Anhand von gepoolten Daten aus 1 698 bevölkerungsbasierten Studien mit über 19,2 Mio. erwachsenen Studienteilnehmern hat die NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC) Trends im Body-Mass-Index (BMI, kg/m2) von Erwachsenen in 200 Ländern geschätzt [1].

Die herangezogenen Studien hatten Größe und Gewicht von erwachsenen Studienteilnehmern gemessen. Anhand dieser anthropometrischen Daten errechneten die Wissenschaftler Trends im BMI von 1975 bis 2014 nach Geschlecht und Region mit Fokus auf dem mittleren BMI-Wert und auf der Verteilung über BMI-Klassen, angefangen bei < 18,5 für Untergewicht bis ≥ 40 für krankhafte Adipositas. Anhand dieser Trendwerte errechneten NCDRisC zudem die Wahrscheinlichkeit, bis 2025 weltweit die steigende Adipositasprävalenz eindämmen zu können.

Der altersstandardisierte mittlere BMI ist den Studienergebnissen zufolge global angestiegen: bei Männern von 21,7 im Jahr 1975 auf 24,2 im Jahr 2014; bei Frauen von 22,1 auf 24,4. Die Extremwerte rangierten bei Männern zwischen 21,4 in Zentralafrika und Südasien bis 29,2 in Polynesien und Mikronesien. Bei Frauen lag der niedrigste mittlere BMI mit 21,8 in Südasien, der höchste mittlere BMI mit 32,2 wie bei den Männern in Polynesien und Mikronesien. Über die vier einbezogenen Jahrzehnte verringerte sich die altersstandardisierte globale Prävalenz von Untergewicht bei Männern von 13,8 % auf 8,8 % und von 14,6 % auf 9,7 % bei Frauen. Südasien hatte im Jahr 2014 noch die höchste Prävalenz von Untergewicht mit 23,4 % bei Männern und 24,0 % bei Frauen. Die altersstandardisierte Prävalenz von Adipositas bei Männern erhöhte sich in den vier Dekaden im Gegenzug von 3,2 % im Jahr 1975 auf 10,8 % im Jahr 2014; bei Frauen stieg Adipositas von 6,4 % (1975) auf 14,9 % (2014).

Die Wissenschaftler von NCDRisC folgern, dass die Wahrscheinlichkeit, bis zum Jahr 2025 die global steigende Adipositasprävalenz zu verlangsamen oder zu stoppen, bei nahezu Null liegt. Vielmehr wird die Prävalenz ihren Schätzungen zufolge bis 2025 im Durchschnitt sogar weiter steigen: auf 18 % bei Männern und 21 % bei Frauen. Nichtsdestotrotz wird Unterernährung in den armen Regionen der Welt, vornehmlich in Südasien, weiterhin bestehen bleiben.

Literatur: 1. NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC) (2016) Trends in adult body-mass index in 200 countries from 1975 to 2014: a pooled analysis of 1698 population- based measurement studies with 19.2 million participants. Lancet 387: 1377–1396




Den Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 05/16 auf Seite M261.




Anhand von gepoolten Daten aus 1 698 bevölkerungsbasierten Studien mit über 19,2 Mio. erwachsenen Studienteilnehmern hat die NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC) Trends im Body-Mass-Index (BMI, kg/m2) von Erwachsenen in 200 Ländern geschätzt [1].

Die herangezogenen Studien hatten Größe und Gewicht von erwachsenen Studienteilnehmern gemessen. Anhand dieser anthropometrischen Daten errechneten die Wissenschaftler Trends im BMI von 1975 bis 2014 nach Geschlecht und Region mit Fokus auf dem mittleren BMI-Wert und auf der Verteilung über BMI-Klassen, angefangen bei < 18,5 für Untergewicht bis ≥ 40 für krankhafte Adipositas. Anhand dieser Trendwerte errechneten NCDRisC zudem die Wahrscheinlichkeit, bis 2025 weltweit die steigende Adipositasprävalenz eindämmen zu können.

