Interview mit Stephanie Wunder, Senior Fellow des Ecologic Institute, Berlin


Das 1995 gegründete Ecologic Institute ist ein unabhängiger, wissenschaftlicher Think Tank für umweltpolitische Forschung und Analyse und beschäftigt mehr als 100 MitarbeiterInnen aus über 25 Ländern. Es bringt neue Erkenntnisse und Ideen in die Umweltpolitik ein. Seine Forschung zielt dabei auch auf die Integration von Umweltbelangen in andere Politikfelder. Ein besonderes Anliegen ist es darüber hinaus, die europäischen und internationalen Dimensionen in Forschung, Bildung und dem umweltpolitischen Diskurs zu stärken. Das Ecologic Institute ist in Berlin, Brüssel und Washington, D.C., präsent.

-> www.ecologic.eu/de/ 



Frau Wunder, der EAT-Lancet-Report hat sehr schnell nach seiner Publikation Befürworter und Gegner gleichermaßen auf den Plan gerufen. Es wird – vor allem in den sozialen Medien – mit allen Mitteln um „den medialen Sieg“ gerungen und scheinbar weniger nach Umsetzungsmöglichkeiten für die Vorschläge. Sind unsere politischen und gesellschaftlichen Systeme derzeit überhaupt fähig, solch weitreichende und alle Menschen betreffende Transformationen anzugehen?


Eine Transformation unserer Agrar- und Ernährungssysteme ist machbar. Die gesellschaftliche Bereitschaft dies auch anzugehen, steigt zunehmend, wie sich u. a. mit der Fridays For Future-Bewegung und dem breit unterstützten bayerischen Volksbegehren gegen das Bienensterben zeigt. Was hingegen viel zu oft fehlt, ist der politische Wille. Noch immer ist politisches Handeln dominiert von kurzfristigem Denken, geprägt von der Einflussnahme einiger weniger wirtschaftlicher Interessen und einer „Aufsplittung“ von Kompetenzen und Verantwortung in Ministerien, die den komplexen Herausforderungen einer Agrar- und Ernährungswende nicht gerecht wird. Vielmehr wird die Verantwortung gerne auf „die Verbraucher“ übertragen, die sich ja besser informieren und gezielter einkaufen können. Natürlich tragen wir alle auch für unser Handeln Verantwortung, aber ich frage mich: Welcher Kunde möchte sich eigentlich bewusst für Kinderarbeit auf Kaffeeplantagen, Antibiotikaresistenzen durch Massentierhaltung und Abholzung des Regenwaldes für den Futtermittelanbau entscheiden?




Das vollständige Interview können sie kostenfrei hier lesen und in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2019 von Seite M423 bis M424.



Interview mit Stephanie Wunder, Senior Fellow des Ecologic Institute, Berlin


Das 1995 gegründete Ecologic Institute ist ein unabhängiger, wissenschaftlicher Think Tank für umweltpolitische Forschung und Analyse und beschäftigt mehr als 100 MitarbeiterInnen aus über 25 Ländern. Es bringt neue Erkenntnisse und Ideen in die Umweltpolitik ein. Seine Forschung zielt dabei auch auf die Integration von Umweltbelangen in andere Politikfelder. Ein besonderes Anliegen ist es darüber hinaus, die europäischen und internationalen Dimensionen in Forschung, Bildung und dem umweltpolitischen Diskurs zu stärken. Das Ecologic Institute ist in Berlin, Brüssel und Washington, D.C., präsent.

-> www.ecologic.eu/de/ 



Frau Wunder, der EAT-Lancet-Report hat sehr schnell nach seiner Publikation Befürworter und Gegner gleichermaßen auf den Plan gerufen. Es wird – vor allem in den sozialen Medien – mit allen Mitteln um „den medialen Sieg“ gerungen und scheinbar weniger nach Umsetzungsmöglichkeiten für die Vorschläge. Sind unsere politischen und gesellschaftlichen Systeme derzeit überhaupt fähig, solch weitreichende und alle Menschen betreffende Transformationen anzugehen?


