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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 27.03.2020 / Überarbeitung angenommen: 31.07.2020

Eine quantitative Online-Befragung von ErnährungsberaterInnen


Einleitung


Die allgemeine Wirksamkeit von Ernährungsberatung wurde in internationalen Studien in verschiedenen Settings (durch individuelle Beratung, in Gruppenschulung oder durch Online-Programme) sowie für die Behandlung der verschiedensten somatischen und psychosomatischen Krankheitsbilder untersucht (u. a. [1–8]). Ernährungsberatung in Deutschland ist jedoch wenig erforscht. Insbesondere mangelt es an Studien, welche die subjektive Sichtweise der BeraterInnen auf die Beratung untersuchen.


Ernährungsberatung wird im Gesundheitswesen nur in einem engen Rahmen finanziert. Für Heil- und Hilfsmittel sowie Prävention und Selbsthilfe geben die Krankenkassen vergleichsweise geringe Beträge aus [9, 10]. Die Ernährungsberatung nach § 20 SGB V (Prävention) und die individuelle Ernährungsberatung nach § 43 SGB V sind Leistungen, auf die der/die PatientIn nur eingeschränkt Anspruch hat. Einen umfassenden Überblick zur Ernährungsberatung im Gesundheitssystem liefert Steinkamp [11]. In der Regel muss der/die KlientIn die Beratung selbst beantragen, in Vorkasse gehen und über 50 % der Kosten selbst tragen. Zudem liegt die bewilligte Behandlungsdauer üblicherweise bei 5 Terminen.

Für eine bessere Einordnung von Ernährungsberatung im Gesundheitssystem in Deutschland ist es daher hilfreich, Daten zum aktuellen Stand der Ernährungsberatung und den Bedingungen, unter denen Beratung stattfindet, aus der subjektiven Sichtweise der BeraterInnen zu erheben.

Abstract


Fragestellung: Was ist der Status quo der Ernährungsberatung in Deutschland aus Sicht der BeraterInnen, insbesondere zu Diagnosen, Beratungsdauer, Inhalten, didaktischen Methoden, zur BeraterIn-KlientIn-Interaktion, zu Effekten von Ernährungsberatung sowie zum Einkommen von BeraterInnen?

Methodik: An der Online-Befragung nahmen 158 BeraterInnen (EB/DGE) teil. Die Befragung umfasste elf Fragekategorien mit 22 Fragen (15 geschlossene und 7 offene Fragen). Die geschlossenen Fragen wurden deskriptiv, die offenen Fragen quantitativ inhaltsanalytisch ausgewertet.

Ergebnisse: Ernährungsberatung muss ein breites Krankheitsspektrum, darunter v. a. Adipositas und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, mit einer Fülle an Methoden und Informationen zu Ernährungs- und Lebensthemen abdecken. Der Fokus der Ernährungsberatung liegt weniger auf der Wissensvermittlung, sondern mehr auf den individuell passenden Umsetzungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter: Ernährungsberatung, Beratungsmethoden, Adipositas, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien




Peer reviewed / Manuscript (overview) received: 27 March 2020 / Revision accepted: 31 July 2020

Nutrition counseling in Germany:

A quantitative online survey of German Nutrition Society (DGE) nutrition consultants


Abstract


Study question: What is the status quo in nutrition counseling in Germany from the perspective of nutrition consultants — in particular with regard to diagnoses, duration of counseling, content, didactic methods, consultant-client-interaction, the effects of nutrition counseling and nutrition consultants’ income?

Methodology: A total of 158 DGE nutrition consultants took part in the online survey. The survey was comprised of 11 question categories with a total of 22 questions (15 closed questions and 7 open questions). The closed questions were analyzed in a descriptive manner and the open questions were analyzed using quantitative content analysis.

Results: Nutrition counseling is required to deal with a broad spectrum of conditions — including obesity and food intolerances — using a variety of methods and information about nutrition and life issues. Nutrition counseling focuses less on conveying knowledge and more on exploring how an individual can implement health-promoting changes in a way that suits them.

Keywords: Nutrition counseling, counseling methods, obesity, food intolerances, allergies

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Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 12/2020 von Seite M710 bis M717.




