free access to english version + references

Peer-Review-Verfahren Manuskript (Original) eingereicht: 19.06.2025; Überarbeitung angenommen: 15.01.2026

Eine Delphi-Expert*innenbefragung

Hintergrund

Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) und die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) gaben 2022 am Institut für Höhere Studien – Institute for Advanced Studies (IHS) eine Studie zum derzeitigen Stand der gastroenterologisch-hepatologischen Versorgung in Österreich in Auftrag. Darin zeigen Erkrankungen aus dem Bereich der Gastroenterologie und Hepatologie (GEH) eine hohe Prävalenz und Bedeutung für die Gesundheitsversorgung [1]. Laut Jahrbuch für Gesundheitsstatistik 2023 sind Erkrankungen im Bereich der GEH einerseits die häufigste Ursache für Krankenstände, andererseits machen sie 9,9 % der Akutaufenthalte in Krankenanstalten aus und zuletzt sind sie für 3,6 % aller 89760 Sterbefälle im Jahr 2023 verantwortlich [2]. In einer Online-Befragung von Diaetologie Austria 2022 zur „Berufsstatistik und Berufsfeldanalyse der Diaetologie in Österreich“ mit 427 berufstätigen Diaetolog*innen (28 %) belegt die GEH mit 64,2 % die zweite Stelle nach der Diabetologie mit 65,2 % als einen der Haupttätigkeitsbereiche in diesem Fachgebiet [3]. Dies entspricht dem Bild internationaler gastroenterologischer Fachgesellschaften, die in ihren Leitlinien auf die Dringlichkeit einer standardisierten diaetologischen Versorgung dieses Patient*innenklientels verweisen [4–10]. Als gesetzlich anerkannter Gesundheitsberuf in Österreich sind Diaetolog*innen im Rahmen der medizinischen Gesamttherapie für die ernährungsmedizinische Behandlung und Beratung zur Erhaltung, Förderung, Verbesserung und Wiederherstellung des Gesundheitszustands der Patient*innen verantwortlich [11]. Den fachlich-methodischen Rahmen bildet der standardisierte Diaetologische Prozess  mit fünf chronologisch aufbauenden Prozessschritten [12]. ...

Abstract

Der Artikel stellt den finalen Online-Konsensprozess zur Entwicklung eines umfassenden Core-Assessment-Sets für die Ernährungstherapie bei gastroenterologischen Erkrankungen auf Basis der ICF-Diätetik 2.0 dar. Als Konsensprozess wurde eine Zwei-Runden Delphi-Befragung unter Diaetolog*innen mit Tätigkeitsschwerpunkt in der Gastroenterologie und Hepatologie (GEH) sowie bei Zöliakie durchgeführt. Das Core-Assessment-Set umfasst für die GEH 139 und die Zöliakie 124 Kategorien. Nach Entfernung doppelt genannter Kategorien für GEH/Zöliakie inkludiert die Endversion 150 Kategorien, gegliedert nach den ICF-Komponenten Körperfunktionen und -strukturen (83), Aktivitäten (23), Partizipation (8), Umweltfaktoren (17) und Personbezogene Faktoren (19). Dieses erste Core-Assessment-Set für die Ernährungstherapie bei GEH/Zöliakie ist ein Tool für Diaetolog*innen, um ein standardisiertes Assessment durchzuführen. Durch systematisches Mapping auf die internationale Terminologie SNOMED CT® kann es künftig global eingesetzt werden.
Peer reviewed Manuscript (original) submitted: 19 June 2025; revision accepted: 15 January 2026

Development of a core-assessment set for nutrition therapy in gastroenterology and hepatology

A Delphi expert survey

Abstract

This article describes the final online consensus process for developing a comprehensive core-assessment set for nutrition therapy in gastroenterological diseases based on ICF-Dietetics 2.0. The consensus process consisted of a two-round Delphi survey of dietitians specializing in gastroenterology and hepatology (GEH diseases) and dietitians specializing in celiac disease. The core-assessment set comprises 139 categories for GEH diseases and 124 categories for celiac disease. After removing duplicate categories included in both GEH diseases and celiac disease, the final version includes 150 categories, organized according to the following ICF components: body functions and structures (83), activities (23), participation (8), environmental factors (17), and person-related factors (19). This first core-assessment set for nutrition therapy in GEH diseases/celiac disease is a tool that allows dietitians to conduct a standardized assessment. It could be used globally in the future through systematic mapping to the international terminology SNOMED CT®.

