Fermentierte Lebensmittel – tägliche Pflege für den Darm?
![Abb. 1: Veränderung der Diversität und westliche Ernährung (mod. nach [2])](/wp-content/uploads/wpallimport/files/Fobi_Abb1.png)
Ein höherer Gehalt an lebenden, sicheren Mikroben in der Nahrung könnte das Immunsystem und Krankheiten, die mit einer Dysfunktion des Immunsystems zusammenhängen, positiv beeinflussen (• Abbildung 2). In einer 17-wöchigen Interventionsstudie nahm die mikrobielle Diversität bereits mit sechs Portionen fermentierter Lebensmittel pro Woche deutlich zu und blieb auch vier Wochen nach Beendigung der Intervention erhöht. Gleichzeitig nahm eine Reihe von Entzündungsmarkern ab [5]. Eine Analyse der Daten von über 1000 TeilnehmerInnen von Kohortenstudien ergab, dass ein höherer Jogurtkonsum mit niedrigeren Konzentrationen an löslichem CD14 verbunden war, was zeigt, dass die Entzündungsaktivität bei diesen TeilnehmerInnen geringer war [6]. CD14 ist ein Oberflächenprotein auf Zellen des unspezifischen Immunsystems, das bei Kontakt zu Lipopolysacchariden (LPS) die Bildung pro-inflammatorischer Zytokine auslöst.
Eine aktuelle Studie mit 6 811 ProbandInnen des American Gut Project untersuchte, wie der Konsum fermentierter Lebensmittel die Zusammensetzung und Funktion der Darmmikrobiota beeinflusst, konnte aber nur geringfügige Unterschiede feststellen. Die Analyse einer Untergruppe von 115 Personen, die angaben, fermentierte Produkte häufiger oder täglich zu verzehren, zeigte jedoch mehr konjugierte Linolsäuren (conjugated linoleic acids, CLA) im Faeces. Diese werden mit gesundheitlichen Vorteilen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und antikanzerogenen Wirkungen in Verbindung gebracht [7].
Aufgrund der zahlreichen positiven Effekte fermentierter Lebensmittel auf Gesundheitsparameter wird diskutiert, den regelmäßigen Verzehr lebender Mikroorganismen in Form von fermentierten Lebensmitteln in offizielle Ernährungsempfehlungen aufzunehmen [8].
![Abb. 2: Mikroorganismen in der Nahrung und Diversität der Mikrobiota (mod. nach [3])](/wp-content/uploads/wpallimport/files/Fobi_Abb2.png)


Probiotika – Was wir wissen und was noch nicht
In jüngster Zeit wurde der Begriff Postbiotika etabliert – für inaktivierte mikrobielle Zellen oder Zellbestandteile, mit oder ohne Metaboliten, die gesundheitliche Effekte zeigen [11]. Ein Beispiel ist Propionsäure, die derzeit als ergänzendes Präparat zur Behandlung von Multipler Sklerose erforscht wird [12]. WissenschaftlerInnen der Universität Cork prägten 2013 den Begriff Psychobiotika für Pro- und Präbiotika, die einen Einfluss auf Stress, Angst und depressive Störungen haben könnten. So spricht man auch von der Mikrobiota-Darm-Hirn Achse, da die Darmmikrobiota für die Gehirnfunktionen eine wichtige Rolle spielt [13, 14].
Die Wirkungen von Probiotika liegen weniger in ihrer Fähigkeit, sich in der Mikrobiota anzusiedeln, sondern vielmehr in der Bildung von Metaboliten oder der direkten Beeinflussung von Darmepithel- und Immunzellen durch ihre Botenstoffe [15]. Die Wirkmechanismen sind komplex, vielfältig und oft stammspezifisch. Probiotische Bakterien konkurrieren mit anderen Darmbakterien um Nährstoffe und Bindungsstellen und ihre Metabolite (wie kurzkettige Fettsäuren [SCFA], antimikrobielle Peptide [AMP]) hemmen das Wachstum pathogener Bakterien (Kolonisationsresistenz). Bestimmte Signalmoleküle probiotischer Bakterien interagieren direkt mit Rezeptoren auf enteroendokrinen Darmepithel-, Immun- und Nervenzellen [9] (• Tabelle 1).