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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 27.03.2020 / Überarbeitung angenommen: 31.07.2020

Eine quantitative Online-Befragung von ErnährungsberaterInnen


Einleitung


Die allgemeine Wirksamkeit von Ernährungsberatung wurde in internationalen Studien in verschiedenen Settings (durch individuelle Beratung, in Gruppenschulung oder durch Online-Programme) sowie für die Behandlung der verschiedensten somatischen und psychosomatischen Krankheitsbilder untersucht (u. a. [1–8]). Ernährungsberatung in Deutschland ist jedoch wenig erforscht. Insbesondere mangelt es an Studien, welche die subjektive Sichtweise der BeraterInnen auf die Beratung untersuchen.


Ernährungsberatung wird im Gesundheitswesen nur in einem engen Rahmen finanziert. Für Heil- und Hilfsmittel sowie Prävention und Selbsthilfe geben die Krankenkassen vergleichsweise geringe Beträge aus [9, 10]. Die Ernährungsberatung nach § 20 SGB V (Prävention) und die individuelle Ernährungsberatung nach § 43 SGB V sind Leistungen, auf die der/die PatientIn nur eingeschränkt Anspruch hat. Einen umfassenden Überblick zur Ernährungsberatung im Gesundheitssystem liefert Steinkamp [11]. In der Regel muss der/die KlientIn die Beratung selbst beantragen, in Vorkasse gehen und über 50 % der Kosten selbst tragen. Zudem liegt die bewilligte Behandlungsdauer üblicherweise bei 5 Terminen.

Für eine bessere Einordnung von Ernährungsberatung im Gesundheitssystem in Deutschland ist es daher hilfreich, Daten zum aktuellen Stand der Ernährungsberatung und den Bedingungen, unter denen Beratung stattfindet, aus der subjektiven Sichtweise der BeraterInnen zu erheben.

Abstract


Fragestellung: Was ist der Status quo der Ernährungsberatung in Deutschland aus Sicht der BeraterInnen, insbesondere zu Diagnosen, Beratungsdauer, Inhalten, didaktischen Methoden, zur BeraterIn-KlientIn-Interaktion, zu Effekten von Ernährungsberatung sowie zum Einkommen von BeraterInnen?

Methodik: An der Online-Befragung nahmen 158 BeraterInnen (EB/DGE) teil. Die Befragung umfasste elf Fragekategorien mit 22 Fragen (15 geschlossene und 7 offene Fragen). Die geschlossenen Fragen wurden deskriptiv, die offenen Fragen quantitativ inhaltsanalytisch ausgewertet.

Ergebnisse: Ernährungsberatung muss ein breites Krankheitsspektrum, darunter v. a. Adipositas und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, mit einer Fülle an Methoden und Informationen zu Ernährungs- und Lebensthemen abdecken. Der Fokus der Ernährungsberatung liegt weniger auf der Wissensvermittlung, sondern mehr auf den individuell passenden Umsetzungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter: Ernährungsberatung, Beratungsmethoden, Adipositas, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien




Peer reviewed / Manuscript (overview) received: 27 March 2020 / Revision accepted: 31 July 2020

Nutrition counseling in Germany:

A quantitative online survey of German Nutrition Society (DGE) nutrition consultants


Abstract


Study question: What is the status quo in nutrition counseling in Germany from the perspective of nutrition consultants — in particular with regard to diagnoses, duration of counseling, content, didactic methods, consultant-client-interaction, the effects of nutrition counseling and nutrition consultants’ income?

Methodology: A total of 158 DGE nutrition consultants took part in the online survey. The survey was comprised of 11 question categories with a total of 22 questions (15 closed questions and 7 open questions). The closed questions were analyzed in a descriptive manner and the open questions were analyzed using quantitative content analysis.

Results: Nutrition counseling is required to deal with a broad spectrum of conditions — including obesity and food intolerances — using a variety of methods and information about nutrition and life issues. Nutrition counseling focuses less on conveying knowledge and more on exploring how an individual can implement health-promoting changes in a way that suits them.

