free access to english version



Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 14.06.2016 | Angenommen: 23.09.2016

Eine qualitative Studie


Einleitung


Die rasante Entwicklung der Leistungsfähigkeit von Smartphones hat dazu geführt, dass sich software applications, kurz Apps, stark verbreiten [2, 3]. Darunter finden sich auch Apps im Bereich Ernährung (Ernährungs-Apps, kurz E-Apps), wie z. B. Ernährungs-Tracking-Apps. Mit diesen können, ähnlich einem Wiegeprotokoll, das Ernährungsverhalten protokolliert und meist ein visualisiertes Ist-Soll-Feedback in Bezug auf z. B. Energie und Nährstoffe erstellt werden [4].

Jedoch ist ein Großteil der erhältlichen E-Apps wissenschaftlich nicht evaluiert [2, 4, 5–9]; zudem variieren Funktionen und Datenqualität zum Teil erheblich [4]. Aufgrund der Affinität der Bevölkerung zu technologiebasierten Tools könnten E-Apps einen Interventionsansatz für Lebens-/Essstiländerungen darstellen [5, 10–13]. Im Rahmen von nutriCARD soll eine E-App für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt werden, welche das Ernährungsverhalten positiv beeinflusst. Um frühzeitig im Entwicklungsprozess Gründe für eine (Nicht-) Nutzung von E-Apps [14] auf Seiten von potenziellen Nutzern1 aufzudecken, wurde die vorliegende qualitative Studie mit folgendem Erkenntnisinteresse durchgeführt: Welche Faktoren sollte eine E-App aus Sicht von jungen Erwachsenen aufweisen, um langfristig genutzt zu werden?

Abstract


Der wachsende Markt an Smartphone-Apps bringt auch Ernährungs-Tracking-Apps hervor, welche das Potenzial haben, die Ernährungsweise positiv zu beeinflussen. Ziel der vorliegenden Studie war es, aus Sicht des Nutzers zu erfassen, welche Faktoren eine Ernährungs-App zu einem akzeptierten Tool machen. Hierzu wurden drei Ernährungs-Apps von insgesamt 17 jungen Erwachsenen über eine Woche getestet. In den anschließenden drei Fokusgruppen wurden Erfahrungen und Meinungen erfasst und aufgezeichnet. Das transkribierte Material wurde mittels einer Inhaltsanalyse ausgewertet und es wurden Akzeptanzfaktoren abgeleitet, darunter leichte und intuitive Bedienbarkeit, eine hohe Funktionsvielfalt, Zuverlässigkeit und eine kostenlose Verfügbarkeit der App. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von zielgruppenspezifischen Vorstudien für die Sicherstellung der Akzeptanz von Ernährungsinterventionen mittels Ernährungs-Apps.

Schlüsselwörter: Ernährungs-App, Tracking-App, Akzeptanz, junge Erwachsene, qualitative Studie






Peer-reviewed | Manuscript received: June 14, 2016 | Revision accepted: September 23, 2016


Dietary mobile apps: Acceptance among young adults

A qualitative study

Abstract


The growing market in smartphone apps has also spawned a number of food tracking apps which have the potential to positively influence diet and eating behavior. The objective of this study was to examine, from the user’s perspective, which factors turn a food app into an accepted tool. To this end, three food apps were tested by a total of 17 young adults over a period of one week. Their experiences and opinions were subsequently gathered and recorded in three focus groups. The transcribed material was analyzed by means of a content analysis, from which a number of acceptance factors were derived; these included easy and intuitive usability, a wide range of functions, reliability and the free availability of the app. The results underline the importance of targeted preliminary studies to guarantee acceptance of diet intervention by means of a food and nutrition app.