Eine Transformation unserer Agrar- und Ernährungssysteme ist machbar. Die gesellschaftliche Bereitschaft dies auch anzugehen, steigt zunehmend, wie sich u. a. mit der Fridays For Future-Bewegung und dem breit unterstützten bayerischen Volksbegehren gegen das Bienensterben zeigt. Was hingegen viel zu oft fehlt, ist der politische Wille. Noch immer ist politisches Handeln dominiert von kurzfristigem Denken, geprägt von der Einflussnahme einiger weniger wirtschaftlicher Interessen und einer „Aufsplittung“ von Kompetenzen und Verantwortung in Ministerien, die den komplexen Herausforderungen einer Agrar- und Ernährungswende nicht gerecht wird. Vielmehr wird die Verantwortung gerne auf „die Verbraucher“ übertragen, die sich ja besser informieren und gezielter einkaufen können. Natürlich tragen wir alle auch für unser Handeln Verantwortung, aber ich frage mich: Welcher Kunde möchte sich eigentlich bewusst für Kinderarbeit auf Kaffeeplantagen, Antibiotikaresistenzen durch Massentierhaltung und Abholzung des Regenwaldes für den Futtermittelanbau entscheiden?




Das vollständige Interview können sie kostenfrei hier lesen und in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2019 von Seite M423 bis M424.

Eine Transformation unserer Agrar- und Ernährungssysteme ist machbar!

Interview mit Stephanie Wunder, Senior Fellow des Ecologic Institute, Berlin

Das 1995 gegründete Ecologic Institute ist ein unabhängiger, wissenschaftlicher Think Tank für umweltpolitische Forschung und Analyse und beschäftigt mehr als 100 MitarbeiterInnen aus über 25 Ländern. Es bringt neue Erkenntnisse und Ideen in die Umweltpolitik ein. Seine Forschung zielt dabei auch auf die Integration von Umweltbelangen in andere Politikfelder. Ein besonderes Anliegen ist es darüber hinaus, die europäischen und internationalen Dimensionen in Forschung, Bildung und dem umweltpolitischen Diskurs zu stärken. Das Ecologic Institute ist in Berlin, Brüssel und Washington, D.C., präsent.

-> www.ecologic.eu/de/ 

Frau Wunder, der EAT-Lancet-Report hat sehr schnell nach seiner Publikation Befürworter und Gegner gleichermaßen auf den Plan gerufen. Es wird – vor allem in den sozialen Medien – mit allen Mitteln um „den medialen Sieg“ gerungen und scheinbar weniger nach Umsetzungsmöglichkeiten für die Vorschläge. Sind unsere politischen und gesellschaftlichen Systeme derzeit überhaupt fähig, solch weitreichende und alle Menschen betreffende Transformationen anzugehen?

Eine Transformation unserer Agrar- und Ernährungssysteme ist machbar. Die gesellschaftliche Bereitschaft dies auch anzugehen, steigt zunehmend, wie sich u. a. mit der Fridays For Future-Bewegung und dem breit unterstützten bayerischen Volksbegehren gegen das Bienensterben zeigt. Was hingegen viel zu oft fehlt, ist der politische Wille. Noch immer ist politisches Handeln dominiert von kurzfristigem Denken, geprägt von der Einflussnahme einiger weniger wirtschaftlicher Interessen und einer „Aufsplittung“ von Kompetenzen und Verantwortung in Ministerien, die den komplexen Herausforderungen einer Agrar- und Ernährungswende nicht gerecht wird. Vielmehr wird die Verantwortung gerne auf „die Verbraucher“ übertragen, die sich ja besser informieren und gezielter einkaufen können. Natürlich tragen wir alle auch für unser Handeln Verantwortung, aber ich frage mich: Welcher Kunde möchte sich eigentlich bewusst für Kinderarbeit auf Kaffeeplantagen, Antibiotikaresistenzen durch Massentierhaltung und Abholzung des Regenwaldes für den Futtermittelanbau entscheiden?


Das vollständige Interview können sie kostenfrei hier lesen und in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2019 von Seite M423 bis M424.

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Rubrik: Special
Veröffentlicht: 15.07.2019

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