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Lässt man frische Milch – egal ob von Ziegen, Schafen, Rindern und Büffeln, Pferden und Eseln oder Kamelen – einige Zeit stehen, wird sie (zumindest in einer von Menschen geprägten landwirtschaftlichen bis städtischen Umgebung) rasch sauer. Je nach der herrschenden Temperatur und dem mikrobiellen Umfeld vermehren sich bei eher niedrigeren Temperaturen um 20–30 °C v. a. mesophile1 Milchsäurebakterien wie Lactococcus lactis. Die resultierende v. a. in Mittel- und Nordeuropa bekannte Dickmilch2 fehlte bis vor einigen Jahrzehnten in keinem Milchladen oder Supermarkt, gehört aber heute eher zu den Nischenprodukten.
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1 Mehr dazu in: James F: Yogurt: its life and culture. Expedition 1975; 18: 32-8.
2 Mesophile Lebewesen gedeihen optimal im Temperaturbereich von ca. 20–45 °C.
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