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Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 23.12.2016 | Angenommen: 08.03.2017

Eine deskriptive Analyse von adipösen Patienten im Verlauf des multidisziplinären Therapieprogramms DOC WEIGHT®

Einleitung


Adipositas ist eine chronische Krankheit, die mit einer Einschränkung der Lebensqualität sowie einem erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko einhergeht. Sie erfordert eine langfristig angelegte Therapie [1]. Die Prävalenz von Adipositas in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen [2] – eine Tendenz, die sich nicht nur in Deutschland zeigt, denn weltweit wird die Anzahl adipöser Menschen bis zum Jahr 2030 auf 1,12 Milliarden ansteigen [3].


Der BMI, auf welchem die Klassifikation von Übergewicht und Adipositas der Weltgesundheitsorganisation (WHO) basiert, ist als alleiniger Indikator zur Beurteilung der Ausprägung des Gesundheitszustands eines adipösen Menschen als nicht hinreichend anzusehen. Vielmehr ist eine ganzheitliche Betrachtung des physischen und psychischen Gesundheitszustands zur Beurteilung des Krankheitsbildes sowie zur Auswahl geeigneter Therapiemaßnahmen notwendig.

Abstract


Vor dem Hintergrund einer steigenden Prävalenz der Adipositas in Deutschland wurde das interdisziplinäre Therapieprogramm DOC WEIGHT® entwickelt. Das Ziel ist die langfristige Senkung eines bestehenden Übergewichts sowie Adipositas-assoziierter Folgeerkrankungen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Veränderungen im Verlauf des einjährigen Therapieprogramms mithilfe der Klassifizierung nach dem Edmonton Obesity Staging System (EOSS) im Hinblick auf Folgeerkrankungen, metabolische Parameter sowie die Einschränkung von Lebensqualität.

Hierfür wurden 141 Patienten retrospektiv mithilfe des EOSS zum Zeitpunkt der Eingangsuntersuchung (t0) sowie nach Absolvierung des Programms (t1) klassifiziert (Stufe 0: keine Risikofaktoren bis Stufe 4: Endstadium von Folgeerkrankungen). Zu t0 wurden 82,3 % der Patienten der Stufe 2 zugeordnet. Auch zum Untersuchungszeitpunkt t1 befand sich die Mehrheit der Patienten in Stufe 2 (n = 112; 79,4 %). Jedoch verringerte sich die Häufigkeit der Stufen 2 und 3 zu Gunsten der Stufen 0 und 1. Dabei konnten 26 Patienten zum Zeitpunkt t1 mindestens einer niedrigeren Stufe gegenüber dem Zeitpunkt t0 zugeordnet werden. Insgesamt fand eine durchschnittliche Stufenverbesserung von 0,16 statt. Bei der Betrachtung von vorliegender Komorbidität, eingenommenen Medikamenten sowie pathologischer Laborwerte innerhalb der jeweiligen Stufen zeigten sich ebenfalls mehrheitlich deutliche Verbesserungen.

Schlüsselwörter: Adipositas, Edmonton Obesity Staging System, Gesundheitsrisiko, Therapieprogramm, DOC WEIGHT®




Peer-reviewed | Manuscript received: December 23, 2016 | Revision accepted: March 8, 2017

Edmonton Obesity Staging System (EOSS)


A descriptive analysis of obese patients on the multimodal weight loss program DOC WEIGHT®

Abstract


The multimodal weight loss program DOC WEIGHT® was developed because of a rising prevalence of obesity in Germany. The objective of the program is to reduce the incidence of overweight and obesity-related diseases in the long term. This study examines the changes which occurred during the one-year program assisted by a classification according to the Edmonton Obesity Staging System (EOSS) as regards related to diseases, metabolic parameters and impairment in quality of life. To this end, 141 patients were retrospectively classified using the EOSS at the time of the initial examination (t0) and after completion of the program (t1) (stage 0: no risk factors to stage 4: end stage related diseases). At t0 82.3% of patients were assigned to stage 2. At the time of the final examination t1 most patients were also allocated to stage 2 (n = 112; 79.4%). However, the frequency of stages 2 and 3 decreased in favor of stages 0 and 1. 26 patients were assigned to a stage at least one lower at t1 compared to t0. There was an overall average stage improvement of 0.16. Significant improvements were also seen among the majority within each stage in terms of the presence of co-morbidities, medications taken and pathological lab results.

Keywords: obesity, Edmonton Obesity Staging System, health risk, weight loss program, DOC WEIGHT®

Full text PDF (free access)




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 6/17 von Seite M318 bis M323.