Eine Reihe gesundheitlicher Vorteile sind auch für probiotische Lebensmittel untersucht. (Übersichten unter [18, 20–23]). Diese können u. a. das Darmmikrobiom und die Mineralstoffaufnahme verbessern, Obstipation vorbeugen und möglicherweise das Serumcholesterin und den Blutdruck senken. Weiterhin sind positive Effekte und Mechanismen bei der Vorbeugung von Diarrhö, Darmkrebs und Darminfektionen beschrieben. Neben den probiotischen Mikroorganismen scheinen Metabolite wie AMP oder Gamma-Aminobuttersäure positive Effekte zu haben. In Deutschland sind verschiedene probiotische Jogurts und fermentierte Milchprodukte mit garantierter Zahl lebender Bakterien sowie definierten und gut untersuchten Stämmen (B. animalis ssp. lactis CNCM I-2494, L. casei ssp. paracasei CNCM I-1518, L. casei Shirota1) erhältlich.
Im Zusammenhang mit der bisher nicht erteilten Erlaubnis zur Verwendung gesundheitsbezogener Angaben im Rahmen der EU Health Claims-Verordnung werden weitere randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studien gefordert. Die Herausforderung besteht u. a. darin, geeignete Biomarker zu definieren, die Wirkungen bei gesunden Menschen belegen. Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund verschiedener Mikrobiotaprofile individuell unterschiedliche Reaktionen auf eine probiotische Intervention zu erwarten sind. Von Interesse wären auch Analysen von Dosis-Wirkungsbeziehungen sowie vergleichende Studien, z. B. zwischen herkömmlichem und probiotischem Jogurt sowie anderen fermentierten Lebensmitteln.
In den USA steht ein klinischer Leitfaden zur Verfügung, der wissenschaftliche Erkenntnisse über probiotische Produkte zusammenfasst, ausführliche Literaturangaben auflistet und regelmäßig aktualisiert wird [24]. Einen Leitfaden für die klinische Anwendung von Pro- und Präbiotika hat die World Gastroenterology Organization 2017 veröffentlicht [22].
Die meisten der in Leitlinien empfohlenen Probiotika-Stämme werden in Form von Arzneimitteln (z. B. E. coli Nissle), Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke (L. plantarum 299v), Nahrungsergänzungsmitteln (z. B. VSL#3) oder als Lebensmittel (z. B. B. animalis ssp. lactis DN-173 010, L. casei Shirota) angeboten. Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke müssen nach geltendem Recht mit ihrer Wirkung gekennzeichnet werden. Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel dürfen wie oben beschrieben laut EU Health Claims-Verordnung weder mit dem Begriff „probiotisch” noch mit gesundheitlichen Wirkungen beworben werden [33]. Einige europäische Staaten (u. a. Italien, Spanien, Dänemark) haben inzwischen Ausnahmeregelungen zur Verwendung des Begriffs „Probiotika” erlassen, um es VerbraucherInnen zu ermöglichen, diese zu erkennen [34].
___________________
1 Im April 2020 wurden Änderungen der Nomenklatur von Lactobacillus vorgenommen. Bspw. wird Lactobacillus casei nun als Lacticaseibacillus casei klassifiziert. Weitere Informationen unter ISAPP [10].
