Wie mehrere Referent*innen klar machten, ist der Begriff Freizeitsport unscharf definiert. Darunter fallen Personen, die 2- bis 3-mal/Woche Sport treiben und andere, die zeitweise > 20 Trainingsstunden/Woche absolvieren. Die jeweilige Definition ist bei der Beurteilung von Studienergebnissen zu berücksichtigen.

Für den Eingangsvortrag war Prof. Anja Carlsohn von der HAW Hamburg zugeschaltet. Sie stellte Details der sieben bereits in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erschienenen und open access verfügbaren Positionspapiere der DGE-Arbeitsgruppe Sporternährung vor [1–7] und kündigte für das laufende Jahr 2026 weitere Positionspapiere an. Auch diese werden in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erscheinen.

Prof. Juliane Heydenreich, Professorin für experimentelle Sporternährung an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, stellte die Frage: Nahrungsergänzungsmittel (NEM) im Freizeitsport – was ist wirklich notwendig? Auch wenn die Nährstoffbedarfe vorrangig über die Ernährung gedeckt werden sollten (Food-First-Ansatz), können v. a. Eisen (besonders für Frauen) und B-Vitamine sinnvoll sein. Bei Antioxidanzien ist zu beachten, dass diese bei zu früher Supplementierung sogar einen negativen Aspekt haben können (vgl. Beitrag [8]). Ihr Fazit: „NEM können eine ungünstige Lebensmittelauswahl nicht kompensieren.“ Bei einigen Sportarten gibt es besondere Herausforderungen (Vitamin-D-Mangel bei Indoor- und UV-Schutz bei Outdoor- Sportarten).

Prof. Christian Puta, Lehrstuhl für Sportmedizin und Gesundheitsförderung der Universität Jena, forscht zu metabolischen und immunologischen Aspekten sportlicher Aktivität. Sein Vortrag beleuchtete den im Breiten- und Leistungssport zu beobachtenden Protein-Hype, der sich auch in einer zunehmenden Studienzahl zum Thema zeigt. Belegt ist, dass der Organismus auf Trainingsbelastung mit einer Stressantwort reagiert, was entsprechend auch Einfluss auf das Immunsystem hat. Belastbare Daten zeigen auch, dass gerade bei Krafttraining die Proteinzufuhr ein limitierender Faktor für den Muskelaufbau ist. Die verwertbare Zufuhr ist bei ca. 1,5–2 g/kg Körpergewicht und ca. 20 g/Mahlzeit gedeckelt, bei stark überhöhter Proteinzufuhr wurde ein Anstieg des kardiovaskulären Risikos beobachtet.

Dipl. Oecotrophologe Uwe Schröder vom Deutschen Institut für Sporternährung e. V., Bad Nauheim, zeigte an Fallbeispielen praxisnahe Ernährungsstrategien zur Unterstützung eines „lovely gut“. So lösen bei bestimmten Sportarten (Radfahren, Rudern, Laufen) allein schon die extremen Körperhaltungen und mechanischen Einwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt massive Beschwerden aus und können durch veränderte Bewegungsabläufe (mehr Aufrichtung beim Radfahren, Mittelfußlauf vs. Fersenlauf), aber auch durch den Zeitpunkt der Ballaststoffaufnahme gemildert werden. Bei Ausdauersportarten sind gastrointestinale Beschwerden nicht nur im Freizeitsport, sondern auch bei Profis sehr häufig.

Welchen Einfluss Sportinterventionen in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 haben, beschrieb Prof. Christian Brinkmann, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Abteilung Präventive und rehabilitative Sport- und Leistungsmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Bemerkenswert: Häufigere kurze Unterbrechungen (Aufstehen, Bewegen) bei ansonsten sitzender Tätigkeit zeigten in Studien eine deutlich bessere Wirkung auf die Blutzuckerwerte und weitere Gesundheitsparameter als vereinzelte, in der Summe gleich lange Bewegungsphasen. In seinem Vortrag ging er auch auf die Kombination von sportlicher Aktivität und GLP-1-Agonisten ein.

Dr. Eduard Isenmann, IST-Studieninstitut GmbH, forscht zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in Bezug auf Sport, Regeneration und Ernährung. Sein Vortrag beleuchtete Ansätze für zyklusbasiertes Training und zyklusorientierte Ernährung im Sport.

Die zahlreichen, teilweise detaillierten Diskussionen machten deutlich, dass Ernährungsberatung im Bereich des Sports einen großen Stellenwert hat. Ernährungsfachkräfte haben hier einen großen Bedarf an seriösen Informationen, um Aussagen der Werbung oder über soziale Medien richtig einordnen zu können.

