„Am Ende steht nicht das ‚richtige‘ Essverhalten …“


Im Gegensatz zu methodischen Ansätzen wie der systemischen Beratung und klientenzentrierten Formen der Gesprächsführung, die auch in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU bereits vorgestellt wurden, ist der Einbezug explizit biografischer Arbeit in der Ernährungsberatung noch wenig verbreitet. In ihrem im Juniheft der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erschienenen Fortbildungsbeitrag erklärt Erziehungswissenschaftlerin Ute ZOCHER anhand eines Fallbeispiels die Bedeutung der eigenen Biografie für das Essverhalten und den Anwendungsbezug zur Beratung. Dem Zusammenhang zwischen Biografie und Essverhalten ging die ERNÄHRUNGS UMSCHAU weiter nach und interviewte dazu die Autorin sowie Prof. Christine BROMBACH von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, die schon seit über zwei Jahrzehnten biografische Forschung zum Essverhalten betreibt.

Liebe Frau BROMBACH, liebe Frau ZOCHER, Sie beschäftigen sich beide aus unterschiedlicher Perspektive mit dem Zusammenhang zwischen Biografie und Essverhalten und wie dieser unsere Essentscheidungen beeinflusst. Was war der Anlass, sich mit diesem Thema zu beschäftigen? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

UZ:
Mein „Anlass“ war Dr. Gesa SCHÖNBERGER, die ehemalige Geschäftsführerin der Dr. Rainer Wild-Stiftung: Sie rief 2010 in der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Studiengang der Gesundheitsförderung an, weil sie das Thema „Biografie und Ernährung“ in das Weiterbildungsprogramm der Stiftung aufnehmen wollte. Ich beschäftigte mich damals mit der biografischen Perspektive im Hinblick auf Gesundheit allgemein, subjektiven Theorien zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit und sah im biografischen Ansatz ein produktives erziehungswissenschaftliches Konzept, um das Subjekt – also den betroffenen Menschen – tatsächlich wieder in den Mittelpunkt der Gesundheitsbemühungen zu rücken. Frau SCHÖNBERGER und ich haben uns kennengelernt und dabei zunächst selbst „biografisch gearbeitet“, gemeinsam die ersten Seminare geplant und durchgeführt.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 9/17 von Seite M506 bis M513.




„Am Ende steht nicht das ‚richtige‘ Essverhalten …“


Im Gegensatz zu methodischen Ansätzen wie der systemischen Beratung und klientenzentrierten Formen der Gesprächsführung, die auch in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU bereits vorgestellt wurden, ist der Einbezug explizit biografischer Arbeit in der Ernährungsberatung noch wenig verbreitet. In ihrem im Juniheft der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erschienenen Fortbildungsbeitrag erklärt Erziehungswissenschaftlerin Ute ZOCHER anhand eines Fallbeispiels die Bedeutung der eigenen Biografie für das Essverhalten und den Anwendungsbezug zur Beratung. Dem Zusammenhang zwischen Biografie und Essverhalten ging die ERNÄHRUNGS UMSCHAU weiter nach und interviewte dazu die Autorin sowie Prof. Christine BROMBACH von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, die schon seit über zwei Jahrzehnten biografische Forschung zum Essverhalten betreibt.

Liebe Frau BROMBACH, liebe Frau ZOCHER, Sie beschäftigen sich beide aus unterschiedlicher Perspektive mit dem Zusammenhang zwischen Biografie und Essverhalten und wie dieser unsere Essentscheidungen beeinflusst. Was war der Anlass, sich mit diesem Thema zu beschäftigen? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

UZ:
Mein „Anlass“ war Dr. Gesa SCHÖNBERGER, die ehemalige Geschäftsführerin der Dr. Rainer Wild-Stiftung: Sie rief 2010 in der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Studiengang der Gesundheitsförderung an, weil sie das Thema „Biografie und Ernährung“ in das Weiterbildungsprogramm der Stiftung aufnehmen wollte. Ich beschäftigte mich damals mit der biografischen Perspektive im Hinblick auf Gesundheit allgemein, subjektiven Theorien zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit und sah im biografischen Ansatz ein produktives erziehungswissenschaftliches Konzept, um das Subjekt – also den betroffenen Menschen – tatsächlich wieder in den Mittelpunkt der Gesundheitsbemühungen zu rücken. Frau SCHÖNBERGER und ich haben uns kennengelernt und dabei zunächst selbst „biografisch gearbeitet“, gemeinsam die ersten Seminare geplant und durchgeführt.




Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 9/17 von Seite M506 bis M513.


Essbiografien in der Ernährungsberatung

„Am Ende steht nicht das ‚richtige‘ Essverhalten …“

Im Gegensatz zu methodischen Ansätzen wie der systemischen Beratung und klientenzentrierten Formen der Gesprächsführung, die auch in der ERNÄHRUNGS UMSCHAU bereits vorgestellt wurden, ist der Einbezug explizit biografischer Arbeit in der Ernährungsberatung noch wenig verbreitet. In ihrem im Juniheft der ERNÄHRUNGS UMSCHAU erschienenen Fortbildungsbeitrag erklärt Erziehungswissenschaftlerin Ute ZOCHER anhand eines Fallbeispiels die Bedeutung der eigenen Biografie für das Essverhalten und den Anwendungsbezug zur Beratung. Dem Zusammenhang zwischen Biografie und Essverhalten ging die ERNÄHRUNGS UMSCHAU weiter nach und interviewte dazu die Autorin sowie Prof. Christine BROMBACH von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, die schon seit über zwei Jahrzehnten biografische Forschung zum Essverhalten betreibt.

Liebe Frau BROMBACH, liebe Frau ZOCHER, Sie beschäftigen sich beide aus unterschiedlicher Perspektive mit dem Zusammenhang zwischen Biografie und Essverhalten und wie dieser unsere Essentscheidungen beeinflusst. Was war der Anlass, sich mit diesem Thema zu beschäftigen? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

UZ: Mein „Anlass“ war Dr. Gesa SCHÖNBERGER, die ehemalige Geschäftsführerin der Dr. Rainer Wild-Stiftung: Sie rief 2010 in der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Studiengang der Gesundheitsförderung an, weil sie das Thema „Biografie und Ernährung“ in das Weiterbildungsprogramm der Stiftung aufnehmen wollte. Ich beschäftigte mich damals mit der biografischen Perspektive im Hinblick auf Gesundheit allgemein, subjektiven Theorien zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit und sah im biografischen Ansatz ein produktives erziehungswissenschaftliches Konzept, um das Subjekt – also den betroffenen Menschen – tatsächlich wieder in den Mittelpunkt der Gesundheitsbemühungen zu rücken. Frau SCHÖNBERGER und ich haben uns kennengelernt und dabei zunächst selbst „biografisch gearbeitet“, gemeinsam die ersten Seminare geplant und durchgeführt.


Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Ernährungs Umschau 9/17 von Seite M506 bis M513.

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Rubrik: Special
Veröffentlicht: 13.09.2017

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