Hinterfragt: Einsatz von Probiotika in der Ernährungstherapie
Verschiedene nationale und europäische Leitlinien empfehlen den Einsatz von Probiotika als Therapieoption:
Reizdarmsyndrom (RDS): Ausgewählte Probiotika sollten laut der aktuellen S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom in der Behandlung des RDS eingesetzt werden, wobei die Auswahl des Stammes nach der Symptomatik erfolgen kann [25]. Die aktuelle Studienlage lässt jedoch keine solide Voraussage zu, welche probiotischen Stämme bei welchem/welcher PatientIn wirksam sein könnten. Deshalb sollten Probiotika versuchsweise angewendet werden. Die britische Vereinigung für Gastroenterologie empfiehlt die probatorische Anwendung bis zu zwölf Wochen [26].
Obstipation: Probiotika können bei funktioneller chronischer Obstipation probatorisch eingesetzt werden, auch in der Schwangerschaft [27].
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED): Ausgewählte Prä- und Probiotika sollten zur Remissionserhaltung bei Colitis ulcerosa, aber nicht bei Morbus Crohn erwogen werden [28]. Bei letzterem gibt es keine Evidenz für den Einsatz von Probiotika [29]. Die europäische Vereinigung für klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) empfiehlt den Einsatz von E. coli Nissle oder VSL#3 (gemäß De Simone Formel) für die Induktion und Erhaltung der Remission bei einer leichten bis moderaten Colitis ulcerosa [30]. Dies gilt auch bei Kindern und Jugendlichen [31].
Akute Gastroenteritis bei Kindern: Die ESPGHAN-Gesellschaft empfiehlt den Einsatz von drei verschiedenen Probiotika [32].
Die Mikrobiomforschung der Zukunft – Eine Vielzahl von Ansätzen
Das 2004 entdeckte Bakterium A. muciniphila erhielt im September 2021 die EU-Zulassung als Novel Food. Pasteurisiertes A. muciniphila soll ab 2022 als Nahrungsergänzungsmittel sowie in Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke angeboten werden [36]. Das Interesse an diesem Bakterium wurde erstmals durch die Beobachtung geweckt, dass es negativ mit Markern für Entzündung und Insulinresistenz korreliert ist und bei adipösen Mäusen seltener vorkommt. Diese Ergebnisse wurden in Humanstudien bestätigt. PatientInnen mit Adipositas, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Hypercholesterinämie und Lebererkrankungen weisen eine geringere Anzahl von A. muciniphila in ihrer Mikrobiota auf. Wirksamkeit und Wirkmechanismen sind inzwischen untersucht und konnten in einer doppelblinden, placebokontrollierten, dreimonatigen Interventionsstudie bestätigt werden. Interessant ist, dass sowohl die lebende als auch die pasteurisierte Form von A. muciniphila effektiv ist. Bei den ProbandInnen mit Prädiabetes oder metabolischem Syndrom wurden Insulinresistenz, Darmpermeabilität, Leberentzündung und Hypercholesterinämie positiv beeinflusst, in geringem Maße auch die Fettmasse bzw. der Taille-Hüft-Quotient [35].
Faecalibacterium prausnitzii ist eines der am häufigsten vorkommenden Darmmikroorganismen und ein bedeutender Butyratbildner. In mehreren Studien werden seine entzündungshemmenden Eigenschaften und seine Rolle beim Schutz vor CED beschrieben. Neben Butyrat bildet das Bakterium Salicylsäure als weiteren antientzündlichen Wirkstoff. Das Bakterium wird auch als ein geeigneter Biomarker für die Diagnostik und Prognose von CED angesehen. Weitere Studien zeigen positive Wirkungen von F. prausnitzii auf die Darmgesundheit adipöser PatientInnen [37].
