Wie kommt Ernährung in „Betrieb“?
Immer mehr Unternehmen und Betriebe entdecken den Megatrend „Ernährung“ für ihre MitarbeiterInnen. Sie haben erkannt, dass nicht nur Bewegung und Stressmanagement wichtige Säulen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) sind, sondern auch das Ernährungsmanagement. Dafür wünschen sie sich attraktive, praxistaugliche und erlebnisorientierte Angebote für die Verpflegung am Arbeitsplatz in Theorie und Praxis. Hier ist Infotainment gefragt – die Chance für DiätassistentInnen und OecotrophologInnen diese Arbeitsfelder zu bedienen! Aber durch wen und wie werden sie finanziert, wie kommt das Know-how in die Unternehmen, was kann angeboten werden?
Erwartungen, Finanzierung – die Rolle der Krankenkassen
Micaela Schmidt, Dipl. Oecotrophologin, BARMER
Gefühlt müsste der Tag 48 Stunden umfassen, um allem gerecht zu werden. Das tägliche Essen verkümmert dabei oft zur Nebensache. Die gestiegenen Anforderungen haben Konsequenzen. Von 2006 bis 2016 ist die Anzahl der Krankheitstage, die durch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nachgewiesen werden muss, stetig gestiegen – im Bereich der psychischen Erkrankungen hat sich die Anzahl solcher Fehltage fast verdoppelt.

