Geistige Behinderung bzw. kognitive Beeinträchtigungen


Durch natürliche gesellschaftliche Veränderungen, wechselnde Lebens- und Ernährungstrends steht „Essen und Trinken“ als Wohlstandssymbol heute im Fokus gesundheitlicher Probleme, z. B. bei Adipositas (• Kasten Seite S47) oder dem metabolischen Syndrom. Menschen mit geistiger Behinderung zeigen oft eine geringere kardiovaskuläre und muskuläre Leistungsfähigkeit, meist bedingt durch Vorerkrankungen, einen erschwerten Zugang zu Sportvereinen und/oder Fitnessstudios und ein allgemein fehlendes Körpertraining durch bspw. einseitige Arbeiten in Werkstätten. Angebotene Hilfeleistungen enden mit dem 18. Lebensjahr, die Hürden weitere Therapien zu absolvieren nehmen damit zu. Komplexe Einrichtungen mit Fachpersonal, die den Anforderungen entsprechen könnten, sind begrenzt. Gründe dafür sind vielfältig, Berührungsängste sind dabei aber oft nicht das Hauptproblem. Eher liegt es an den fehlenden Weiterbildungsmöglichkeiten sowie -angeboten und der bedürfnisorientierten Behandlung dieser Personengruppen. Dies schließt den medizinischen, sportlichen wie auch ernährungstherapeutischen Bereich ein. Neben dem Mehraufwand und der damit verbundenen Zeit spielt die finanzielle Abdeckung eine große Rolle.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2021 auf den Seiten S45 bis S52.


Knapp 1,7 Mio. Menschen in Deutschland weisen eine zerebrale Störung bzw. geistige oder seelische Behinderung auf. Neben krankheitsspezifischen Risikofaktoren gelten Stress, emotionales Essen, geringere körperliche Aktivität, mangelndes Ernährungswissen und ein verringertes Gesundheitsbewusstsein als Risikofaktoren, z. B. an Adipositas zu erkranken. Letztere sind also Faktoren, die ebenso für die „Normalbevölkerung“ gelten. Eine spezielle Diät oder Ernährungsform bei ausschließlich körperlichen oder geistigen Behinderungen ist nicht erforderlich – jedoch gibt es Gelingensfaktoren und Aspekte, die bei der Beratung dieser Zielgruppe beachtet werden sollten. Stephanie Hagen und Lars Selig beschreiben, wie die Ernährungsberatung bei Menschen mit geistiger Behinderung bzw. mit kognitiver Beeinträchtigung gelingen kann.


Geistige Behinderung bzw. kognitive Beeinträchtigungen


Durch natürliche gesellschaftliche Veränderungen, wechselnde Lebens- und Ernährungstrends steht „Essen und Trinken“ als Wohlstandssymbol heute im Fokus gesundheitlicher Probleme, z. B. bei Adipositas (• Kasten Seite S47) oder dem metabolischen Syndrom. Menschen mit geistiger Behinderung zeigen oft eine geringere kardiovaskuläre und muskuläre Leistungsfähigkeit, meist bedingt durch Vorerkrankungen, einen erschwerten Zugang zu Sportvereinen und/oder Fitnessstudios und ein allgemein fehlendes Körpertraining durch bspw. einseitige Arbeiten in Werkstätten. Angebotene Hilfeleistungen enden mit dem 18. Lebensjahr, die Hürden weitere Therapien zu absolvieren nehmen damit zu. Komplexe Einrichtungen mit Fachpersonal, die den Anforderungen entsprechen könnten, sind begrenzt. Gründe dafür sind vielfältig, Berührungsängste sind dabei aber oft nicht das Hauptproblem. Eher liegt es an den fehlenden Weiterbildungsmöglichkeiten sowie -angeboten und der bedürfnisorientierten Behandlung dieser Personengruppen. Dies schließt den medizinischen, sportlichen wie auch ernährungstherapeutischen Bereich ein. Neben dem Mehraufwand und der damit verbundenen Zeit spielt die finanzielle Abdeckung eine große Rolle.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2021 auf den Seiten S45 bis S52.


Ernährungsberatung bei Menschen mit geistiger Behinderung bzw. kognitiver Beeinträchtigung

Geistige Behinderung bzw. kognitive Beeinträchtigungen

Durch natürliche gesellschaftliche Veränderungen, wechselnde Lebens- und Ernährungstrends steht „Essen und Trinken“ als Wohlstandssymbol heute im Fokus gesundheitlicher Probleme, z. B. bei Adipositas (• Kasten Seite S47) oder dem metabolischen Syndrom. Menschen mit geistiger Behinderung zeigen oft eine geringere kardiovaskuläre und muskuläre Leistungsfähigkeit, meist bedingt durch Vorerkrankungen, einen erschwerten Zugang zu Sportvereinen und/oder Fitnessstudios und ein allgemein fehlendes Körpertraining durch bspw. einseitige Arbeiten in Werkstätten. Angebotene Hilfeleistungen enden mit dem 18. Lebensjahr, die Hürden weitere Therapien zu absolvieren nehmen damit zu. Komplexe Einrichtungen mit Fachpersonal, die den Anforderungen entsprechen könnten, sind begrenzt. Gründe dafür sind vielfältig, Berührungsängste sind dabei aber oft nicht das Hauptproblem. Eher liegt es an den fehlenden Weiterbildungsmöglichkeiten sowie -angeboten und der bedürfnisorientierten Behandlung dieser Personengruppen. Dies schließt den medizinischen, sportlichen wie auch ernährungstherapeutischen Bereich ein. Neben dem Mehraufwand und der damit verbundenen Zeit spielt die finanzielle Abdeckung eine große Rolle.