Neue Analysemethoden und die Fähigkeit zur Verarbeitung großer Datensätze ermöglichen umfassende Einblicke in das Mikrobiom. Einzigartige taxonomische Profile und spezifische Gattungen und Arten werden in großen Querschnittstudien mit dem Gesundheits- und Krankheitsstatus sowie mit Biomarkern, Ernährungs- und Lebensstilfaktoren in Verbindung gebracht. Auf der Grundlage dieser Daten sollen individualisierte Strategien zur Modulation der Darmmikrobiota entwickelt werden [9]. Ein Beispiel ist die PREDICT-Studie, die u. a. postprandiale Reaktionen auf standardisierte Testmahlzeiten und Stoffwechselprofile (Metabolom) mittels klinisch-biometrischer Messungen untersuchte. Dabei stellte das Studienteam starke Übereinstimmungen fest zwischen jenen Bakterienspezies, die mit „gesunden” Ernährungsgewohnheiten, und jenen, die mit günstigen kardiometabolischen und postprandialen Stoffwechselmarkern assoziiert sind [38].
Fazit: Eine vielfältige Ernährung für einen gesunden Darm und Stoffwechsel

Dagegen wird eine Ernährungsweise mit hohen Anteilen stark verarbeiteter Lebensmittel, vielen Zusatzstoffen, viel zugesetztem Zucker und Salz mit Mikroorganismen in Verbindung gebracht, die mit Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 assoziiert sind. Beispiele für solche Lebensmittel sind gesüßte Getränke, raffinierte Getreideprodukte – Brot, Nudeln aus Mehl mit niedrigem Ausmahlungsgrad („Weiß”-Mehl), geschälter Reis – sowie verarbeitetes Fleisch [38, 40]. Die Vielfalt der Nahrung zusammen mit dem Fokus auf pflanzliche Lebensmittel, wie bei der mediterranen oder der frühen traditionellen Ernährung der Menschen, sind der wesentliche Faktor für die Diversität der Darmmikrobiota und damit der Gesundheit (• Abbildung 2). Beobachtungsstudien zeigen hingegen ein höheres Mortalitätsrisiko bei einem höheren Verzehr hoch verarbeiteter Lebensmittel [41].
Die Medizin erkennt zunehmend die Bedeutung von Mikrobiota und Darmgesundheit – ein noch genauer zu definierender Begriff. Ernährungsfachkräfte haben eine zentrale Rolle, da die Ernährung als einer der bedeutendsten Einflussfaktoren gilt. In Zukunft werden neben den bisherigen chronischen, nicht übertragbaren Erkrankungen noch weitere, z. B. psychiatrische, eine kompetente Ernährungsberatung erfordern [42]. Es zeigen sich erhebliche individuelle Unterschiede in der Stoffwechselreaktion auf Lebensmittel sowohl bei Gesunden als auch bei Erkrankten, was sich u. a. durch die einzigartigen Eigenschaften der jeweiligen Darmmikrobiota erklären lässt [43, 44]. Zunehmend wird erkannt, dass auch die Metabolisierung oder sogar Wirksamkeit von Arzneimitteln und Therapeutika von der individuellen Mikrobiota abhängig sind [45].
Nachdem die Rolle der Mikrobiota anfangs in der Naturheilkunde, dann zunehmend auch in der Gastroenterologie erkannt wurde, ist sie heute mitten in der Medizin angekommen. Aufgrund einer enormen Zunahme des Wissens dank molekularbiologischer Methoden stehen wir nun an den Anfängen der personalisierten Medizin und Ernährung. Waren zunächst Probiotika und Präbiotika im Fokus, werden heute die gesundheitlichen Effekte neuer Stämme oder deren Substrate erforscht, Postbiotika und Psychobiotika definiert, synbiotische Konzepte überprüft.
