Verständnis fördert Zusammenarbeit


Ernährung begleitet uns ein Leben lang – verschiedene Berufsgruppen sind daher mit der Gesundheit und Ernährung des Menschen über die gesamte Lebensspanne befasst. Hebammen1 und PädiaterInnen sind Begleitung im für die perinatale Programmierung kritischen Zeitfenster der ersten 1 000 Tage „plus“2 von Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit, ErzieherInnen und LehrerInnen dann vom Kleinkind- bis ins junge Erwachsenenalter. Werden Stoffwechselerkrankungen oder Unverträglichkeiten diagnostiziert, ist professionelle Ernährungsberatung gefragt. Bei vielen Erkrankungen schließlich und v. a. im höheren Lebensalter sind Prognose und Lebensqualität eng mit einem guten Ernährungsstatus assoziiert. Neben MedizinerInnen sind hier auch DiätassistentInnen, ÖkotrophologInnen und verwandte Studiengänge, aber auch MitarbeiterInnen der Pflege und in der Küche von Versorgungsbetrieben gefragt. Eine optimale Ernährung und Gesundheit des Menschen sind nicht zuletzt auch davon abhängig, wie gut die verschiedenen Berufsgruppen zusammenarbeiten. Für das gute Zusammenspiel verschiedener Professionen ist es wiederum wichtig, eine Vorstellung von den ernährungsbezogenen Kenntnissen der jeweiligen KollegInnen zu haben. Dies gilt bei der Arbeit im interdisziplinären/ interprofessionellen Team ebenso wie im Zuge des Entlassungsmanagements und an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung [1]. Dieser Übersichtsartikel stellt Aus- und Fortbildungsinhalte ausgewählter Berufe mit Ernährungsbezug vor.

Einleitung


Ernährung und Ernährungsverhalten verursachen und beeinflussen zahlreiche Volkskrankheiten. Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland leiden an Übergewicht [4], 7,7 % der Deutschen leiden an Diabetes [5] und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Ursache für 40 % der Todesfälle in Deutschland [4]. Dies verdeutlicht die Relevanz von Prävention und Therapie im Zusammenhang mit Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM) und der BerufsVerband Oecotrophologie (VDOE) setzten sich daher in der 2018 unterzeichneten Kasseler Erklärung [6] die Verbesserung der ernährungsmedizinischen Versorgung, Ernährungsberatung und -bildung als gemeinsames Ziel.

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Literatur zum Artikel






Den vollständigen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 10/2020 von Seite M592 bis M601.




Verständnis fördert Zusammenarbeit


Ernährung begleitet uns ein Leben lang – verschiedene Berufsgruppen sind daher mit der Gesundheit und Ernährung des Menschen über die gesamte Lebensspanne befasst. Hebammen1 und PädiaterInnen sind Begleitung im für die perinatale Programmierung kritischen Zeitfenster der ersten 1 000 Tage „plus“2 von Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit, ErzieherInnen und LehrerInnen dann vom Kleinkind- bis ins junge Erwachsenenalter. Werden Stoffwechselerkrankungen oder Unverträglichkeiten diagnostiziert, ist professionelle Ernährungsberatung gefragt. Bei vielen Erkrankungen schließlich und v. a. im höheren Lebensalter sind Prognose und Lebensqualität eng mit einem guten Ernährungsstatus assoziiert. Neben MedizinerInnen sind hier auch DiätassistentInnen, ÖkotrophologInnen und verwandte Studiengänge, aber auch MitarbeiterInnen der Pflege und in der Küche von Versorgungsbetrieben gefragt. Eine optimale Ernährung und Gesundheit des Menschen sind nicht zuletzt auch davon abhängig, wie gut die verschiedenen Berufsgruppen zusammenarbeiten. Für das gute Zusammenspiel verschiedener Professionen ist es wiederum wichtig, eine Vorstellung von den ernährungsbezogenen Kenntnissen der jeweiligen KollegInnen zu haben. Dies gilt bei der Arbeit im interdisziplinären/ interprofessionellen Team ebenso wie im Zuge des Entlassungsmanagements und an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung [1]. Dieser Übersichtsartikel stellt Aus- und Fortbildungsinhalte ausgewählter Berufe mit Ernährungsbezug vor.

Einleitung


Ernährung und Ernährungsverhalten verursachen und beeinflussen zahlreiche Volkskrankheiten. Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland leiden an Übergewicht [4], 7,7 % der Deutschen leiden an Diabetes [5] und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Ursache für 40 % der Todesfälle in Deutschland [4]. Dies verdeutlicht die Relevanz von Prävention und Therapie im Zusammenhang mit Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM) und der BerufsVerband Oecotrophologie (VDOE) setzten sich daher in der 2018 unterzeichneten Kasseler Erklärung [6] die Verbesserung der ernährungsmedizinischen Versorgung, Ernährungsberatung und -bildung als gemeinsames Ziel.

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Ernährungswissen in Gesundheitsberufen

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Ernährung begleitet uns ein Leben lang – verschiedene Berufsgruppen sind daher mit der Gesundheit und Ernährung des Menschen über die gesamte Lebensspanne befasst. Hebammen1 und PädiaterInnen sind Begleitung im für die perinatale Programmierung kritischen Zeitfenster der ersten 1 000 Tage „plus“2 von Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit, ErzieherInnen und LehrerInnen dann vom Kleinkind- bis ins junge Erwachsenenalter. Werden Stoffwechselerkrankungen oder Unverträglichkeiten diagnostiziert, ist professionelle Ernährungsberatung gefragt. Bei vielen Erkrankungen schließlich und v. a. im höheren Lebensalter sind Prognose und Lebensqualität eng mit einem guten Ernährungsstatus assoziiert. Neben MedizinerInnen sind hier auch DiätassistentInnen, ÖkotrophologInnen und verwandte Studiengänge, aber auch MitarbeiterInnen der Pflege und in der Küche von Versorgungsbetrieben gefragt. Eine optimale Ernährung und Gesundheit des Menschen sind nicht zuletzt auch davon abhängig, wie gut die verschiedenen Berufsgruppen zusammenarbeiten. Für das gute Zusammenspiel verschiedener Professionen ist es wiederum wichtig, eine Vorstellung von den ernährungsbezogenen Kenntnissen der jeweiligen KollegInnen zu haben. Dies gilt bei der Arbeit im interdisziplinären/ interprofessionellen Team ebenso wie im Zuge des Entlassungsmanagements und an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung [1]. Dieser Übersichtsartikel stellt Aus- und Fortbildungsinhalte ausgewählter Berufe mit Ernährungsbezug vor.

Einleitung

Ernährung und Ernährungsverhalten verursachen und beeinflussen zahlreiche Volkskrankheiten. Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland leiden an Übergewicht [4], 7,7 % der Deutschen leiden an Diabetes [5] und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Ursache für 40 % der Todesfälle in Deutschland [4]. Dies verdeutlicht die Relevanz von Prävention und Therapie im Zusammenhang mit Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM) und der BerufsVerband Oecotrophologie (VDOE) setzten sich daher in der 2018 unterzeichneten Kasseler Erklärung [6] die Verbesserung der ernährungsmedizinischen Versorgung, Ernährungsberatung und -bildung als gemeinsames Ziel.

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Rubrik: Special
Veröffentlicht: 14.10.2020

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