Keine Ergebnisse gefunden
Die angefragte Seite konnte nicht gefunden werden. Verfeinern Sie Ihre Suche oder verwenden Sie die Navigation oben, um den Beitrag zu finden.





Ausdrücklich baut das BMEL bei der Erarbeitung und der späteren Umsetzung seiner Strategie auf den Input von Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Ernährungspraxis. Im Zeitraum vom 14. bis 31. Oktober 2022 hatten Ernährungsexpert*innen die Möglichkeit, an einer Onlinebefragung teilzunehmen. Sie wurden u. a. gebeten, ihre Vorstellungen und Wünsche zu den verschiedenen Themenfeldern der Ernährungsstrategie zu äußern, denn es sind v. a. sie, die eine Umsetzung möglich machen. In den folgenden vier Bereichen erwarten die befragten Ernährungsexpert*innen positive Veränderungen von der Ernährungsstrategie:
Täglich essen mehr als 17 Mio. Menschen in Deutschland in der Gemeinschaftsverpflegung. Deshalb besteht hier großes Potenzial, etwas an den Ernährungsverhältnissen und am Ernährungsverhalten der Menschen zu ändern sowie Kindern und Erwachsenen eine vollwertige und nachhaltigere Ernährung zu ermöglichen. Die befragten Ernährungsexpert*innen sind sich einig: Hierfür ist es sinnvoll, wenn ausschließlich Fachkräfte die Speisepläne für die Gemeinschaftsverpflegung erstellen und die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) als bundesweite Leitlinien für die Gemeinschaftsverpflegung eingeführt werden, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Vor allem die Kita- und Schulverpflegung hat laut den befragten Ernährungsfachkräften neben dem Versorgungs- auch einen Bildungsauftrag. In Kürze:
2. Ernährungsbildung
Wachsen Kinder in einem gesundheitsförderlichen Umfeld auf, prägt es sie ein Leben lang. Bildung ist einer der wichtigsten Hebel, um schon im frühen Alter die Weichen in Richtung einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung zu stellen. Eine gute Ernährungsbildung stellt lebensnahe Fragen: Wo kommen unsere Lebensmittel her? Was macht eine gesundheitsfördernde Ernährung mit meinem Körper? Welche kulturellen Unterschiede gibt es beim Essen? Welchen Einfluss haben soziale Medien auf meine Körperwahrnehmung und mein Essverhalten? Insbesondere Letzteres, die mentale Komponente, soll nach Meinung der Expert*innen auf dem Weg zu einer gesundheitsförderlichen Ernährung stärker adressiert werden. Aufgrund des hohen Stellenwerts der Ernährungsbildung in Kita und Schule begrüßen die Fachleute, dass Ernährungsbildung im Eckpunktepapier des BMEL als ein Kernpunkt der Ernährungsstrategie aufgeführt wird.
Aus Sicht der Expert*innen kann noch fundierter und näher an der Lebensrealität der Verbraucher*innen über Ernährung und Lebensmittel informiert werden. Folgerichtig erhoffen sich viele Fachleute von der Ernährungsstrategie einen Schub in der Ernährungskommunikation. Hiermit ist v. a. die klare und transparente Information über Inhaltsstoffe, Produktionsbedingungen und Herkunft von Lebensmitteln gemeint. Dazu können digitale Kanäle und soziale Medien adäquater genutzt und Verbraucher*innen besser erreicht werden.
Im Hinblick auf die Leistungen der Ernährungsberatung und -therapie könnte die Ernährungsstrategie auch positive Veränderungen mit sich ziehen. Seit langer Zeit machen sich die befragten Fachkräfte dafür stark, dass die Leistungen der qualifizierten Ernährungsberatung und -therapie von den Krankenkassen anerkannt und erstattet werden. Weiterhin setzen sie sich dafür ein, die Öffentlichkeit in Deutschland für den Nutzen der Ernährungsprävention zu sensibilisieren, damit deutlich mehr Menschen von den entsprechenden Angeboten profitieren können. Um seriöse Anbieter*innen von unseriösen unterscheiden zu können, ist eine geschützte Berufsbezeichnung als Ernährungstherapeut*in wünschenswert.
Quelle: Nutrition Hub, Pressemeldung vom 24.04.2023