Es ist ein langer Weg von der Korrelation zur Kausalität und Proof-of-Concept-Studien; großangelegte Mikrobiomstudien mit Big-Data-Bioinformatik-Tools sind aufwändig und teuer. Aufgrund der Komplexität des Darmmikrobioms und der Ernährung ist es anspruchsvoll, eine individualisierte Medizin oder Ernährung auf Basis der Darmmikrobiota zu entwickeln. Problematisch ist, dass Daten aus Populationsstudien auf eine individuelle Ebene zu übertragen sind. Hier sind neue Analysekonzepte nötig [43, 46]. Qualifizierte Ernährungsfachkräfte leisten bereits eine individualisierte und personalisierte Beratung, wenn sie KlientInnen auf der Grundlage sorgfältiger Assessment- und Monitoringmethoden individuell beraten. Eine gesunde Darmmikrobiota zeichnet sich durch eine hohe Diversität, Reichtum und Resilienz aus. Für weitere Erkenntnisgewinne müssen mehr eindeutige Biomarker für Darmgesundheit identifiziert, definiert und weiter erforscht werden [47]. Aussagekräftige Biomarker sind zudem wichtig für die Entwicklung von Therapeutika und die Erforschung von präventiven und therapeutischen Ansätzen [47]. Die intestinale Mikrobiota ist ein wichtiger „Mitspieler” auf dem Feld von Ernährung und Gesundheit und sollte in der Ernährungsforschung einen angemessenen Raum erhalten.
Dr. Irmtrud Wagner
LEBENSART Ernährung – Genuss – Gesundheit
Alt-Mühlrath 28, 41516 Grevenbroich
kontakt@la-wagner.de
Dr. Maike Groeneveld
Praxis für Ernährungsberatung
Kaiserstraße 99, 53113 Bonn
mail@maike-groeneveld.de
Beiträge der zertifizierten Fortbildung sind prinzipiell produkt- und dienstleistungsneutral und werden finanziell nicht von externen Stellen unterstützt.
Interessenkonflikt
Dr. Wagner war bis 2018 als Senior Manager Relation Management angestellt bei der Yakult Deutschland GmbH. Sie erhält seit 2019 Beratungshonorare von der Danone GmbH, Abteilungen Wissenschaft und Marketing.
Dr. Groeneveld erhielt Honorare für Vortragstätigkeiten von folgenden Unternehmen: 2017 von der Falk Foundation, 2019 und 2022 von der Microbiotica GmbH. 2017–2022 erhielt sie Vortragshonorare und 2018 Reisekostenerstattung von der Yakult Deutschland GmbH.
Die ärztliche Leitung (Prof. Christian Sina) erklärt, dass für diesen Beitrag kein Interessenkonflikt vorliegt.
Zitierweise
Wagner I, Groeneveld M: Ernährung, Darmmikrobiota und Gesundheit – Diversity Matters. Teil 2. Ernährungs Umschau 2022; 69(6): M327–35.
DOI: 10.4455/eu.2022.018
Literatur
- Wagner I, Groeneveld M: Ernährung, Darmmikrobiota und Gesundheit – Diversity Matters. Teil 1. Ernährungs Umschau 2022; 69(4): M204-15.
- Sonnenburg ED, Sonnenburg JL: Starving our microbial self: the deleterious consequences of a diet deficient in microbiota-accessible carbohydrates. Cell Metab 2014; 20: 779-86.
- Marco ML, Sanders ME, Gänzle M, et al.: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on fermented foods. Nat Rev Gastroenterol Hepatol 2021; 18: 196–208.
- Le Roy CI, Kurilshikov A, Leeming ER, et al.: Yoghurt consumption is associated with changes in the composition of the human gut microbiome and metabolome. BMC Microbiol 2022; 22(1): 39.
- Wastyk HC, Fragiadakis GK, Perelman D, et al.: Gut-microbiota-targeted diets modulate human immune status. Cell 2021; 184(16): 4137–53.e14.
- Luo X, Sui J, Birmann BM, et al.: Association between yogurt consumption and plasma soluble CD14 in two prospective cohorts of US adults. Eur J Nutr 2020; 60(2): 929–38.
- Taylor BC, Lejzerowicz F, Poirel M, et al.: Consumption of fermented foods is associated with systematic differences in the gut microbiome and metabolome. mSystems 2020; 5(2): e00901–19.
