Eine soziologische Betrachtung


Wie erklärt sich der Erfolg von Ernährungstrends und wieso fühlen sich so viele Menschen zu ihnen hingezogen? Wie kommt es, dass Ernährung überhaupt zum Gegenstand gesellschaftlicher Trend-Erscheinungen werden konnte? Dieser Beitrag ist ein Erklärungsversuch.

Essen ist im Trend


Bei der Ifa in Berlin, einer der wichtigsten Messen für Consumer Electronics, dominierten lange Zeit Multimedia-Geräte; seit einigen Jahren haben hochwertige Küchengeräte diese Rolle übernommen. Schon im Vorfeld erklärte die FAZ [1] einen neuen Niedrigtemperatur-Garer zum Highlight der diesjährigen Messe. Die Verkaufszahlen von Küchengeräten weisen ebenso auf die neue Wertschätzung des Kulinarischen hin: Während das Geschäft mit Fernsehgeräten seit Jahren rückläufig ist, legte die Küchenelektronik zu. Doch nicht nur Essen ist im Trend, auch Ernährungstrends sind im Trend. Deren Fülle wird immer unübersichtlicher – ein historischer Präzedenzfall in der Ernährungsgeschichte, mit dem fast jeder im Alltag in Berührung kommt: Clean Eating, Paleo oder Raw Food, Soylent2, Nordic Diet, „frei von“ aber auch alte Bekannte unterschiedlich ausgeprägter Formen von vegetarisch/vegan.

1 Dieser Text beruht z. T. auf früheren Veröffentlichungen des Autors: Schröder T (2016): Ernährungstrends im Kontext von Individualisierung und Identität. Haushalt in Bildung und Forschung 5(3): 127–136; Schröder T (2016): So will ich sein! Ernährung heute (3): 3–7

2 Soylent ist ursprünglich der Markenname für ein Produkt, das mit dem Versprechen wirbt, ein vollständiger Mahlzeitenersatz zu sein. Als Pionier dieser Produktgattung wurde Soylent nach seiner Markteinführung 2014 rasch zum Gattungsnamen (Deonym) einer Ernährungsweise, die einzig aus einem Pulver besteht, das mit Wasser zu einem breiigen Drink angerührt wird.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 10/17 von Seite M560 bis M567.




Eine soziologische Betrachtung


Wie erklärt sich der Erfolg von Ernährungstrends und wieso fühlen sich so viele Menschen zu ihnen hingezogen? Wie kommt es, dass Ernährung überhaupt zum Gegenstand gesellschaftlicher Trend-Erscheinungen werden konnte? Dieser Beitrag ist ein Erklärungsversuch.

Essen ist im Trend


Bei der Ifa in Berlin, einer der wichtigsten Messen für Consumer Electronics, dominierten lange Zeit Multimedia-Geräte; seit einigen Jahren haben hochwertige Küchengeräte diese Rolle übernommen. Schon im Vorfeld erklärte die FAZ [1] einen neuen Niedrigtemperatur-Garer zum Highlight der diesjährigen Messe. Die Verkaufszahlen von Küchengeräten weisen ebenso auf die neue Wertschätzung des Kulinarischen hin: Während das Geschäft mit Fernsehgeräten seit Jahren rückläufig ist, legte die Küchenelektronik zu. Doch nicht nur Essen ist im Trend, auch Ernährungstrends sind im Trend. Deren Fülle wird immer unübersichtlicher – ein historischer Präzedenzfall in der Ernährungsgeschichte, mit dem fast jeder im Alltag in Berührung kommt: Clean Eating, Paleo oder Raw Food, Soylent2, Nordic Diet, „frei von“ aber auch alte Bekannte unterschiedlich ausgeprägter Formen von vegetarisch/vegan.

1 Dieser Text beruht z. T. auf früheren Veröffentlichungen des Autors: Schröder T (2016): Ernährungstrends im Kontext von Individualisierung und Identität. Haushalt in Bildung und Forschung 5(3): 127–136; Schröder T (2016): So will ich sein! Ernährung heute (3): 3–7

2 Soylent ist ursprünglich der Markenname für ein Produkt, das mit dem Versprechen wirbt, ein vollständiger Mahlzeitenersatz zu sein. Als Pionier dieser Produktgattung wurde Soylent nach seiner Markteinführung 2014 rasch zum Gattungsnamen (Deonym) einer Ernährungsweise, die einzig aus einem Pulver besteht, das mit Wasser zu einem breiigen Drink angerührt wird.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 10/17 von Seite M560 bis M567.


Ernährungstrends: Was steckt hinter dem Erfolg von Paleo, Clean Eating & Co.?1

Eine soziologische Betrachtung

Wie erklärt sich der Erfolg von Ernährungstrends und wieso fühlen sich so viele Menschen zu ihnen hingezogen? Wie kommt es, dass Ernährung überhaupt zum Gegenstand gesellschaftlicher Trend-Erscheinungen werden konnte? Dieser Beitrag ist ein Erklärungsversuch.

Essen ist im Trend

Bei der Ifa in Berlin, einer der wichtigsten Messen für Consumer Electronics, dominierten lange Zeit Multimedia-Geräte; seit einigen Jahren haben hochwertige Küchengeräte diese Rolle übernommen. Schon im Vorfeld erklärte die FAZ [1] einen neuen Niedrigtemperatur-Garer zum Highlight der diesjährigen Messe. Die Verkaufszahlen von Küchengeräten weisen ebenso auf die neue Wertschätzung des Kulinarischen hin: Während das Geschäft mit Fernsehgeräten seit Jahren rückläufig ist, legte die Küchenelektronik zu. Doch nicht nur Essen ist im Trend, auch Ernährungstrends sind im Trend. Deren Fülle wird immer unübersichtlicher – ein historischer Präzedenzfall in der Ernährungsgeschichte, mit dem fast jeder im Alltag in Berührung kommt: Clean Eating, Paleo oder Raw Food, Soylent2, Nordic Diet, „frei von“ aber auch alte Bekannte unterschiedlich ausgeprägter Formen von vegetarisch/vegan.

1 Dieser Text beruht z. T. auf früheren Veröffentlichungen des Autors: Schröder T (2016): Ernährungstrends im Kontext von Individualisierung und Identität. Haushalt in Bildung und Forschung 5(3): 127–136; Schröder T (2016): So will ich sein! Ernährung heute (3): 3–7

2 Soylent ist ursprünglich der Markenname für ein Produkt, das mit dem Versprechen wirbt, ein vollständiger Mahlzeitenersatz zu sein. Als Pionier dieser Produktgattung wurde Soylent nach seiner Markteinführung 2014 rasch zum Gattungsnamen (Deonym) einer Ernährungsweise, die einzig aus einem Pulver besteht, das mit Wasser zu einem breiigen Drink angerührt wird.


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 10/17 von Seite M560 bis M567.

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Rubrik: Special
Veröffentlicht: 11.10.2017

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