Die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) hat kürzlich eine wissenschaftliche Literaturübersicht durchgeführt, um zu bewerten, wie bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe das Darmmikrobiom und damit die menschliche Gesundheit beeinflussen können [1]. Ziel der Überprüfung war es, die Quantität, Qualität und Zuverlässigkeit der aktuellen Erkenntnisse zu erfassen und zu bewerten, Forschungsgrenzen und Wissenslücken aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Mikrobiomdaten zur Verbesserung der Risikobewertungen für chemische Lebensmittel genutzt werden können.

Das Darmmikrobiom spielt eine Schlüsselrolle bei der Verdauung, der Immunfunktion und der allgemeinen Gesundheit. Wenn das Gleichgewicht dieser Mikroben gestört ist (Dysbiose) – z. B. durch Umwelteinflüsse wie die Ernährung – kann dies zu Problemen wie Fettleibigkeit, Diabetes mellitus und Entzündungen führen.

In der heutigen Ernährung gibt es viele verarbeitete Lebensmittel, und Zusatzstoffe sind ein großer Teil davon. Lebensmittelzusatzstoffe sind Substanzen, die Lebensmitteln zugesetzt werden, damit sie besser schmecken, länger haltbar sind oder ansprechender aussehen, z. B. Emulgatoren, Süßstoffe und Konservierungsstoffe. Einige dieser Zusatzstoffe können das Darmmikrobiom stören. So wurden bspw. bestimmte Emulgatoren und Süßstoffe in Tierversuchen mit einer verringerten Bakterienvielfalt und Entzündungen in Verbindung gebracht. Aus dem Bericht geht hervor, dass zwar nicht alle Zusatzstoffe schädlich sind, einige jedoch die Darmbakterien negativ beeinflussen können. Allerdings gibt es noch nicht genügend Forschungsergebnisse beim Menschen, sondern nur bei Tieren (z. B. bei keimfreien Mäusen). Es sind weitere Studien erforderlich, um zu verstehen, wie sich verschiedene Zusatzstoffe auf die Darmgesundheit auswirken. Der Bericht schließt mit einer Reihe von Empfehlungen, um die Integration der Mikrobiom-Wissenschaft in Risikobewertungssysteme zu lenken und zu verbessern.

Mit dieser Arbeit unterstützt die Abteilung für Agrarnahrungsmittelsysteme und Lebensmittelsicherheit die Aufgabe der FAO, die Lebensmittelsicherheit zu verbessern, indem sie eine solide wissenschaftliche Forschung fördert und die Modernisierung der Rahmenbedingungen für die Bewertung der Lebensmittelsicherheit vorantreibt.

Der FAO-Report


https://openknowledge.fao.org/server/api/core/bitstreams/54e3c4a1-e95b-4365-b9ae-f99a75436106/content

Literatur


1. Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO): State of research on the interactions between food additives, the gut microbiome and the host. A food safety perspective. Rome 2025.




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2025 auf Seite M402.










Die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) hat kürzlich eine wissenschaftliche Literaturübersicht durchgeführt, um zu bewerten, wie bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe das Darmmikrobiom und damit die menschliche Gesundheit beeinflussen können [1]. Ziel der Überprüfung war es, die Quantität, Qualität und Zuverlässigkeit der aktuellen Erkenntnisse zu erfassen und zu bewerten, Forschungsgrenzen und Wissenslücken aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Mikrobiomdaten zur Verbesserung der Risikobewertungen für chemische Lebensmittel genutzt werden können.

Das Darmmikrobiom spielt eine Schlüsselrolle bei der Verdauung, der Immunfunktion und der allgemeinen Gesundheit. Wenn das Gleichgewicht dieser Mikroben gestört ist (Dysbiose) – z. B. durch Umwelteinflüsse wie die Ernährung – kann dies zu Problemen wie Fettleibigkeit, Diabetes mellitus und Entzündungen führen.