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 7/2021 auf den Seiten S45 bis S52.

News zum Thema des Artikels

Badezimmerwaage mit buntem Hintergrund

Online News: Neue Empfehlungen zur medikamentösen Therapie bei Kindern und Jugendlichen mit Adipositas

Die S3-Leitlinie zur „Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ wurde vorzeitig aktualisiert. Neue Empfehlungen betreffen den ergänzenden Einsatz medikamentöser Therapien bei schwerer Adipositas …
weiterlesen

Online News: Debatte um die Einführung der Süßgetränkesteuer in Deutschland

Die Diskussion um die Einführung einer Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke (sogenannten „Zuckersteuer“) in Deutschland hat sich in den vergangenen Wochen deutlich intensiviert. Seit dem 29. April 2026 gilt die Einführung der Steuer als politisch beschlossen; i …
weiterlesen

Online News: Scoping Review zur Gewichtsstigmatisierung und Wirksamkeit gewichtsneutraler Ernährungsberatung

Der kürzlich erschienene Beitrag von Triebel et al. untersucht den aktuellen Forschungsstand zur Wirksamkeit gewichtsneutraler Interventionen sowie zu stigmatisierenden Einstellungen von Ernährungsfachkräften …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 14.07.2021

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

13.05.2026

Stoffwechselgesundheit: Übergewicht treibt Diabetes mellitus bei Frauen und Männern unterschiedlich an

Über 9 Mio. Menschen in Deutschland leben mit Diabetes mellitus, mehr als 90 % mit Typ-2-Diabetes. In den meisten Fällen steht die Erkrankung in engem Zusammenhang mit Übergewicht. Doch Studien zeigen: Adipositas wirkt sich bei Frauen und Männern unterschiedlich auf den … weiterlesen

03.03.2026

Monogene Adipositas: Wenn die Gene den Hunger diktieren

Hunger ist ein evolutionär sehr konserviertes Signal, das über Jahrtausende unser Überleben sicherte. Doch was geschieht, wenn dieses Signal permanent aktiv ist, wenn Essen keine Sättigung bringt und ein unaufhörliches Verlangen nach Nahrung das Leben bestimmt? In den m … weiterlesen

Verständnis von Gewichtsstigmatisierung und Umsetzung gewichtsinklusiver Beratungsstrategien

Gewichtsstigmatisierung ist ein bedeutendes Problem im Gesundheitswesen und beeinträchtigt die Lebensqualität vieler Menschen mit höherem Gewicht. In der Ernährungsberatung wird die Bedeutung neuer gewichtsinklusiver Ansätze, die Stigmatisierung reduzieren und den Fokus … weiterlesen

15.12.2025

Was kennzeichnet ambulante ernährungstherapeutische Interventionen bei Adipositas? Eine Befragung von Ernährungsfachkräften in Deutschland, Teil 2

Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23.12.2024; Überarbeitung angenommen: 09.04.2025 Teil 2: Beratungskonzepte, Interventionen zur Verhaltensmodifikation und zugrunde liegende Qualifikationen Einleitung Die Beteiligung von Ernährungsfachkräften (E … weiterlesen

15.12.2025

Die Grenzen KI‑basierter Ernährungsempfehlungen für Schwangere durch ChatGPT und Gemini

Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 19.02.2025; Überarbeitung angenommen: 05.06.2025 Einleitung Mit der Markteinführung von ChatGPT im November 2022 fiel der Startschuss für eine Transformation der Gesellschaft durch Künstliche Intelligenz (K … weiterlesen

15.12.2025

Editorial 12/2025: Neue Ansätze für die Ernährungsberatung

Liebe Leserinnen und Leser, anstelle eines textlastigen Editorials wollen wir diese Dezemberausgabe mit einigen Impressionen unserer 7. Tagung beginnen. weiterlesen

12.11.2025

Was kennzeichnet ambulante ernährungstherapeutische Interventionen bei Adipositas? Eine Befragung von Ernährungsfachkräften in Deutschland

Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 23.12.2024; Überarbeitung angenommen: 09.04.2025 Teil 1: Vorausgehende Erfahrungen, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Monitoring-Instrumente und Evaluationsindikatoren Einleitung Die Basis leitliniengerecht … weiterlesen

12.11.2025

Adipositas: Elternbasierte Programme zur Prävention von Adipositas bei Kleinkindern

Bereits heute leben weltweit rund 37 Mio. Kinder unter fünf Jahren mit Übergewicht oder Adipositas. Prognosen zufolge könnte bis 2050 sogar ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen betroffen sein. Das ist problematisch, da starkes Übergewicht das Risiko für zahlreiche … weiterlesen