Einer neuen gemeinsamen Studie der City University London und der LSE (London School of Economics) zufolge ist der Lebensstil der Eltern in höherem Maße für das Übergewicht ihrer Kinder verantwortlich als die Genetik [1]. Dieses Ergebnis fordert die Gesundheitspolitik dazu auf, Eltern zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren und die kulturellen Faktoren für die Übertragung dieses Krankheitsbildes stärker in den Vordergrund zu rücken.


Das Forscherteam hatte leibliche und adoptierte Kinder mit deren Eltern verglichen. Wenn beide Adoptiveltern übergewichtig waren, war die Übergewichtswahrscheinlichkeit bei den adoptierten Kindern um 21 % höher als bei nicht übergewichtigen Adoptiveltern. Bei Kindern, deren biologische Eltern beide übergewichtig waren, war es um 27 % wahrscheinlicher, auch übergewichtig zu sein – nur 6 % mehr als bei adoptierten Kindern. Dies zeige den relativ kleinen Einfluss der Genetik auf.

„Die gute Nachricht unserer Studie ist, dass wir gegen die Gewichtsprobleme von Kindern etwas tun können“, betont Mireia Jofre-Bonet, Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der City University London. „Auf Schulen und Kinder selbst ausgerichtete Initiativen sind zwar löblich, aber unsere Ergebnisse suggerieren, dass es wichtiger ist, die Eltern darin zu bestärken, durch gesündere Ernährung und sportliche Aktivitäten zu besseren Vorbildern zu werden.”

Weiter ergab die Studie, dass Adipositas im Gegensatz zu Übergewicht stärker durch die Gene beeinflusst wurde als durch die Lebensweise. Zudem stand das/die durch den Lebensstil von den Eltern übertragene Übergewicht/Adipositas auf die Kinder nicht im Zusammenhang mit einer ganztägigen Berufstätigkeit der Mutter.




Quelle: City University London, Pressemeldung vom 25.03.2015

Literatur: 1. Costa-Font J, Jofre-Bonet M, Le Gran J. Vertical transmission of overweight: evidence form English adoptees. CEP Discussion Paper No 1324, January 2015. URL: http://eprints.lse. ac.uk/60785/1/dp1324.pdf

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 05/15 auf Seite M257.




Einer neuen gemeinsamen Studie der City University London und der LSE (London School of Economics) zufolge ist der Lebensstil der Eltern in höherem Maße für das Übergewicht ihrer Kinder verantwortlich als die Genetik [1]. Dieses Ergebnis fordert die Gesundheitspolitik dazu auf, Eltern zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren und die kulturellen Faktoren für die Übertragung dieses Krankheitsbildes stärker in den Vordergrund zu rücken.


Das Forscherteam hatte leibliche und adoptierte Kinder mit deren Eltern verglichen. Wenn beide Adoptiveltern übergewichtig waren, war die Übergewichtswahrscheinlichkeit bei den adoptierten Kindern um 21 % höher als bei nicht übergewichtigen Adoptiveltern. Bei Kindern, deren biologische Eltern beide übergewichtig waren, war es um 27 % wahrscheinlicher, auch übergewichtig zu sein – nur 6 % mehr als bei adoptierten Kindern. Dies zeige den relativ kleinen Einfluss der Genetik auf.

„Die gute Nachricht unserer Studie ist, dass wir gegen die Gewichtsprobleme von Kindern etwas tun können“, betont Mireia Jofre-Bonet, Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der City University London. „Auf Schulen und Kinder selbst ausgerichtete Initiativen sind zwar löblich, aber unsere Ergebnisse suggerieren, dass es wichtiger ist, die Eltern darin zu bestärken, durch gesündere Ernährung und sportliche Aktivitäten zu besseren Vorbildern zu werden.”

Weiter ergab die Studie, dass Adipositas im Gegensatz zu Übergewicht stärker durch die Gene beeinflusst wurde als durch die Lebensweise. Zudem stand das/die durch den Lebensstil von den Eltern übertragene Übergewicht/Adipositas auf die Kinder nicht im Zusammenhang mit einer ganztägigen Berufstätigkeit der Mutter.




Quelle: City University London, Pressemeldung vom 25.03.2015

Literatur: 1. Costa-Font J, Jofre-Bonet M, Le Gran J. Vertical transmission of overweight: evidence form English adoptees. CEP Discussion Paper No 1324, January 2015. URL: http://eprints.lse. ac.uk/60785/1/dp1324.pdf

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 05/15 auf Seite M257.


Epidemiologie: Übergewicht bei Kindern stärker kulturell als genetisch bedingt?

Einer neuen gemeinsamen Studie der City University London und der LSE (London School of Economics) zufolge ist der Lebensstil der Eltern in höherem Maße für das Übergewicht ihrer Kinder verantwortlich als die Genetik [1]. Dieses Ergebnis fordert die Gesundheitspolitik dazu auf, Eltern zu einem gesünderen Lebensstil zu motivieren und die kulturellen Faktoren für die Übertragung dieses Krankheitsbildes stärker in den Vordergrund zu rücken.

Das Forscherteam hatte leibliche und adoptierte Kinder mit deren Eltern verglichen. Wenn beide Adoptiveltern übergewichtig waren, war die Übergewichtswahrscheinlichkeit bei den adoptierten Kindern um 21 % höher als bei nicht übergewichtigen Adoptiveltern. Bei Kindern, deren biologische Eltern beide übergewichtig waren, war es um 27 % wahrscheinlicher, auch übergewichtig zu sein – nur 6 % mehr als bei adoptierten Kindern. Dies zeige den relativ kleinen Einfluss der Genetik auf.

„Die gute Nachricht unserer Studie ist, dass wir gegen die Gewichtsprobleme von Kindern etwas tun können“, betont Mireia Jofre-Bonet, Professorin für Wirtschaftswissenschaften an der City University London. „Auf Schulen und Kinder selbst ausgerichtete Initiativen sind zwar löblich, aber unsere Ergebnisse suggerieren, dass es wichtiger ist, die Eltern darin zu bestärken, durch gesündere Ernährung und sportliche Aktivitäten zu besseren Vorbildern zu werden.”

Weiter ergab die Studie, dass Adipositas im Gegensatz zu Übergewicht stärker durch die Gene beeinflusst wurde als durch die Lebensweise. Zudem stand das/die durch den Lebensstil von den Eltern übertragene Übergewicht/Adipositas auf die Kinder nicht im Zusammenhang mit einer ganztägigen Berufstätigkeit der Mutter.


Quelle: City University London, Pressemeldung vom 25.03.2015

Literatur: 1. Costa-Font J, Jofre-Bonet M, Le Gran J. Vertical transmission of overweight: evidence form English adoptees. CEP Discussion Paper No 1324, January 2015. URL: http://eprints.lse. ac.uk/60785/1/dp1324.pdf

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 05/15 auf Seite M257.

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Veröffentlicht: 13.05.2015

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