Der erste und zweite Teil dieser Reihe [1, 2] beschäftigten sich mit einer unbewusst wahrgenommenen Identitätsbedrohung [1], einer fehlenden Passung zwischen dem in der Beratung angesprochenen und dem alltäglichen Rollenbild sowie möglichen unbewussten Gründen für fehlendes Verständnis oder nicht erfolgreiche Umsetzung trotz Motivation des/der Klien*in [2]. Im vorliegenden dritten Teil der Reihe werden unangemessene Coping-Strategien – z. B. das Essen aus emotionalen Gründen – sowie Strategien bei fehlender Motivation seitens des oder der Klient*in vorgestellt.
Einleitung
Bei den in den bisherigen Artikeln [1, 2] bereits besprochenen Problemen und Situationen in der Ernährungsberatung lag der Fokus v. a. auf unbewussten und indirekten Aspekten, die die Klient*innen kaum von sich aus ansprechen, die aber auch von Beratenden nur schwer direkt angesprochen werden können. Für die diesen Problemen zugrundeliegenden psychologischen Aspekte kommen zusammenfassend die folgenden in Betracht:
– Unbewusste Barrieren für die Aufnahme in das subjektive Gedankenmodell bzw. die Alltagshandlungen (Selbstkonzept)
– Rollen, Identitäten, die starken Einfluss haben, ohne beschrieben werden zu können
– Medien, andere Personen, Ratschläge haben tiefere Wirkung als angenommen
– Widerstände/Unklarheiten, die dem/der Klient*in so gar nicht bewusst sind und dementsprechend auch nicht angesprochen werden können …