Keywords: food app, tracking app, acceptance, young adults, qualitative study

Full text PDF (free access)




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 2/17 von Seite M76 bis M83.




free access to english version



Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 14.06.2016 | Angenommen: 23.09.2016

Eine qualitative Studie


Einleitung


Die rasante Entwicklung der Leistungsfähigkeit von Smartphones hat dazu geführt, dass sich software applications, kurz Apps, stark verbreiten [2, 3]. Darunter finden sich auch Apps im Bereich Ernährung (Ernährungs-Apps, kurz E-Apps), wie z. B. Ernährungs-Tracking-Apps. Mit diesen können, ähnlich einem Wiegeprotokoll, das Ernährungsverhalten protokolliert und meist ein visualisiertes Ist-Soll-Feedback in Bezug auf z. B. Energie und Nährstoffe erstellt werden [4].

Jedoch ist ein Großteil der erhältlichen E-Apps wissenschaftlich nicht evaluiert [2, 4, 5–9]; zudem variieren Funktionen und Datenqualität zum Teil erheblich [4]. Aufgrund der Affinität der Bevölkerung zu technologiebasierten Tools könnten E-Apps einen Interventionsansatz für Lebens-/Essstiländerungen darstellen [5, 10–13]. Im Rahmen von nutriCARD soll eine E-App für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt werden, welche das Ernährungsverhalten positiv beeinflusst. Um frühzeitig im Entwicklungsprozess Gründe für eine (Nicht-) Nutzung von E-Apps [14] auf Seiten von potenziellen Nutzern1 aufzudecken, wurde die vorliegende qualitative Studie mit folgendem Erkenntnisinteresse durchgeführt: Welche Faktoren sollte eine E-App aus Sicht von jungen Erwachsenen aufweisen, um langfristig genutzt zu werden?

Abstract


Der wachsende Markt an Smartphone-Apps bringt auch Ernährungs-Tracking-Apps hervor, welche das Potenzial haben, die Ernährungsweise positiv zu beeinflussen. Ziel der vorliegenden Studie war es, aus Sicht des Nutzers zu erfassen, welche Faktoren eine Ernährungs-App zu einem akzeptierten Tool machen. Hierzu wurden drei Ernährungs-Apps von insgesamt 17 jungen Erwachsenen über eine Woche getestet. In den anschließenden drei Fokusgruppen wurden Erfahrungen und Meinungen erfasst und aufgezeichnet. Das transkribierte Material wurde mittels einer Inhaltsanalyse ausgewertet und es wurden Akzeptanzfaktoren abgeleitet, darunter leichte und intuitive Bedienbarkeit, eine hohe Funktionsvielfalt, Zuverlässigkeit und eine kostenlose Verfügbarkeit der App. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von zielgruppenspezifischen Vorstudien für die Sicherstellung der Akzeptanz von Ernährungsinterventionen mittels Ernährungs-Apps.

Schlüsselwörter: Ernährungs-App, Tracking-App, Akzeptanz, junge Erwachsene, qualitative Studie






Peer-reviewed | Manuscript received: June 14, 2016 | Revision accepted: September 23, 2016


Dietary mobile apps: Acceptance among young adults

A qualitative study

Abstract


The growing market in smartphone apps has also spawned a number of food tracking apps which have the potential to positively influence diet and eating behavior. The objective of this study was to examine, from the user’s perspective, which factors turn a food app into an accepted tool. To this end, three food apps were tested by a total of 17 young adults over a period of one week. Their experiences and opinions were subsequently gathered and recorded in three focus groups. The transcribed material was analyzed by means of a content analysis, from which a number of acceptance factors were derived; these included easy and intuitive usability, a wide range of functions, reliability and the free availability of the app. The results underline the importance of targeted preliminary studies to guarantee acceptance of diet intervention by means of a food and nutrition app.

Keywords: food app, tracking app, acceptance, young adults, qualitative study

Full text PDF (free access)




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 2/17 von Seite M76 bis M83.


