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Ernährungspsychologische Herangehensweise in der Ernährungsberatung – Teil 2

Unterschätzung von psychologischen Aspekten in Beratungssituationen
Diese Beitragsreihe hat das Ziel, mögliche Gründe für eine unbefriedigende Beratung zu beschreiben sowie entsprechende psychologische Ansatzmöglichkeiten an einem konkreten Fallbeispiel zu erläutern. In diesem zweiten Teil geht es um mögliche Probleme durch ein fehlendes Verständnis des Klienten oder der Klientin sowie die fehlende Umsetzbarkeit der in der Ernährungsberatung erhaltenen Empfehlungen. Denn: Die Ursachen einer erfolglosen Beratung liegen selten in offen sichtbaren Problemen, sondern in unbewussten oder zumindest nicht als problematisch wahrgenommenen Aspekten.
Einleitung

Der erste Teil1 dieser Beitragsreihe beschäftigte sich mit der Problematik einer unbewusst wahrgenommenen Bedrohung der eigenen Identität durch die Ernährungsberatung bzw. damit verbundene Empfehlungen. Es hat sich gezeigt, dass die Ernährung einen hohen, aber selten bewusst wahrgenommenen Anteil in unserer eigenen Selbstwahrnehmung hat, was durch soziale und mediale Vergleiche (von bspw. Ernährungsformen, Rezepten oder Empfehlungen) noch verstärkt wird. Im Zuge einer gelingenden Ernährungsumstellung müssen dementsprechend auch die ernährungsbezogenen Aspekte der eigenen Selbstwahrnehmung (bzw. Selbstdarstellung) angepasst und in das bestehende Selbstkonzept integriert werden [1].

In diesem Beitrag soll es nun um mögliche Probleme durch ein fehlendes Verständnis des oder der KlientIn sowie die fehlende Umsetzbarkeit der in der Ernährungsberatung erhaltenen Empfehlungen gehen. Diese Probleme erscheinen auf den ersten Blick vielleicht wenig relevant: In einer guten Ernährungsberatung sind die Empfehlungen selbstverständlich individuell auf die Situation der KlientInnen zugeschnittenen und müssten dementsprechend auch problemlos umsetzbar sein. Und auch auf Fragen zur Begründung oder Ableitung einer notwendigen Ernährungsumstellung kann in einer professionellen Ernährungsberatung fachlich kompetent und auf den jeweiligen Wissensstand der KlientInnen bezogen reagiert werden. Doch wie bereits im ersten Teil dieser Reihe besprochen, liegen die Ursachen einer erfolglosen Beratung selten in offen sichtbaren Problemen, sondern in unbewussten oder zumindest nicht als problematisch wahrgenommenen Aspekten.

________________________

1 Teil 1: Unterschätzung von psychologischen Aspekten in Beratungssituationen in Ernährungs Umschau 5/2020 [1]


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 5/2021 auf den Seiten S29 bis S35.

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Artikelfakten

Veröffentlicht: 12.05.2021

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