Der altersstandardisierte mittlere BMI ist den Studienergebnissen zufolge global angestiegen: bei Männern von 21,7 im Jahr 1975 auf 24,2 im Jahr 2014; bei Frauen von 22,1 auf 24,4. Die Extremwerte rangierten bei Männern zwischen 21,4 in Zentralafrika und Südasien bis 29,2 in Polynesien und Mikronesien. Bei Frauen lag der niedrigste mittlere BMI mit 21,8 in Südasien, der höchste mittlere BMI mit 32,2 wie bei den Männern in Polynesien und Mikronesien. Über die vier einbezogenen Jahrzehnte verringerte sich die altersstandardisierte globale Prävalenz von Untergewicht bei Männern von 13,8 % auf 8,8 % und von 14,6 % auf 9,7 % bei Frauen. Südasien hatte im Jahr 2014 noch die höchste Prävalenz von Untergewicht mit 23,4 % bei Männern und 24,0 % bei Frauen. Die altersstandardisierte Prävalenz von Adipositas bei Männern erhöhte sich in den vier Dekaden im Gegenzug von 3,2 % im Jahr 1975 auf 10,8 % im Jahr 2014; bei Frauen stieg Adipositas von 6,4 % (1975) auf 14,9 % (2014).

Die Wissenschaftler von NCDRisC folgern, dass die Wahrscheinlichkeit, bis zum Jahr 2025 die global steigende Adipositasprävalenz zu verlangsamen oder zu stoppen, bei nahezu Null liegt. Vielmehr wird die Prävalenz ihren Schätzungen zufolge bis 2025 im Durchschnitt sogar weiter steigen: auf 18 % bei Männern und 21 % bei Frauen. Nichtsdestotrotz wird Unterernährung in den armen Regionen der Welt, vornehmlich in Südasien, weiterhin bestehen bleiben.

Literatur: 1. NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC) (2016) Trends in adult body-mass index in 200 countries from 1975 to 2014: a pooled analysis of 1698 population- based measurement studies with 19.2 million participants. Lancet 387: 1377–1396




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Epidemiologie: Trends im BMI von Erwachsenen in 200 Ländern (1975–2014)

Anhand von gepoolten Daten aus 1 698 bevölkerungsbasierten Studien mit über 19,2 Mio. erwachsenen Studienteilnehmern hat die NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC) Trends im Body-Mass-Index (BMI, kg/m2) von Erwachsenen in 200 Ländern geschätzt [1].

Die herangezogenen Studien hatten Größe und Gewicht von erwachsenen Studienteilnehmern gemessen. Anhand dieser anthropometrischen Daten errechneten die Wissenschaftler Trends im BMI von 1975 bis 2014 nach Geschlecht und Region mit Fokus auf dem mittleren BMI-Wert und auf der Verteilung über BMI-Klassen, angefangen bei < 18,5 für Untergewicht bis ≥ 40 für krankhafte Adipositas. Anhand dieser Trendwerte errechneten NCDRisC zudem die Wahrscheinlichkeit, bis 2025 weltweit die steigende Adipositasprävalenz eindämmen zu können.

Der altersstandardisierte mittlere BMI ist den Studienergebnissen zufolge global angestiegen: bei Männern von 21,7 im Jahr 1975 auf 24,2 im Jahr 2014; bei Frauen von 22,1 auf 24,4. Die Extremwerte rangierten bei Männern zwischen 21,4 in Zentralafrika und Südasien bis 29,2 in Polynesien und Mikronesien. Bei Frauen lag der niedrigste mittlere BMI mit 21,8 in Südasien, der höchste mittlere BMI mit 32,2 wie bei den Männern in Polynesien und Mikronesien. Über die vier einbezogenen Jahrzehnte verringerte sich die altersstandardisierte globale Prävalenz von Untergewicht bei Männern von 13,8 % auf 8,8 % und von 14,6 % auf 9,7 % bei Frauen. Südasien hatte im Jahr 2014 noch die höchste Prävalenz von Untergewicht mit 23,4 % bei Männern und 24,0 % bei Frauen. Die altersstandardisierte Prävalenz von Adipositas bei Männern erhöhte sich in den vier Dekaden im Gegenzug von 3,2 % im Jahr 1975 auf 10,8 % im Jahr 2014; bei Frauen stieg Adipositas von 6,4 % (1975) auf 14,9 % (2014).

Die Wissenschaftler von NCDRisC folgern, dass die Wahrscheinlichkeit, bis zum Jahr 2025 die global steigende Adipositasprävalenz zu verlangsamen oder zu stoppen, bei nahezu Null liegt. Vielmehr wird die Prävalenz ihren Schätzungen zufolge bis 2025 im Durchschnitt sogar weiter steigen: auf 18 % bei Männern und 21 % bei Frauen. Nichtsdestotrotz wird Unterernährung in den armen Regionen der Welt, vornehmlich in Südasien, weiterhin bestehen bleiben.

Literatur: 1. NCD Risk Factor Collaboration (NCD-RisC) (2016) Trends in adult body-mass index in 200 countries from 1975 to 2014: a pooled analysis of 1698 population- based measurement studies with 19.2 million participants. Lancet 387: 1377–1396


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Veröffentlicht: 13.05.2016

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