Keywords: Nutrition counseling, counseling methods, obesity, food intolerances, allergies

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Ernährungsberatung in Deutschland

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Peer-Review-Verfahren / Manuskript (Original) eingereicht: 27.03.2020 / Überarbeitung angenommen: 31.07.2020

Eine quantitative Online-Befragung von ErnährungsberaterInnen
Einleitung
Die allgemeine Wirksamkeit von Ernährungsberatung wurde in internationalen Studien in verschiedenen Settings (durch individuelle Beratung, in Gruppenschulung oder durch Online-Programme) sowie für die Behandlung der verschiedensten somatischen und psychosomatischen Krankheitsbilder untersucht (u. a. [1–8]). Ernährungsberatung in Deutschland ist jedoch wenig erforscht. Insbesondere mangelt es an Studien, welche die subjektive Sichtweise der BeraterInnen auf die Beratung untersuchen.

Ernährungsberatung wird im Gesundheitswesen nur in einem engen Rahmen finanziert. Für Heil- und Hilfsmittel sowie Prävention und Selbsthilfe geben die Krankenkassen vergleichsweise geringe Beträge aus [9, 10]. Die Ernährungsberatung nach § 20 SGB V (Prävention) und die individuelle Ernährungsberatung nach § 43 SGB V sind Leistungen, auf die der/die PatientIn nur eingeschränkt Anspruch hat. Einen umfassenden Überblick zur Ernährungsberatung im Gesundheitssystem liefert Steinkamp [11]. In der Regel muss der/die KlientIn die Beratung selbst beantragen, in Vorkasse gehen und über 50 % der Kosten selbst tragen. Zudem liegt die bewilligte Behandlungsdauer üblicherweise bei 5 Terminen.

Für eine bessere Einordnung von Ernährungsberatung im Gesundheitssystem in Deutschland ist es daher hilfreich, Daten zum aktuellen Stand der Ernährungsberatung und den Bedingungen, unter denen Beratung stattfindet, aus der subjektiven Sichtweise der BeraterInnen zu erheben.

Abstract

Fragestellung: Was ist der Status quo der Ernährungsberatung in Deutschland aus Sicht der BeraterInnen, insbesondere zu Diagnosen, Beratungsdauer, Inhalten, didaktischen Methoden, zur BeraterIn-KlientIn-Interaktion, zu Effekten von Ernährungsberatung sowie zum Einkommen von BeraterInnen?

Methodik: An der Online-Befragung nahmen 158 BeraterInnen (EB/DGE) teil. Die Befragung umfasste elf Fragekategorien mit 22 Fragen (15 geschlossene und 7 offene Fragen). Die geschlossenen Fragen wurden deskriptiv, die offenen Fragen quantitativ inhaltsanalytisch ausgewertet.

Ergebnisse: Ernährungsberatung muss ein breites Krankheitsspektrum, darunter v. a. Adipositas und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, mit einer Fülle an Methoden und Informationen zu Ernährungs- und Lebensthemen abdecken. Der Fokus der Ernährungsberatung liegt weniger auf der Wissensvermittlung, sondern mehr auf den individuell passenden Umsetzungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter: Ernährungsberatung, Beratungsmethoden, Adipositas, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien


Peer reviewed / Manuscript (overview) received: 27 March 2020 / Revision accepted: 31 July 2020

Nutrition counseling in Germany:

A quantitative online survey of German Nutrition Society (DGE) nutrition consultants

Abstract

Study question: What is the status quo in nutrition counseling in Germany from the perspective of nutrition consultants — in particular with regard to diagnoses, duration of counseling, content, didactic methods, consultant-client-interaction, the effects of nutrition counseling and nutrition consultants’ income?

Methodology: A total of 158 DGE nutrition consultants took part in the online survey. The survey was comprised of 11 question categories with a total of 22 questions (15 closed questions and 7 open questions). The closed questions were analyzed in a descriptive manner and the open questions were analyzed using quantitative content analysis.

Results: Nutrition counseling is required to deal with a broad spectrum of conditions — including obesity and food intolerances — using a variety of methods and information about nutrition and life issues. Nutrition counseling focuses less on conveying knowledge and more on exploring how an individual can implement health-promoting changes in a way that suits them.

Keywords: Nutrition counseling, counseling methods, obesity, food intolerances, allergies

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Artikelfakten

Rubrik: Peer Review
Veröffentlicht: 14.12.2020

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