Full text PDF (free version) + references

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2026 auf den Seiten M516 bis M524.
Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) und die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) gaben 2022 am Institut für Höhere Studien – Institute for Advanced Studies (IHS) eine Studie zum derzeitigen Stand der gastroenterologisch-hepatologischen Versorgung in Österreich in Auftrag. Darin zeigen Erkrankungen aus dem Bereich der Gastroenterologie und Hepatologie (GEH) eine hohe Prävalenz und Bedeutung für die Gesundheitsversorgung [1]. Laut Jahrbuch für Gesundheitsstatistik 2023 sind Erkrankungen im Bereich der GEH einerseits die häufigste Ursache für Krankenstände, andererseits machen sie 9,9 % der Akutaufenthalte in Krankenanstalten aus und zuletzt sind sie für 3,6 % aller 89760 Sterbefälle im Jahr 2023 verantwortlich [2].

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Peer-Review-Verfahren Manuskript (Original) eingereicht: 19.06.2025; Überarbeitung angenommen: 15.01.2026

Eine Delphi-Expert*innenbefragung

Hintergrund

Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) und die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) gaben 2022 am Institut für Höhere Studien – Institute for Advanced Studies (IHS) eine Studie zum derzeitigen Stand der gastroenterologisch-hepatologischen Versorgung in Österreich in Auftrag. Darin zeigen Erkrankungen aus dem Bereich der Gastroenterologie und Hepatologie (GEH) eine hohe Prävalenz und Bedeutung für die Gesundheitsversorgung [1]. Laut Jahrbuch für Gesundheitsstatistik 2023 sind Erkrankungen im Bereich der GEH einerseits die häufigste Ursache für Krankenstände, andererseits machen sie 9,9 % der Akutaufenthalte in Krankenanstalten aus und zuletzt sind sie für 3,6 % aller 89760 Sterbefälle im Jahr 2023 verantwortlich [2]. In einer Online-Befragung von Diaetologie Austria 2022 zur „Berufsstatistik und Berufsfeldanalyse der Diaetologie in Österreich“ mit 427 berufstätigen Diaetolog*innen (28 %) belegt die GEH mit 64,2 % die zweite Stelle nach der Diabetologie mit 65,2 % als einen der Haupttätigkeitsbereiche in diesem Fachgebiet [3]. Dies entspricht dem Bild internationaler gastroenterologischer Fachgesellschaften, die in ihren Leitlinien auf die Dringlichkeit einer standardisierten diaetologischen Versorgung dieses Patient*innenklientels verweisen [4–10]. Als gesetzlich anerkannter Gesundheitsberuf in Österreich sind Diaetolog*innen im Rahmen der medizinischen Gesamttherapie für die ernährungsmedizinische Behandlung und Beratung zur Erhaltung, Förderung, Verbesserung und Wiederherstellung des Gesundheitszustands der Patient*innen verantwortlich [11]. Den fachlich-methodischen Rahmen bildet der standardisierte Diaetologische Prozess  mit fünf chronologisch aufbauenden Prozessschritten [12]. ...

Abstract

Der Artikel stellt den finalen Online-Konsensprozess zur Entwicklung eines umfassenden Core-Assessment-Sets für die Ernährungstherapie bei gastroenterologischen Erkrankungen auf Basis der ICF-Diätetik 2.0 dar. Als Konsensprozess wurde eine Zwei-Runden Delphi-Befragung unter Diaetolog*innen mit Tätigkeitsschwerpunkt in der Gastroenterologie und Hepatologie (GEH) sowie bei Zöliakie durchgeführt. Das Core-Assessment-Set umfasst für die GEH 139 und die Zöliakie 124 Kategorien. Nach Entfernung doppelt genannter Kategorien für GEH/Zöliakie inkludiert die Endversion 150 Kategorien, gegliedert nach den ICF-Komponenten Körperfunktionen und -strukturen (83), Aktivitäten (23), Partizipation (8), Umweltfaktoren (17) und Personbezogene Faktoren (19). Dieses erste Core-Assessment-Set für die Ernährungstherapie bei GEH/Zöliakie ist ein Tool für Diaetolog*innen, um ein standardisiertes Assessment durchzuführen. Durch systematisches Mapping auf die internationale Terminologie SNOMED CT® kann es künftig global eingesetzt werden.
Peer reviewed Manuscript (original) submitted: 19 June 2025; revision accepted: 15 January 2026

Development of a core-assessment set for nutrition therapy in gastroenterology and hepatology

A Delphi expert survey

Abstract

This article describes the final online consensus process for developing a comprehensive core-assessment set for nutrition therapy in gastroenterological diseases based on ICF-Dietetics 2.0. The consensus process consisted of a two-round Delphi survey of dietitians specializing in gastroenterology and hepatology (GEH diseases) and dietitians specializing in celiac disease. The core-assessment set comprises 139 categories for GEH diseases and 124 categories for celiac disease. After removing duplicate categories included in both GEH diseases and celiac disease, the final version includes 150 categories, organized according to the following ICF components: body functions and structures (83), activities (23), participation (8), environmental factors (17), and person-related factors (19). This first core-assessment set for nutrition therapy in GEH diseases/celiac disease is a tool that allows dietitians to conduct a standardized assessment. It could be used globally in the future through systematic mapping to the international terminology SNOMED CT®.