Literatur


  1. Mosler S, Braun H, Carlsohn A, et al.: Fluid replacement in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(3): 52–9.
  2. Braun H, Carlsohn A, Großhauser M, et al.: Energy needs in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019: 66(8): 146–53.
  3. Schek A, Braun H, Carlsohn A, et al.: Fats in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(9): 181–8.
  4. König D, Braun H, Carlsohn A, Großhauser M, et al Carbohydrates in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(11): 228–35.
  5. Carlsohn A, Braun H, Großhauser M, et al.: Minerals and vitamins in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(12): 250–7.
  6. Ziegenhagen R, Braun H, Carlsohn A, et al.: Safety aspects of dietary supplements in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2020; 67(2): 42–50.e1–2.
  7. König D, Carlsohn A, Braun H, et al.: Proteins in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE): Ernahrungs Umschau 2020; 67(7): 132–9.
  8. Schmeißer S, Ristow M, Birringer M: Recent reassessment of the role of reactive oxygen species (ROS). Ernahrungs Umschau 2013; 60(9): 162–7.





Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2026 auf Seite M9.


(umk) Mit dem Thema Freizeitsport richtete sich die 32. Fachtagung der Sektion Thüringen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung am 6. November 2025 an Fachkräfte im Bereich Prävention, Ernährungsberatung und Diätetik. Der wieder ausgebuchte Veranstaltungssaal an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena belegte das große Interesse an dieser Thematik.


Wie mehrere Referent*innen klar machten, ist der Begriff Freizeitsport unscharf definiert. Darunter fallen Personen, die 2- bis 3-mal/Woche Sport treiben und andere, die zeitweise > 20 Trainingsstunden/Woche absolvieren. Die jeweilige Definition ist bei der Beurteilung von Studienergebnissen zu berücksichtigen.

Für den Eingangsvortrag war Prof. Anja Carlsohn von der HAW Hamburg zugeschaltet. Sie stellte Details der sieben bereits in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erschienenen und open access verfügbaren Positionspapiere der DGE-Arbeitsgruppe Sporternährung vor [1–7] und kündigte für das laufende Jahr 2026 weitere Positionspapiere an. Auch diese werden in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erscheinen.

Prof. Juliane Heydenreich, Professorin für experimentelle Sporternährung an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, stellte die Frage: Nahrungsergänzungsmittel (NEM) im Freizeitsport – was ist wirklich notwendig? Auch wenn die Nährstoffbedarfe vorrangig über die Ernährung gedeckt werden sollten (Food-First-Ansatz), können v. a. Eisen (besonders für Frauen) und B-Vitamine sinnvoll sein. Bei Antioxidanzien ist zu beachten, dass diese bei zu früher Supplementierung sogar einen negativen Aspekt haben können (vgl. Beitrag [8]). Ihr Fazit: „NEM können eine ungünstige Lebensmittelauswahl nicht kompensieren.“ Bei einigen Sportarten gibt es besondere Herausforderungen (Vitamin-D-Mangel bei Indoor- und UV-Schutz bei Outdoor- Sportarten).

Prof. Christian Puta, Lehrstuhl für Sportmedizin und Gesundheitsförderung der Universität Jena, forscht zu metabolischen und immunologischen Aspekten sportlicher Aktivität. Sein Vortrag beleuchtete den im Breiten- und Leistungssport zu beobachtenden Protein-Hype, der sich auch in einer zunehmenden Studienzahl zum Thema zeigt. Belegt ist, dass der Organismus auf Trainingsbelastung mit einer Stressantwort reagiert, was entsprechend auch Einfluss auf das Immunsystem hat. Belastbare Daten zeigen auch, dass gerade bei Krafttraining die Proteinzufuhr ein limitierender Faktor für den Muskelaufbau ist. Die verwertbare Zufuhr ist bei ca. 1,5–2 g/kg Körpergewicht und ca. 20 g/Mahlzeit gedeckelt, bei stark überhöhter Proteinzufuhr wurde ein Anstieg des kardiovaskulären Risikos beobachtet.

