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In einer Studie an 19 übergewichtigen Patienten wollten Hall et al. (National Institutes of Health, USA) die Ergebnisse früherer Untersuchungen nun in einer Laborsituation überprüfen [1].
19 übergewichtige Patienten erhielten hierzu nach einer 5-tägigen baseline-Ernährung 6 Tage lang eine um 30 Energieprozent niedrigere, entweder fettreduzierte oder kohlenhydratreduzierte, ansonsten eukalorische Diät mit gleichem Proteinanteil. In einer Stoffwechselkammer wurden während der 6 Tage u. a. Respirationskoeffizient, Körpergewicht, Fettoxidation, Insulinspiegel und Verlust an Körperfettmasse der Studienteilnehmer gemessen. Obwohl nur bei der kohlenhydratreduzierten Diät der Insulinspiegel sank und die Fettoxidation anstieg, verloren die Teilnehmer der fettreduzierten Diät signifikant mehr Körperfett als diejenigen der kohlenhydratreduzierten Diät. In einem mathematischen Modell wurden die Ergebnisse anschließend bestätigt, wobei das Modell nahelegte, dass sich bei längerer Dauer des Experiments der Verlust an Körperfettmasse zwischen den beiden Gruppen angleichen würde.
Die Autoren schließen aus ihren Ergebnissen, dass die Stoffwechselumstellung durch eine Reduktion von Kohlenhydraten mit einer Absenkung des Insulinspiegels und damit steigender Oxidation freier Fettsäuren den Erfolg der Ernährungsrestriktion weniger stark beeinflusst als in vielen aktuellen Studien nahegelegt wird. Eine Fettreduktion erzielte im kontrollierten experimentellen Design kurzfristig zwar eine geringere Gewichtsabnahme, dafür aber eine größere Abnahme der Körperfettmasse.
1. Hall KD, Bemis T, Brychta R et al. (2015) Calorie for calorie, dietary fat restriction results in more body fat loss than carbohydrate restriction in people with obesity. Cell Metab 22: 1–10 ALPRO