Menschen mit einer Querschnittlähmung haben aufgrund ihrer neurologischen Störungen, die durch die Schädigung des Rückenmarks und der Cauda equina1 verursacht wurden, und den damit verbundenen Veränderungen der Verdauung und Darmfunktion einen besonderen Anspruch an die Ernährung. Sie sind häufig von gastrointestinalen Beschwerdebildern, Obstipation und Darmentleerungsstörungen betroffen.

In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick zu den Grundlagen und Besonderheiten der Ernährung (Teil 1) unter Berücksichtigung des Darmmanagements und auftretender gastrointestinaler Beschwerden (Teil 2) bei Menschen mit einer Querschnittlähmung.


Einleitung


In Deutschland leben ungefähr 140 000 Menschen mit einer Querschnittlähmung. Jährlich kommen zwischen 2 300 und 2 500 Betroffene durch Erkrankungen oder Unfälle dazu. Im Jahr 2018 wurden in den spezialisierten Zentren zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen 2 350 Betroffene mit einer neu erworbenen Rückenmarksschädigung behandelt [1]. Davon waren in der Geschlechterverteilung 68 % Männer und 32 % Frauen. 61 % hatten eine Paraplegie und 39 % eine Tetraplegie ( Abschnitt „Einteilung der Querschnittlähmung nach Lähmungshöhe“). Die Ursachen einer Querschnittlähmung 2018 waren zu 45 % unfallbedingt. Davon 15 % durch Verkehrsunfälle, 10 % Sportunfälle, 7 % Arbeitsunfälle, 4 % Badeunfälle, 9 % Sonstige. 55 % entfielen auf nichtunfallbedingte Querschnittlähmungen. Zu den angeborenen Querschnittlähmungen gibt es keine gesicherten Zahlen, sie werden auf unter 1 % geschätzt [1]. ...

Literatur zum Artikel




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2022 von Seite M678 bis M687.




Menschen mit einer Querschnittlähmung haben aufgrund ihrer neurologischen Störungen, die durch die Schädigung des Rückenmarks und der Cauda equina1 verursacht wurden, und den damit verbundenen Veränderungen der Verdauung und Darmfunktion einen besonderen Anspruch an die Ernährung. Sie sind häufig von gastrointestinalen Beschwerdebildern, Obstipation und Darmentleerungsstörungen betroffen.

In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick zu den Grundlagen und Besonderheiten der Ernährung (Teil 1) unter Berücksichtigung des Darmmanagements und auftretender gastrointestinaler Beschwerden (Teil 2) bei Menschen mit einer Querschnittlähmung.


Einleitung


In Deutschland leben ungefähr 140 000 Menschen mit einer Querschnittlähmung. Jährlich kommen zwischen 2 300 und 2 500 Betroffene durch Erkrankungen oder Unfälle dazu. Im Jahr 2018 wurden in den spezialisierten Zentren zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen 2 350 Betroffene mit einer neu erworbenen Rückenmarksschädigung behandelt [1]. Davon waren in der Geschlechterverteilung 68 % Männer und 32 % Frauen. 61 % hatten eine Paraplegie und 39 % eine Tetraplegie ( Abschnitt „Einteilung der Querschnittlähmung nach Lähmungshöhe“). Die Ursachen einer Querschnittlähmung 2018 waren zu 45 % unfallbedingt. Davon 15 % durch Verkehrsunfälle, 10 % Sportunfälle, 7 % Arbeitsunfälle, 4 % Badeunfälle, 9 % Sonstige. 55 % entfielen auf nichtunfallbedingte Querschnittlähmungen. Zu den angeborenen Querschnittlähmungen gibt es keine gesicherten Zahlen, sie werden auf unter 1 % geschätzt [1]. ...

Literatur zum Artikel




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2022 von Seite M678 bis M687.


Ernährung bei Menschen mit Querschnittlähmung – Teil 1

Menschen mit einer Querschnittlähmung haben aufgrund ihrer neurologischen Störungen, die durch die Schädigung des Rückenmarks und der Cauda equina1 verursacht wurden, und den damit verbundenen Veränderungen der Verdauung und Darmfunktion einen besonderen Anspruch an die Ernährung. Sie sind häufig von gastrointestinalen Beschwerdebildern, Obstipation und Darmentleerungsstörungen betroffen.

In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick zu den Grundlagen und Besonderheiten der Ernährung (Teil 1) unter Berücksichtigung des Darmmanagements und auftretender gastrointestinaler Beschwerden (Teil 2) bei Menschen mit einer Querschnittlähmung.