- Marco ML, Hill C, Hutkins R, et al.: Should there be a recommended daily intake of microbes? J Nutr 2020; 150(12): 3061–67.
- Cunningham M, Azcarate-Peril MA, Barnard A, et al.: Shaping the future of probiotics and prebiotics. Trends Microbiol 2021; 29(8): 667–85.
- ISAPP Science Blog: New names for important probiotic Lactobacillus species. 2020, April 15. https://isappscience.org/new-names-for-important-probiotic-lactobacillus-species/ (last accessed on 04 May 2022)
- Lebeer S, Quigley EMM, Sanders ME, et al.: The International Scientific Association of Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of postbiotics. Nat Rev Gastroenterol Hepatol 2021; 18 (9): 649–67.
- Tobin D, Vige R, Calder PC: Review: The nutritional management of Multiple Sclerosis with propionate. Front Immunol 2021; 12: 676016.
- Cryan JF, O’Riordan KJ, Cowan SM, et al.: The microbiota- gut-brain axis. Physiol Rev 2019; 99: 1877–2013.
- Huber H, Sproten R, Simon MC: Probiotics for the mind: how gut bacteria can affect our mental health. Ernahrungs Umschau 2021; 68(3): 44–52.
- Wieërs G, Belkhir L, Raphaël E, et al.: How probiotics affect the microbiota. Front Cell Infect Microbiol 2020; 9: 454.
- Sanders ME, Merenstein DJ, Reid G, Gibson GR, Rastall RA: Probiotics and prebiotics in intestinal health and disease: from biology to the clinic. Nat Rev Gastroenterol Hepatol 2019; 16 (10): 605–16.
- Hao Q, Dong BR, Wu T: Probiotics for preventing acute upper respiratory tract infections. Cochrane Database of Systematic Reviews 2015: Issue 2, Art. No.: CD006895.
- Valdes AM, Walters J, Segal E, Spector TD: Role of the gut microbiota in nutrition and health. BMJ 2018; 361: k2179.
- McFarland LV, Evans CT, Goldstein EJC: Strain-specificity and disease-specificity of probiotic efficacy: a systematic review and meta-analysis. Front Med 2018; 5, 124.
- Hill C, Guarner F, Reid G, et al.: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on the scope and appropriate use of the term probiotic. Nat Rev Gastroenterol Hepatol 2014; 11: 506–14.
- Hill, D, Ross RP, Arendt E, Stanton C: Microbiology of yogurt and bio-yogurts containing probiotics and prebiotics. In: Nagendra PS: Yogurt in health and disease prevention: 69–85. London: Academic Press 2017.
- WGO World Gastroenterology Organisation: Global guidelines probiotics and prebiotics. February 2017. www.worldgastroenterology.org/guidelines/global-guidelines/probiotics-and-prebiotics/probiotics-and-prebiotics-english (last accessed on 05 May 2022).
- Nyanzi,R, Jooste PJ, Buys EM: Invited review: Probiotic yogurt quality criteria, regulatory framework, clinical evidence, and analytical aspects. J Dairy Sci 2021; 104: 1–19.
- AEProbio Alliance for Education on Probiotics: Clinical guide to probiotic products available in USA. Edition 2022. http://usprobioticguide.com (last accessed on 05 May 2022).
- Layer P, Andresen V, Allescher H, et al.: Update S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). Juni 2021; AWMF Register-Nr.: 021/016. Z Gastroenterol 2021; 59: 1323–1415.
- Vasant DH, Paine PA, Black CJ, et al.: British Society of Gastroenterology guidelines on the management of irritable bowel syndrome. Gut 2021; 70(7); 1214–40.
- Andresen V, Becker G, Frieling T, et al.: Aktualisierte S2k-Leitlinie chronische Obstipation der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie & Motilität (DGNM). Konsultationsfassung November 2021; AWMF Register-Nr.: 021-019.
