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Peer-Review-Verfahren | Begutachtet im Zuge der Leitlinienerstellung
Die Fülle an Informationen rund um das Thema Fett ist groß, ebenso die Verunsicherung der Bevölkerung aufgrund divergierender Ernährungsempfehlungen und -informationen. Mit der Erstellung der evidenzbasierten Leitlinien verfolgt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) das Ziel, wissenschaftlich fundierte Aussagen bereitzustellen, die auf einer transparenten Basis beruhen.
Welche Rolle die Zufuhr von Fett und der einzelnen Fettsäuren für die Primärprävention ausgewählter ernährungsmitbedingter chronischer Krankheiten spielt, bewertete die DGE erstmals in Form einer evidenzbasierten Leitlinie im Jahr 2006 [1]. Auf Basis einer neuen systematischen Literaturrecherche wurde diese Leitlinie im Januar 2015 aktualisiert veröffentlicht [2].
Der vorliegende Beitrag stellt Methodik und Ergebnisse der Leitlinie vor und gibt praktische Tipps zur Umsetzung der aus der Leitlinie abgeleiteten Empfehlungen zur Prävention von Krankheiten. Außerdem wird verdeutlicht, welchen Beitrag die Erkenntnisse der DGE-Leitlinie zur Fettzufuhr bei der Ableitung von lebensmittelbezogenen Empfehlungen zur Prävention leisten.
Die evidenzbasierte DGE-Leitlinie „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“ beruht auf einer systematischen Literaturrecherche. Sie zeigt auf, welche Rolle die Zufuhr von Fett und Fettsäuren bei der Prävention ernährungsmitbedingter Krankheiten wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Dyslipoproteinämien, Hypertonie, metabolischem Syndrom, koronarer Herzkrankheit, Schlaganfall und Krebskrankheiten spielt. Es gilt wie bisher, dass zur Prävention von Adipositas und Dyslipoproteinämien auf die Höhe der Fettzufuhr geachtet werden sollte. Der Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren, eine hohe Zufuhr von langkettigen n-3-Fettsäuren und die Vermeidung von trans-Fettsäuren sind geeignet, das Risiko der koronaren Herzkrankheit zu senken. Gleichzeitig wird bei einer solchen Fettzufuhr das Risiko für Dyslipoproteinämien reduziert.
Schlüsselwörter: evidenzbasierte Leitlinie, Fettmenge, Fettsäurenqualität, Prävention, ernährungsmitbedingte Krankheiten
Peer-reviewed | Reviewed during guideline generation
The wealth of information on fat is great, as is the people’s uncertainty due to diverging nutritional recommendations and information. With supplying evidence-based guidelines, the objective of the German Nutrition Society (DGE) is to present scientifically sound statements which are based on a transparent basis.
The role of fat and individual fatty acids in the primary prevention of nutrition-related chronic dis- eases was firstly evaluated by the DGE in form of an evidence-based guideline in 2006 [1]. The guideline was updated in January 2015 after a new systematic literature review [2].
The present article presents the methods and results of the guideline, together with practical tips on implementing the recommendations to prevent disease that can be derived from the guideline. It is also explained how the insights of the DGE guideline on fat intake contribute to the derivation of food-based recommendations for prevention.
The evidence-based DGE guideline “Fat intake and prevention of selected nutrition-related diseases” is based on a systematic literature review. It demonstrates which role the intake of fat and fatty acids plays concerning the prevention of nutrition-related diseases, such as obesity, type 2 diabetes mellitus, dyslipoproteinaemias, hypertension, metabolic syndrome, coronary heart disease, stroke, and cancer.
It is as before that for the prevention of obesity and dyslipoproteinaemias the level of fat intake should be considered. Replacing saturated fatty acids with polyunsaturated fatty acids, a high intake of long chain n-3 fatty acids and avoiding trans fatty acids are suitable for reducing the risk of coronary heart disease. Such an intake of fat also reduces the risk of dyslipoproteinaemias.
Keywords: evidence-based guideline, quantity of fat, fatty acid quality, prevention, nutrition-related diseases
Den vollständigen Artikel finden Sie hier und in Ernährungs Umschau 05/16 von Seite M264 bis M269.