelbasierte Ernährungsrichtlinien (FBDGs) diese bisher nicht oder nur unzureichend integriert haben und in erster Linie auf gesundheitliche Aspekte ausgerichtet sind.

Zum Glück ist eine nachhaltige Ernährung gleichzeitig eine gesundheitsförderliche Ernährung: Dieses wichtige Argument könnte in der Ernährungsberatung und -aufklärung noch viel stärker genutzt werden. Auch wenn sich gelegentlich anhand von wissenschaftlichen Studien keine eindeutig negativen oder positiven Auswirkungen des Verzehrs bestimmter Lebensmittel oder Ernährungsweisen auf relevante gesundheitliche Endpunkte nachweisen lassen, kann die Einbeziehung ökologischer Aspekte vielleicht für die Gesamtbewertung ausschlaggebend sein, wie dies am Beispiel des Eierverzehrs für kardiovaskuläre Erkrankungen aufzeigt wird (S. M74).

Mit der Fußball- und Leichtathletik-Europameisterschaft sowie den Olympischen Spielen stehen einige hochkarätige Sportevents auf der Agenda. Ohne eine sportartspezifische Ernährung sind im Profisport Höchstleistungen kaum mehr zu erzielen. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Profifußballer am Vorabend eines Spiels bei ein oder zwei Maß Bier und einer üppigen Schweinshaxe auf das Spiel einstimmten. Die Arbeitsgruppe Sporternährung der DGE hat zu diesem Themenkomplex ein weiteres Positionspapier erarbeitet (S. M90). Bleibt zu hoffen, dass unsere SportlerInnen unsere Papiere rechtzeitig vor den Wettkämpfen lesen und sich auf die nachgewiesene, leistungs- und gesundheitsförderliche Wirkung einer schmackhaften, vollwertigen Ernährung verlassen und nicht den Einflüsterungen mancher BeraterInnen über vermeintlich leistungssteigernde Wirkungen gerade hipper Nahrungsergänzungsmittel erliegen.

Ihr Helmut Heseker


 

Dieses Editorial finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 2/2020 auf Seite M65.
Verschlagwortet mit: Ökologie, Klimawandel

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Artikelfakten

Rubrik: Editorial
Veröffentlicht: 13.02.2020

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