Dipl. Oecotrophologe Uwe Schröder vom Deutschen Institut für Sporternährung e. V., Bad Nauheim, zeigte an Fallbeispielen praxisnahe Ernährungsstrategien zur Unterstützung eines „lovely gut“. So lösen bei bestimmten Sportarten (Radfahren, Rudern, Laufen) allein schon die extremen Körperhaltungen und mechanischen Einwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt massive Beschwerden aus und können durch veränderte Bewegungsabläufe (mehr Aufrichtung beim Radfahren, Mittelfußlauf vs. Fersenlauf), aber auch durch den Zeitpunkt der Ballaststoffaufnahme gemildert werden. Bei Ausdauersportarten sind gastrointestinale Beschwerden nicht nur im Freizeitsport, sondern auch bei Profis sehr häufig.

Welchen Einfluss Sportinterventionen in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 haben, beschrieb Prof. Christian Brinkmann, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Abteilung Präventive und rehabilitative Sport- und Leistungsmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Bemerkenswert: Häufigere kurze Unterbrechungen (Aufstehen, Bewegen) bei ansonsten sitzender Tätigkeit zeigten in Studien eine deutlich bessere Wirkung auf die Blutzuckerwerte und weitere Gesundheitsparameter als vereinzelte, in der Summe gleich lange Bewegungsphasen. In seinem Vortrag ging er auch auf die Kombination von sportlicher Aktivität und GLP-1-Agonisten ein.

Dr. Eduard Isenmann, IST-Studieninstitut GmbH, forscht zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in Bezug auf Sport, Regeneration und Ernährung. Sein Vortrag beleuchtete Ansätze für zyklusbasiertes Training und zyklusorientierte Ernährung im Sport.

Die zahlreichen, teilweise detaillierten Diskussionen machten deutlich, dass Ernährungsberatung im Bereich des Sports einen großen Stellenwert hat. Ernährungsfachkräfte haben hier einen großen Bedarf an seriösen Informationen, um Aussagen der Werbung oder über soziale Medien richtig einordnen zu können.

Literatur


  1. Mosler S, Braun H, Carlsohn A, et al.: Fluid replacement in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(3): 52–9.
  2. Braun H, Carlsohn A, Großhauser M, et al.: Energy needs in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019: 66(8): 146–53.
  3. Schek A, Braun H, Carlsohn A, et al.: Fats in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(9): 181–8.
  4. König D, Braun H, Carlsohn A, Großhauser M, et al Carbohydrates in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(11): 228–35.
  5. Carlsohn A, Braun H, Großhauser M, et al.: Minerals and vitamins in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(12): 250–7.
  6. Ziegenhagen R, Braun H, Carlsohn A, et al.: Safety aspects of dietary supplements in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2020; 67(2): 42–50.e1–2.
  7. König D, Carlsohn A, Braun H, et al.: Proteins in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE): Ernahrungs Umschau 2020; 67(7): 132–9.
  8. Schmeißer S, Ristow M, Birringer M: Recent reassessment of the role of reactive oxygen species (ROS). Ernahrungs Umschau 2013; 60(9): 162–7.





Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2026 auf Seite M9.


Tagungsbericht der Sektion Thüringen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: Ernährung im Freizeitsport – zwischen wissenschaftlicher Evidenz und Alltagsrealität

Wie mehrere Referent*innen klar machten, ist der Begriff Freizeitsport unscharf definiert. Darunter fallen Personen, die 2- bis 3-mal/Woche Sport treiben und andere, die zeitweise > 20 Trainingsstunden/Woche absolvieren. Die jeweilige Definition ist bei der Beurteilung von Studienergebnissen zu berücksichtigen.

Für den Eingangsvortrag war Prof. Anja Carlsohn von der HAW Hamburg zugeschaltet. Sie stellte Details der sieben bereits in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erschienenen und open access verfügbaren Positionspapiere der DGE-Arbeitsgruppe Sporternährung vor [1–7] und kündigte für das laufende Jahr 2026 weitere Positionspapiere an. Auch diese werden in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erscheinen.

Prof. Juliane Heydenreich, Professorin für experimentelle Sporternährung an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, stellte die Frage: Nahrungsergänzungsmittel (NEM) im Freizeitsport – was ist wirklich notwendig? Auch wenn die Nährstoffbedarfe vorrangig über die Ernährung gedeckt werden sollten (Food-First-Ansatz), können v. a. Eisen (besonders für Frauen) und B-Vitamine sinnvoll sein. Bei Antioxidanzien ist zu beachten, dass diese bei zu früher Supplementierung sogar einen negativen Aspekt haben können (vgl. Beitrag [8]). Ihr Fazit: „NEM können eine ungünstige Lebensmittelauswahl nicht kompensieren.“ Bei einigen Sportarten gibt es besondere Herausforderungen (Vitamin-D-Mangel bei Indoor- und UV-Schutz bei Outdoor- Sportarten).