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2026 auf den Seiten M516 bis M524.

Entwicklung eines Core-Assessment-Sets für die Ernährungstherapie in der Gastroenterologie und Hepatologie

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Manuskript (Original) eingereicht: 19.06.2025; Überarbeitung angenommen: 15.01.2026

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Hintergrund

Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) und die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) gaben 2022 am Institut für Höhere Studien – Institute for Advanced Studies (IHS) eine Studie zum derzeitigen Stand der gastroenterologisch-hepatologischen Versorgung in Österreich in Auftrag. Darin zeigen Erkrankungen aus dem Bereich der Gastroenterologie und Hepatologie (GEH) eine hohe Prävalenz und Bedeutung für die Gesundheitsversorgung [1]. Laut Jahrbuch für Gesundheitsstatistik 2023 sind Erkrankungen im Bereich der GEH einerseits die häufigste Ursache für Krankenstände, andererseits machen sie 9,9 % der Akutaufenthalte in Krankenanstalten aus und zuletzt sind sie für 3,6 % aller 89760 Sterbefälle im Jahr 2023 verantwortlich [2].

In einer Online-Befragung von Diaetologie Austria 2022 zur „Berufsstatistik und Berufsfeldanalyse der Diaetologie in Österreich“ mit 427 berufstätigen Diaetolog*innen (28 %) belegt die GEH mit 64,2 % die zweite Stelle nach der Diabetologie mit 65,2 % als einen der Haupttätigkeitsbereiche in diesem Fachgebiet [3]. Dies entspricht dem Bild internationaler gastroenterologischer Fachgesellschaften, die in ihren Leitlinien auf die Dringlichkeit einer standardisierten diaetologischen Versorgung dieses Patient*innenklientels verweisen [4–10]. Als gesetzlich anerkannter Gesundheitsberuf in Österreich sind Diaetolog*innen im Rahmen der medizinischen Gesamttherapie für die ernährungsmedizinische Behandlung und Beratung zur Erhaltung, Förderung, Verbesserung und Wiederherstellung des Gesundheitszustands der Patient*innen verantwortlich [11]. Den fachlich-methodischen Rahmen bildet der standardisierte Diaetologische Prozess  mit fünf chronologisch aufbauenden Prozessschritten [12]. …

Abstract

Der Artikel stellt den finalen Online-Konsensprozess zur Entwicklung eines umfassenden Core-Assessment-Sets für die Ernährungstherapie bei gastroenterologischen Erkrankungen auf Basis der ICF-Diätetik 2.0 dar. Als Konsensprozess wurde eine Zwei-Runden Delphi-Befragung unter Diaetolog*innen mit Tätigkeitsschwerpunkt in der Gastroenterologie und Hepatologie (GEH) sowie bei Zöliakie durchgeführt.
Das Core-Assessment-Set umfasst für die GEH 139 und die Zöliakie 124 Kategorien. Nach Entfernung doppelt genannter Kategorien für GEH/Zöliakie inkludiert die Endversion 150 Kategorien, gegliedert nach den ICF-Komponenten Körperfunktionen und -strukturen (83), Aktivitäten (23), Partizipation (8), Umweltfaktoren (17) und Personbezogene Faktoren (19).
Dieses erste Core-Assessment-Set für die Ernährungstherapie bei GEH/Zöliakie ist ein Tool für Diaetolog*innen, um ein standardisiertes Assessment durchzuführen. Durch systematisches Mapping auf die internationale Terminologie SNOMED CT® kann es künftig global eingesetzt werden.



Peer reviewed

Manuscript (original) submitted: 19 June 2025; revision accepted: 15 January 2026

Development of a core-assessment set for nutrition therapy in gastroenterology and hepatology

A Delphi expert survey

Abstract

This article describes the final online consensus process for developing a comprehensive core-assessment set for nutrition therapy in gastroenterological diseases based on ICF-Dietetics 2.0. The consensus process consisted of a two-round Delphi survey of dietitians specializing in gastroenterology and hepatology (GEH diseases) and dietitians specializing in celiac disease.
The core-assessment set comprises 139 categories for GEH diseases and 124 categories for celiac disease. After removing duplicate categories included in both GEH diseases and celiac disease, the final version includes 150 categories, organized according to the following ICF components: body functions and structures (83), activities (23), participation (8), environmental
factors (17), and person-related factors (19).
This first core-assessment set for nutrition therapy in GEH diseases/celiac disease is a tool that allows dietitians to conduct a standardized assessment. It could be used globally in the future through systematic mapping to the international terminology SNOMED CT®.

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 9/2026 auf den Seiten M516 bis M524.

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 15.09.2026

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