- Bischoff SC, Koletzko B, Lochs H, Meier R, DGEM Steering Commitee: S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM). Klinische Ernährung in der Gastroenterologie (Teil 4) – Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. AWMF Register-Nr. 073-024. Aktuel Ernährungsmed 2014; 39: e72–e98.
- Sturm A, Atreya R, Bettenworth D, et al.: Aktualisierte S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn” der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). August 2021; AWMF Register-Nr.: 021-004.
- Forbes A, Escher J, Hébuterne X, et al.: ESPEN guideline: Clinical nutrition in inflammatory bowel disease. Clin Nutr 2017; 36(2): 321–47 und Corrigendum Clin Nutr 2019; 38(3): 1486.
- Däbritz J, Gerner P, Enninger A, Claßen M, Radke M: Inflammatory bowel disease in childhood and adolescence—diagnosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 331–8.
- Szajewska H, Guarino A, Hojsak I, et al.: Use of probiotics for management of acute gastroenteritis. J Pediatr Gastroenterol Nutr 2014; 58(4): 531–39.
- Röchter S, Clausen A, Sausmikat J: Probiotika – Orientierung in einem unübersichtlichen Markt. Ernährungs Umschau 2020; 67(10): S69–76.
- IPA Europe (International Probiotics Association Europe), Pecere R: A flexible approach for probiotics in Europe to promote responsible practices. 2021. https://internationalprobiotics.org/download/rome-congres-rosanna-pecere/ (last accessed on 05 May 2022).
- Cani PD, Moens de Hase E, Van Hul M: Gut microbiota and host metabolism: from proof of concept to therapeutic intervention. Microorganisms 2021; 9(6): 1302.
- EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA): Safety of pasteurised Akkermansia muciniphila as a novel food pursuant to Regulation (EU) 2015/2283. EFSA Journal 2021; 19(9): e06780.
- Maioli TU, Borras-Nogues E, Torres L, et al.: Possible benefits of Faecalibacterium prausnitzii for obesity-associated gut disorders. Front Pharmacol 2021; 12: 740636.
- Asnicar F, Berry SE, Valdes AM, et al.: Microbiome connections with host metabolism and habitual diet from 1,098 deeply phenotyped individuals. Nat Med 2021; 27: 321–32.
- Sonnenburg JL, Sonnenburg ED: Vulnerability of the industrialized microbiota. Science 2019; 366 (6464): eaaw9255.
- Cani PD, Van Hul M: Mediterranean diet, gut microbiota and health: when age and calories do not add up! Gut 2020; 69 (7): 1167–8.
- Suksatan W, Moradi S, Naeini F, et al: Ultra-processed food consumption and adult mortality risk: a systematic review and dose-response meta-analysis of 207,291 participants. Nutrients 2022; 14, 174.
- Mörkl S, Stell L, Buhai DV, et al.: ‘An apple a day’?: Psychiatrists, psychologists and psychotherapists report poor literacy for nutritional medicine: International survey spanning 52 countries. Nutrients 2021; 13(3): 822.
- Leshem A, Segal E, Elinav E: The gut microbiome and individual-specific responses to diet. mSystem 2020; 5: e00665-20.
- Schupack DA, Mars RAT, Voelker DH, Abeykoon JP, Kashyap PC: The promise of the gut microbiome as part of individualized treatment strategies. Nat Rev Gastroenterol Hepatol 2022; 19: 7–25.
- Maier L, Pruteanu M, Kuhn M, et al.: Extensive impact of non-antibiotic drugs on human gut bacteria. Nature 2018; 555: 623–8.
- errario PG, Watzl B, Møller G, Ritz C: What is the promise of personalised nutrition?. J Nutr Sci 2021; 10: e23.
- McBurney MI, Davis C, Fraser CM, et al.: Establishing what constitutes a healthy human gut microbiome: state of the science, regulatory considerations, and future directions. J Nutr 2019;149(11): 1882–95.