Ernährungs-Apps: Akzeptanz unter jungen Erwachsenen

free access to english version

Peer-Review-Verfahren | Eingereicht: 14.06.2016 | Angenommen: 23.09.2016

Eine qualitative Studie
Einleitung

Die rasante Entwicklung der Leistungsfähigkeit von Smartphones hat dazu geführt, dass sich software applications, kurz Apps, stark verbreiten [2, 3]. Darunter finden sich auch Apps im Bereich Ernährung (Ernährungs-Apps, kurz E-Apps), wie z. B. Ernährungs-Tracking-Apps. Mit diesen können, ähnlich einem Wiegeprotokoll, das Ernährungsverhalten protokolliert und meist ein visualisiertes Ist-Soll-Feedback in Bezug auf z. B. Energie und Nährstoffe erstellt werden [4].

Jedoch ist ein Großteil der erhältlichen E-Apps wissenschaftlich nicht evaluiert [2, 4, 5–9]; zudem variieren Funktionen und Datenqualität zum Teil erheblich [4]. Aufgrund der Affinität der Bevölkerung zu technologiebasierten Tools könnten E-Apps einen Interventionsansatz für Lebens-/Essstiländerungen darstellen [5, 10–13]. Im Rahmen von nutriCARD soll eine E-App für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt werden, welche das Ernährungsverhalten positiv beeinflusst. Um frühzeitig im Entwicklungsprozess Gründe für eine (Nicht-) Nutzung von E-Apps [14] auf Seiten von potenziellen Nutzern1 aufzudecken, wurde die vorliegende qualitative Studie mit folgendem Erkenntnisinteresse durchgeführt: Welche Faktoren sollte eine E-App aus Sicht von jungen Erwachsenen aufweisen, um langfristig genutzt zu werden?

Abstract

Der wachsende Markt an Smartphone-Apps bringt auch Ernährungs-Tracking-Apps hervor, welche das Potenzial haben, die Ernährungsweise positiv zu beeinflussen. Ziel der vorliegenden Studie war es, aus Sicht des Nutzers zu erfassen, welche Faktoren eine Ernährungs-App zu einem akzeptierten Tool machen. Hierzu wurden drei Ernährungs-Apps von insgesamt 17 jungen Erwachsenen über eine Woche getestet. In den anschließenden drei Fokusgruppen wurden Erfahrungen und Meinungen erfasst und aufgezeichnet. Das transkribierte Material wurde mittels einer Inhaltsanalyse ausgewertet und es wurden Akzeptanzfaktoren abgeleitet, darunter leichte und intuitive Bedienbarkeit, eine hohe Funktionsvielfalt, Zuverlässigkeit und eine kostenlose Verfügbarkeit der App. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von zielgruppenspezifischen Vorstudien für die Sicherstellung der Akzeptanz von Ernährungsinterventionen mittels Ernährungs-Apps.

Schlüsselwörter: Ernährungs-App, Tracking-App, Akzeptanz, junge Erwachsene, qualitative Studie


Peer-reviewed | Manuscript received: June 14, 2016 | Revision accepted: September 23, 2016

Dietary mobile apps: Acceptance among young adults

A qualitative study

Abstract

The growing market in smartphone apps has also spawned a number of food tracking apps which have the potential to positively influence diet and eating behavior. The objective of this study was to examine, from the user’s perspective, which factors turn a food app into an accepted tool. To this end, three food apps were tested by a total of 17 young adults over a period of one week. Their experiences and opinions were subsequently gathered and recorded in three focus groups. The transcribed material was analyzed by means of a content analysis, from which a number of acceptance factors were derived; these included easy and intuitive usability, a wide range of functions, reliability and the free availability of the app. The results underline the importance of targeted preliminary studies to guarantee acceptance of diet intervention by means of a food and nutrition app.

Keywords: food app, tracking app, acceptance, young adults, qualitative study

Full text PDF (free access)


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 2/17 von Seite M76 bis M83.

News zum Thema des Artikels

Teller mit Haferflocken, daneben Kinderhände mit einem Löffel.

