© Foxys_forest_manufacture/iStock/Getty Images Plus

© Foxys_forest_manufacture/iStock/Getty Images Plus





„Gute Laune, weniger Stress, eine tolle Ausstrahlung – die Hersteller von Vitaminwassern versprechen das Blaue vom Himmel. Doch ein paar zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe machen aus schnöden Erfrischungsgetränken noch keinen Zaubertrank […].“, warnte Rauna Bindewald von foodwatch.

foodwatch hat sieben der häufig auch als „Functional Water“ bezeichneten Getränke, die im Einzelhandel und in Onlineshops angeboten werden, unter die Lupe genommen. Einige davon werden in Beiträgen in den sozialen Medien vermarktet. Die Preise für die von foodwatch untersuchten Vitaminwasser liegen zwischen 1,72 und 4,50 €/L.

Friederike Schmidt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, bewertete den gesundheitlichen Nutzen von Vitaminwassern als fraglich: „Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist es wirtschaftlicher und gesünder, Wasser sowie Tee zu trinken und eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse zu verfolgen, um den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. Mit den in den Drinks am häufigsten vorkommenden Vitaminen (B-Vitamine und Vitamin C) sind wir in Deutschland in der Regel ausreichend versorgt.“ Im Falle eines Mangels, der v. a. Schwangere oder ältere Menschen betreffen könne, solle dieser besser gezielt mithilfe entsprechender Lebensund Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden, empfiehlt die Ernährungsexpertin.

foodwatch warnte zudem davor, den Zuckergehalt einiger der als besonders gesund vermarkteten Getränke nicht zu unterschätzen. Eines der untersuchten Produkte enthalte z. B. 4,5 g Zucker/100 mL. Mit 500 mL nehme man ganze 22,5 g Zucker, siebeneinhalb Stück Würfelzucker, zu sich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einer erwachsenen Frau, idealerweise max. 25 g freien Zucker pro Tag zu sich zu nehmen.

Quelle: foodwatch, Pressemeldung vom 26.08.2023




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 10/2023 auf Seite M603.


Laut der Verbraucherorganisation foodwatch vermarkten viele Hersteller ihre Vitamin-Getränke mit irreführenden Werbeversprechen. So erwecken einige Firmen den Eindruck, dass sog. Vitaminwasser gegen Müdigkeit und Kopfschmerzen wirken. Das verstoße gegen die europäische Health-Claims-Verordnung, die Verbraucher*innen vor falschen gesundheitsbezogenen Versprechen schützen soll. Derartige Aussagen müssen seit 2012 durch EU-Behörden genehmigt werden – erlaubt sind derzeit rund 270 solcher „Health Claims“.




© Foxys_forest_manufacture/iStock/Getty Images Plus

© Foxys_forest_manufacture/iStock/Getty Images Plus





„Gute Laune, weniger Stress, eine tolle Ausstrahlung – die Hersteller von Vitaminwassern versprechen das Blaue vom Himmel. Doch ein paar zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe machen aus schnöden Erfrischungsgetränken noch keinen Zaubertrank […].“, warnte Rauna Bindewald von foodwatch.

foodwatch hat sieben der häufig auch als „Functional Water“ bezeichneten Getränke, die im Einzelhandel und in Onlineshops angeboten werden, unter die Lupe genommen. Einige davon werden in Beiträgen in den sozialen Medien vermarktet. Die Preise für die von foodwatch untersuchten Vitaminwasser liegen zwischen 1,72 und 4,50 €/L.