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Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 23.12.2016 | Angenommen: 08.03.2017

Eine deskriptive Analyse von adipösen Patienten im Verlauf des multidisziplinären Therapieprogramms DOC WEIGHT®

Einleitung


Adipositas ist eine chronische Krankheit, die mit einer Einschränkung der Lebensqualität sowie einem erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko einhergeht. Sie erfordert eine langfristig angelegte Therapie [1]. Die Prävalenz von Adipositas in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen [2] – eine Tendenz, die sich nicht nur in Deutschland zeigt, denn weltweit wird die Anzahl adipöser Menschen bis zum Jahr 2030 auf 1,12 Milliarden ansteigen [3].


Der BMI, auf welchem die Klassifikation von Übergewicht und Adipositas der Weltgesundheitsorganisation (WHO) basiert, ist als alleiniger Indikator zur Beurteilung der Ausprägung des Gesundheitszustands eines adipösen Menschen als nicht hinreichend anzusehen. Vielmehr ist eine ganzheitliche Betrachtung des physischen und psychischen Gesundheitszustands zur Beurteilung des Krankheitsbildes sowie zur Auswahl geeigneter Therapiemaßnahmen notwendig.

Abstract


Vor dem Hintergrund einer steigenden Prävalenz der Adipositas in Deutschland wurde das interdisziplinäre Therapieprogramm DOC WEIGHT® entwickelt. Das Ziel ist die langfristige Senkung eines bestehenden Übergewichts sowie Adipositas-assoziierter Folgeerkrankungen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Veränderungen im Verlauf des einjährigen Therapieprogramms mithilfe der Klassifizierung nach dem Edmonton Obesity Staging System (EOSS) im Hinblick auf Folgeerkrankungen, metabolische Parameter sowie die Einschränkung von Lebensqualität.

Hierfür wurden 141 Patienten retrospektiv mithilfe des EOSS zum Zeitpunkt der Eingangsuntersuchung (t0) sowie nach Absolvierung des Programms (t1) klassifiziert (Stufe 0: keine Risikofaktoren bis Stufe 4: Endstadium von Folgeerkrankungen). Zu t0 wurden 82,3 % der Patienten der Stufe 2 zugeordnet. Auch zum Untersuchungszeitpunkt t1 befand sich die Mehrheit der Patienten in Stufe 2 (n = 112; 79,4 %). Jedoch verringerte sich die Häufigkeit der Stufen 2 und 3 zu Gunsten der Stufen 0 und 1. Dabei konnten 26 Patienten zum Zeitpunkt t1 mindestens einer niedrigeren Stufe gegenüber dem Zeitpunkt t0 zugeordnet werden. Insgesamt fand eine durchschnittliche Stufenverbesserung von 0,16 statt. Bei der Betrachtung von vorliegender Komorbidität, eingenommenen Medikamenten sowie pathologischer Laborwerte innerhalb der jeweiligen Stufen zeigten sich ebenfalls mehrheitlich deutliche Verbesserungen.

Schlüsselwörter: Adipositas, Edmonton Obesity Staging System, Gesundheitsrisiko, Therapieprogramm, DOC WEIGHT®




Peer-reviewed | Manuscript received: December 23, 2016 | Revision accepted: March 8, 2017

Edmonton Obesity Staging System (EOSS)


A descriptive analysis of obese patients on the multimodal weight loss program DOC WEIGHT®

Abstract


The multimodal weight loss program DOC WEIGHT® was developed because of a rising prevalence of obesity in Germany. The objective of the program is to reduce the incidence of overweight and obesity-related diseases in the long term. This study examines the changes which occurred during the one-year program assisted by a classification according to the Edmonton Obesity Staging System (EOSS) as regards related to diseases, metabolic parameters and impairment in quality of life. To this end, 141 patients were retrospectively classified using the EOSS at the time of the initial examination (t0) and after completion of the program (t1) (stage 0: no risk factors to stage 4: end stage related diseases). At t0 82.3% of patients were assigned to stage 2. At the time of the final examination t1 most patients were also allocated to stage 2 (n = 112; 79.4%). However, the frequency of stages 2 and 3 decreased in favor of stages 0 and 1. 26 patients were assigned to a stage at least one lower at t1 compared to t0. There was an overall average stage improvement of 0.16. Significant improvements were also seen among the majority within each stage in terms of the presence of co-morbidities, medications taken and pathological lab results.

Keywords: obesity, Edmonton Obesity Staging System, health risk, weight loss program, DOC WEIGHT®

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 6/17 von Seite M318 bis M323.