In der heutigen Ernährung gibt es viele verarbeitete Lebensmittel, und Zusatzstoffe sind ein großer Teil davon. Lebensmittelzusatzstoffe sind Substanzen, die Lebensmitteln zugesetzt werden, damit sie besser schmecken, länger haltbar sind oder ansprechender aussehen, z. B. Emulgatoren, Süßstoffe und Konservierungsstoffe. Einige dieser Zusatzstoffe können das Darmmikrobiom stören. So wurden bspw. bestimmte Emulgatoren und Süßstoffe in Tierversuchen mit einer verringerten Bakterienvielfalt und Entzündungen in Verbindung gebracht. Aus dem Bericht geht hervor, dass zwar nicht alle Zusatzstoffe schädlich sind, einige jedoch die Darmbakterien negativ beeinflussen können. Allerdings gibt es noch nicht genügend Forschungsergebnisse beim Menschen, sondern nur bei Tieren (z. B. bei keimfreien Mäusen). Es sind weitere Studien erforderlich, um zu verstehen, wie sich verschiedene Zusatzstoffe auf die Darmgesundheit auswirken. Der Bericht schließt mit einer Reihe von Empfehlungen, um die Integration der Mikrobiom-Wissenschaft in Risikobewertungssysteme zu lenken und zu verbessern.

Mit dieser Arbeit unterstützt die Abteilung für Agrarnahrungsmittelsysteme und Lebensmittelsicherheit die Aufgabe der FAO, die Lebensmittelsicherheit zu verbessern, indem sie eine solide wissenschaftliche Forschung fördert und die Modernisierung der Rahmenbedingungen für die Bewertung der Lebensmittelsicherheit vorantreibt.

Der FAO-Report


https://openknowledge.fao.org/server/api/core/bitstreams/54e3c4a1-e95b-4365-b9ae-f99a75436106/content

Literatur


1. Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO): State of research on the interactions between food additives, the gut microbiome and the host. A food safety perspective. Rome 2025.




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2025 auf Seite M402.


FAO-Report: Einfluss von Lebensmittelzusatzstoffen auf das Darmmikrobiom und die menschliche Gesundheit

Die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) hat kürzlich eine wissenschaftliche Literaturübersicht durchgeführt, um zu bewerten, wie bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe das Darmmikrobiom und damit die menschliche Gesundheit beeinflussen können [1]. Ziel der Überprüfung war es, die Quantität, Qualität und Zuverlässigkeit der aktuellen Erkenntnisse zu erfassen und zu bewerten, Forschungsgrenzen und Wissenslücken aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Mikrobiomdaten zur Verbesserung der Risikobewertungen für chemische Lebensmittel genutzt werden können.

Das Darmmikrobiom spielt eine Schlüsselrolle bei der Verdauung, der Immunfunktion und der allgemeinen Gesundheit. Wenn das Gleichgewicht dieser Mikroben gestört ist (Dysbiose) – z. B. durch Umwelteinflüsse wie die Ernährung – kann dies zu Problemen wie Fettleibigkeit, Diabetes mellitus und Entzündungen führen.

In der heutigen Ernährung gibt es viele verarbeitete Lebensmittel, und Zusatzstoffe sind ein großer Teil davon. Lebensmittelzusatzstoffe sind Substanzen, die Lebensmitteln zugesetzt werden, damit sie besser schmecken, länger haltbar sind oder ansprechender aussehen, z. B. Emulgatoren, Süßstoffe und Konservierungsstoffe. Einige dieser Zusatzstoffe können das Darmmikrobiom stören. So wurden bspw. bestimmte Emulgatoren und Süßstoffe in Tierversuchen mit einer verringerten Bakterienvielfalt und Entzündungen in Verbindung gebracht. Aus dem Bericht geht hervor, dass zwar nicht alle Zusatzstoffe schädlich sind, einige jedoch die Darmbakterien negativ beeinflussen können. Allerdings gibt es noch nicht genügend Forschungsergebnisse beim Menschen, sondern nur bei Tieren (z. B. bei keimfreien Mäusen). Es sind weitere Studien erforderlich, um zu verstehen, wie sich verschiedene Zusatzstoffe auf die Darmgesundheit auswirken. Der Bericht schließt mit einer Reihe von Empfehlungen, um die Integration der Mikrobiom-Wissenschaft in Risikobewertungssysteme zu lenken und zu verbessern.

Mit dieser Arbeit unterstützt die Abteilung für Agrarnahrungsmittelsysteme und Lebensmittelsicherheit die Aufgabe der FAO, die Lebensmittelsicherheit zu verbessern, indem sie eine solide wissenschaftliche Forschung fördert und die Modernisierung der Rahmenbedingungen für die Bewertung der Lebensmittelsicherheit vorantreibt.

Der FAO-Report

https://openknowledge.fao.org/server/api/core/bitstreams/54e3c4a1-e95b-4365-b9ae-f99a75436106/content

Literatur

1. Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO): State of research on the interactions between food additives, the gut microbiome and the host. A food safety perspective. Rome 2025.


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2025 auf Seite M402.
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Veröffentlicht: 14.07.2025

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