Einleitung

In Deutschland leben ungefähr 140 000 Menschen mit einer Querschnittlähmung. Jährlich kommen zwischen 2 300 und 2 500 Betroffene durch Erkrankungen oder Unfälle dazu. Im Jahr 2018 wurden in den spezialisierten Zentren zur Behandlung von Rückenmarksverletzungen 2 350 Betroffene mit einer neu erworbenen Rückenmarksschädigung behandelt [1]. Davon waren in der Geschlechterverteilung 68 % Männer und 32 % Frauen. 61 % hatten eine Paraplegie und 39 % eine Tetraplegie ( Abschnitt „Einteilung der Querschnittlähmung nach Lähmungshöhe“). Die Ursachen einer Querschnittlähmung 2018 waren zu 45 % unfallbedingt. Davon 15 % durch Verkehrsunfälle, 10 % Sportunfälle, 7 % Arbeitsunfälle, 4 % Badeunfälle, 9 % Sonstige. 55 % entfielen auf nichtunfallbedingte Querschnittlähmungen. Zu den angeborenen Querschnittlähmungen gibt es keine gesicherten Zahlen, sie werden auf unter 1 % geschätzt [1]. …

Literatur zum Artikel


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2022 von Seite M678 bis M687.

News zum Thema des Artikels

Glasflachen mit bunter Limonade gefüllt

Lesetipp Heft 6/2026: Süßgetränkesteuern und ihre Wirksamkeit aus wissenschaftlicher Sicht

Wirksamkeit von Süßgetränkesteuern: Ein aktueller Beitrag ordnet die wissenschaftliche Evidenz zur Debatte in Deutschland ein …
weiterlesen

Teller mit Haferflocken, daneben Kinderhände mit einem Löffel.

Lesetipp Heft 6/2026: Mangan-, Molybdän- und Zinkzufuhr bei Kindern in Deutschland

Kinder in Deutschland sind über ihre Ernährung meist ausreichend mit Mangan, Molybdän und Zink versorgt. Das zeigen aktuelle Daten aus der BfR-MEAL- und KiESEL-Studie …
weiterlesen

Zwei Personen sitzen am Tisch und prüfen ein Schriftstück

Online News: Leopoldina veröffentlicht Positionspapier zur Prävention und Therapie von Adipositas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat einen Policy Brief zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie in Deutschland veröffentlicht. Darin empfiehlt sie Strategien zur Prävention und Therapie von Adipositas …
weiterlesen

Artikelfakten

Rubrik: Special
Veröffentlicht: 14.12.2022

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

12.08.2026

Zufuhr freier Zucker bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 1–17 Jahren in Deutschland

Eine hohe Zuckerzufuhr in Kindheit und Jugend kann Ernährungsgewohnheiten prägen [1] und bis ins Erwachsenenalter zu einem erhöhten Risiko für Gesundheitsbeeinträchtigungen wie Adipositas, kardiovaskulären Erkrankungen und Karies führen [2, 3]. Nach Ergebnissen der Stud … weiterlesen

12.08.2026

Soziale Unterschiede in der nachhaltigen Ernährung junger Menschen in Deutschland

Die vorliegende Studie untersucht nachhaltige Ernährungspraktiken junger Menschen in Deutschland unter der Fragestellung, welche Unterschiede es innerhalb der sogenannten jungen Generation insbesondere mit Blick auf den Fleischverzehr und -verzicht gibt. weiterlesen

Regionale Hülsenfrüchte in der Ernährung

Teil 1 Einführung: Mehr Hülsenfrüchte auf den Teller Es gibt viele Gründe, warum weniger Fleisch und mehr Hülsenfrüchte auf dem Teller nachhaltig und gesund sind. Hülsenfrüchte liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß (nicht nur) für eine vegetarische oder vegane Ernähr … weiterlesen

15.09.2025

Lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche und Planetare Gesundheit

Update der Optimierten Mischkost Der globale Klimawandel erfordert einen Paradigmenwechsel in der Ernährung. In der vorliegenden Studie wurde die Nachhaltigkeit des lebensmittelbasierten Ernährungskonzepts der Optimierten Mischkost (OMK) für Kinder und Jugendliche unter … weiterlesen

15.09.2025

Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch

Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung Im Interview mit der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erläutern die Beiratsmitglieder Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. D … weiterlesen

Der Bildungsort Esstisch

Gemeinsames Essen als Bildungsanlass  Mahlzeiten bieten Kindern die Möglichkeit für zahlreiche Lernerfahrungen. Sie lernen verschiedene Lebensmittel kennen und üben durch Ausprobieren und Selber-Machen, ihren Körper und dessen Bedürfnisse zu spüren. Wichtig ist ein … weiterlesen

13.08.2025

Alternative Ernährungsformen

Teil 3: Ernährungsformen mit Gesundheitsversprechen im Vordergrund In Teil 3 der Artikelreihe zu alternativen Ernährungsformen (AE) (Teile 1 [1] und 2 [2]) liegt der Fokus auf Ernährungsformen, bei denen Gesundheitsversprechen bzw. -aspekte im Vordergrund stehen. Im Geg … weiterlesen

13.08.2025

Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in einer Hochschule

free access to english version Peer-Review-Verfahren /  Manuskript (Original) eingereicht: 25.10.2024; Überarbeitung angenommen: 25.03.2025 Faktoren der (Nicht-)Verstetigung1 Hintergrund und Fragestellung Die Gemeinschaftsverpflegung in den verschiedenen Lebenswelt … weiterlesen