Edmonton Obesity Staging System (EOSS)

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Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 23.12.2016 | Angenommen: 08.03.2017

Eine deskriptive Analyse von adipösen Patienten im Verlauf des multidisziplinären Therapieprogramms DOC WEIGHT®

Einleitung
Adipositas ist eine chronische Krankheit, die mit einer Einschränkung der Lebensqualität sowie einem erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko einhergeht. Sie erfordert eine langfristig angelegte Therapie [1]. Die Prävalenz von Adipositas in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen [2] – eine Tendenz, die sich nicht nur in Deutschland zeigt, denn weltweit wird die Anzahl adipöser Menschen bis zum Jahr 2030 auf 1,12 Milliarden ansteigen [3].

Der BMI, auf welchem die Klassifikation von Übergewicht und Adipositas der Weltgesundheitsorganisation (WHO) basiert, ist als alleiniger Indikator zur Beurteilung der Ausprägung des Gesundheitszustands eines adipösen Menschen als nicht hinreichend anzusehen. Vielmehr ist eine ganzheitliche Betrachtung des physischen und psychischen Gesundheitszustands zur Beurteilung des Krankheitsbildes sowie zur Auswahl geeigneter Therapiemaßnahmen notwendig.

Abstract

Vor dem Hintergrund einer steigenden Prävalenz der Adipositas in Deutschland wurde das interdisziplinäre Therapieprogramm DOC WEIGHT® entwickelt. Das Ziel ist die langfristige Senkung eines bestehenden Übergewichts sowie Adipositas-assoziierter Folgeerkrankungen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Veränderungen im Verlauf des einjährigen Therapieprogramms mithilfe der Klassifizierung nach dem Edmonton Obesity Staging System (EOSS) im Hinblick auf Folgeerkrankungen, metabolische Parameter sowie die Einschränkung von Lebensqualität.

Hierfür wurden 141 Patienten retrospektiv mithilfe des EOSS zum Zeitpunkt der Eingangsuntersuchung (t0) sowie nach Absolvierung des Programms (t1) klassifiziert (Stufe 0: keine Risikofaktoren bis Stufe 4: Endstadium von Folgeerkrankungen). Zu t0 wurden 82,3 % der Patienten der Stufe 2 zugeordnet. Auch zum Untersuchungszeitpunkt t1 befand sich die Mehrheit der Patienten in Stufe 2 (n = 112; 79,4 %). Jedoch verringerte sich die Häufigkeit der Stufen 2 und 3 zu Gunsten der Stufen 0 und 1. Dabei konnten 26 Patienten zum Zeitpunkt t1 mindestens einer niedrigeren Stufe gegenüber dem Zeitpunkt t0 zugeordnet werden. Insgesamt fand eine durchschnittliche Stufenverbesserung von 0,16 statt. Bei der Betrachtung von vorliegender Komorbidität, eingenommenen Medikamenten sowie pathologischer Laborwerte innerhalb der jeweiligen Stufen zeigten sich ebenfalls mehrheitlich deutliche Verbesserungen.

Schlüsselwörter: Adipositas, Edmonton Obesity Staging System, Gesundheitsrisiko, Therapieprogramm, DOC WEIGHT®


Peer-reviewed | Manuscript received: December 23, 2016 | Revision accepted: March 8, 2017

Edmonton Obesity Staging System (EOSS)

A descriptive analysis of obese patients on the multimodal weight loss program DOC WEIGHT®

Abstract

The multimodal weight loss program DOC WEIGHT® was developed because of a rising prevalence of obesity in Germany. The objective of the program is to reduce the incidence of overweight and obesity-related diseases in the long term. This study examines the changes which occurred during the one-year program assisted by a classification according to the Edmonton Obesity Staging System (EOSS) as regards related to diseases, metabolic parameters and impairment in quality of life. To this end, 141 patients were retrospectively classified using the EOSS at the time of the initial examination (t0) and after completion of the program (t1) (stage 0: no risk factors to stage 4: end stage related diseases). At t0 82.3% of patients were assigned to stage 2. At the time of the final examination t1 most patients were also allocated to stage 2 (n = 112; 79.4%). However, the frequency of stages 2 and 3 decreased in favor of stages 0 and 1. 26 patients were assigned to a stage at least one lower at t1 compared to t0. There was an overall average stage improvement of 0.16. Significant improvements were also seen among the majority within each stage in terms of the presence of co-morbidities, medications taken and pathological lab results.

Keywords: obesity, Edmonton Obesity Staging System, health risk, weight loss program, DOC WEIGHT®

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Veröffentlicht: 14.06.2017

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