Lesetipp Heft 6/2026: Mangan-, Molybdän- und Zinkzufuhr bei Kindern in Deutschland

Kinder in Deutschland sind über ihre Ernährung meist ausreichend mit Mangan, Molybdän und Zink versorgt. Das zeigen aktuelle Daten aus der BfR-MEAL- und KiESEL-Studie …
weiterlesen

Zwei Personen sitzen am Tisch und prüfen ein Schriftstück

Online News: Leopoldina veröffentlicht Positionspapier zur Prävention und Therapie von Adipositas

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat einen Policy Brief zur Eindämmung der Adipositas-Epidemie in Deutschland veröffentlicht. Darin empfiehlt sie Strategien zur Prävention und Therapie von Adipositas …
weiterlesen

5 Grafiken von Menschen in unetrschiedlichen Essumgebungen

Lesetipp Heft 2/2026: Wie Ernährungsumgebungen in grafischen Modellen dargestellt werden

Das Konzept der Ernährungsumgebungen versucht die verschieden Einflussebenen auf das individuelle Ernährungsverhalten zu verdeutlichen. Der Special Beitrag stellt verschiedene Modelle mit ihren Stärken und Limitationen für Public Health-Aufgaben vor …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 15.02.2017

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

Regionale Hülsenfrüchte in der Ernährung

Teil 1 Einführung: Mehr Hülsenfrüchte auf den Teller Es gibt viele Gründe, warum weniger Fleisch und mehr Hülsenfrüchte auf dem Teller nachhaltig und gesund sind. Hülsenfrüchte liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß (nicht nur) für eine vegetarische oder vegane Ernähr … weiterlesen

15.09.2025

Lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche und Planetare Gesundheit

Update der Optimierten Mischkost Der globale Klimawandel erfordert einen Paradigmenwechsel in der Ernährung. In der vorliegenden Studie wurde die Nachhaltigkeit des lebensmittelbasierten Ernährungskonzepts der Optimierten Mischkost (OMK) für Kinder und Jugendliche unter … weiterlesen

15.09.2025

Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch

Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung Im Interview mit der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erläutern die Beiratsmitglieder Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie, Universität Erlangen-Nürnberg, Prof. D … weiterlesen

Der Bildungsort Esstisch

Gemeinsames Essen als Bildungsanlass  Mahlzeiten bieten Kindern die Möglichkeit für zahlreiche Lernerfahrungen. Sie lernen verschiedene Lebensmittel kennen und üben durch Ausprobieren und Selber-Machen, ihren Körper und dessen Bedürfnisse zu spüren. Wichtig ist ein … weiterlesen

13.08.2025

Alternative Ernährungsformen

Teil 3: Ernährungsformen mit Gesundheitsversprechen im Vordergrund In Teil 3 der Artikelreihe zu alternativen Ernährungsformen (AE) (Teile 1 [1] und 2 [2]) liegt der Fokus auf Ernährungsformen, bei denen Gesundheitsversprechen bzw. -aspekte im Vordergrund stehen. Im Geg … weiterlesen

13.08.2025

Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in einer Hochschule

free access to english version Peer-Review-Verfahren /  Manuskript (Original) eingereicht: 25.10.2024; Überarbeitung angenommen: 25.03.2025 Faktoren der (Nicht-)Verstetigung1 Hintergrund und Fragestellung Die Gemeinschaftsverpflegung in den verschiedenen Lebenswelt … weiterlesen

14.07.2025

Pflanzliche Speisefette und -öle, Teil 10

Teil 10: Leindotteröl Leindotteröl ist in den letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten, obwohl es sich um ein wertvolles, heimisches Öl handelt. Die wirtschaftliche und ernährungsphysiologische Bedeutung sowie die Besonderheiten dieses Öls werden im vorliegend … weiterlesen

14.07.2025

Hitze in der stationären Gesundheitsversorgung

Ernährungsbasierte Hitzeschutzmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen Der fortschreitende Klimawandel stellt eine erhebliche Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. In Deutschland ist Hitze mit aktuell rund 3000 Todesfällen im Jahr die tödlichste Folgeerscheinung. A … weiterlesen