Prof. Christian Puta, Lehrstuhl für Sportmedizin und Gesundheitsförderung der Universität Jena, forscht zu metabolischen und immunologischen Aspekten sportlicher Aktivität. Sein Vortrag beleuchtete den im Breiten- und Leistungssport zu beobachtenden Protein-Hype, der sich auch in einer zunehmenden Studienzahl zum Thema zeigt. Belegt ist, dass der Organismus auf Trainingsbelastung mit einer Stressantwort reagiert, was entsprechend auch Einfluss auf das Immunsystem hat. Belastbare Daten zeigen auch, dass gerade bei Krafttraining die Proteinzufuhr ein limitierender Faktor für den Muskelaufbau ist. Die verwertbare Zufuhr ist bei ca. 1,5–2 g/kg Körpergewicht und ca. 20 g/Mahlzeit gedeckelt, bei stark überhöhter Proteinzufuhr wurde ein Anstieg des kardiovaskulären Risikos beobachtet.

Dipl. Oecotrophologe Uwe Schröder vom Deutschen Institut für Sporternährung e. V., Bad Nauheim, zeigte an Fallbeispielen praxisnahe Ernährungsstrategien zur Unterstützung eines „lovely gut“. So lösen bei bestimmten Sportarten (Radfahren, Rudern, Laufen) allein schon die extremen Körperhaltungen und mechanischen Einwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt massive Beschwerden aus und können durch veränderte Bewegungsabläufe (mehr Aufrichtung beim Radfahren, Mittelfußlauf vs. Fersenlauf), aber auch durch den Zeitpunkt der Ballaststoffaufnahme gemildert werden. Bei Ausdauersportarten sind gastrointestinale Beschwerden nicht nur im Freizeitsport, sondern auch bei Profis sehr häufig.

Welchen Einfluss Sportinterventionen in der Therapie des Diabetes mellitus Typ 2 haben, beschrieb Prof. Christian Brinkmann, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Abteilung Präventive und rehabilitative Sport- und Leistungsmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Bemerkenswert: Häufigere kurze Unterbrechungen (Aufstehen, Bewegen) bei ansonsten sitzender Tätigkeit zeigten in Studien eine deutlich bessere Wirkung auf die Blutzuckerwerte und weitere Gesundheitsparameter als vereinzelte, in der Summe gleich lange Bewegungsphasen. In seinem Vortrag ging er auch auf die Kombination von sportlicher Aktivität und GLP-1-Agonisten ein.

Dr. Eduard Isenmann, IST-Studieninstitut GmbH, forscht zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in Bezug auf Sport, Regeneration und Ernährung. Sein Vortrag beleuchtete Ansätze für zyklusbasiertes Training und zyklusorientierte Ernährung im Sport.

Die zahlreichen, teilweise detaillierten Diskussionen machten deutlich, dass Ernährungsberatung im Bereich des Sports einen großen Stellenwert hat. Ernährungsfachkräfte haben hier einen großen Bedarf an seriösen Informationen, um Aussagen der Werbung oder über soziale Medien richtig einordnen zu können.

Literatur
  1. Mosler S, Braun H, Carlsohn A, et al.: Fluid replacement in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(3): 52–9.
  2. Braun H, Carlsohn A, Großhauser M, et al.: Energy needs in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019: 66(8): 146–53.
  3. Schek A, Braun H, Carlsohn A, et al.: Fats in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(9): 181–8.
  4. König D, Braun H, Carlsohn A, Großhauser M, et al Carbohydrates in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(11): 228–35.
  5. Carlsohn A, Braun H, Großhauser M, et al.: Minerals and vitamins in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2019; 66(12): 250–7.
  6. Ziegenhagen R, Braun H, Carlsohn A, et al.: Safety aspects of dietary supplements in sports. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE). Ernahrungs Umschau 2020; 67(2): 42–50.e1–2.
  7. König D, Carlsohn A, Braun H, et al.: Proteins in sports nutrition. Position of the working group sports nutrition of the German Nutrition Society (DGE): Ernahrungs Umschau 2020; 67(7): 132–9.
  8. Schmeißer S, Ristow M, Birringer M: Recent reassessment of the role of reactive oxygen species (ROS). Ernahrungs Umschau 2013; 60(9): 162–7.

Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2026 auf Seite M9.
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Veröffentlicht: 14.01.2026

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