Friederike Schmidt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, bewertete den gesundheitlichen Nutzen von Vitaminwassern als fraglich: „Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist es wirtschaftlicher und gesünder, Wasser sowie Tee zu trinken und eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse zu verfolgen, um den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. Mit den in den Drinks am häufigsten vorkommenden Vitaminen (B-Vitamine und Vitamin C) sind wir in Deutschland in der Regel ausreichend versorgt.“ Im Falle eines Mangels, der v. a. Schwangere oder ältere Menschen betreffen könne, solle dieser besser gezielt mithilfe entsprechender Lebensund Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden, empfiehlt die Ernährungsexpertin.

foodwatch warnte zudem davor, den Zuckergehalt einiger der als besonders gesund vermarkteten Getränke nicht zu unterschätzen. Eines der untersuchten Produkte enthalte z. B. 4,5 g Zucker/100 mL. Mit 500 mL nehme man ganze 22,5 g Zucker, siebeneinhalb Stück Würfelzucker, zu sich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einer erwachsenen Frau, idealerweise max. 25 g freien Zucker pro Tag zu sich zu nehmen.

Quelle: foodwatch, Pressemeldung vom 26.08.2023




Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 10/2023 auf Seite M603.


Vitamin-Drinks: foodwatch kritisiert unzulässige Gesundheitswerbung

© Foxys_forest_manufacture/iStock/Getty Images Plus

© Foxys_forest_manufacture/iStock/Getty Images Plus

„Gute Laune, weniger Stress, eine tolle Ausstrahlung – die Hersteller von Vitaminwassern versprechen das Blaue vom Himmel. Doch ein paar zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe machen aus schnöden Erfrischungsgetränken noch keinen Zaubertrank […].“, warnte Rauna Bindewald von foodwatch.

foodwatch hat sieben der häufig auch als „Functional Water“ bezeichneten Getränke, die im Einzelhandel und in Onlineshops angeboten werden, unter die Lupe genommen. Einige davon werden in Beiträgen in den sozialen Medien vermarktet. Die Preise für die von foodwatch untersuchten Vitaminwasser liegen zwischen 1,72 und 4,50 €/L.

Friederike Schmidt, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, bewertete den gesundheitlichen Nutzen von Vitaminwassern als fraglich: „Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist es wirtschaftlicher und gesünder, Wasser sowie Tee zu trinken und eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse zu verfolgen, um den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen zu decken. Mit den in den Drinks am häufigsten vorkommenden Vitaminen (B-Vitamine und Vitamin C) sind wir in Deutschland in der Regel ausreichend versorgt.“ Im Falle eines Mangels, der v. a. Schwangere oder ältere Menschen betreffen könne, solle dieser besser gezielt mithilfe entsprechender Lebensund Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden, empfiehlt die Ernährungsexpertin.

foodwatch warnte zudem davor, den Zuckergehalt einiger der als besonders gesund vermarkteten Getränke nicht zu unterschätzen. Eines der untersuchten Produkte enthalte z. B. 4,5 g Zucker/100 mL. Mit 500 mL nehme man ganze 22,5 g Zucker, siebeneinhalb Stück Würfelzucker, zu sich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einer erwachsenen Frau, idealerweise max. 25 g freien Zucker pro Tag zu sich zu nehmen.

Quelle: foodwatch, Pressemeldung vom 26.08.2023


Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 10/2023 auf Seite M603.

News zum Thema des Artikels

Online News: Debatte um die Einführung der Süßgetränkesteuer in Deutschland

Die Diskussion um die Einführung einer Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke (sogenannten „Zuckersteuer“) in Deutschland hat sich in den vergangenen Wochen deutlich intensiviert. Seit dem 29. April 2026 gilt die Einführung der Steuer als politisch beschlossen; i …
weiterlesen

Lesetipp Heft 4/2025: Trinkwasser – Mineralwasser – Heilwasser: Wer blickt da noch durch?

Wasser ist nicht gleich Wasser – in Deutschland werden 5 Wasserarten für die menschliche Ernährung unterschieden: Trinkwasser, Mineralwasser, Quellwasser, Tafelwasser und Heilwasser …
weiterlesen

Lesetipp Heft 04/2025: Wasser ist nicht gleich Wasser

Der 22. März jeden Jahres ist der Weltwassertag. Damit soll jeweils das Augenmerk auf unser wichtigstes Lebensmittel gelenkt werden: Süßwasser …
weiterlesen

Artikelfakten

Veröffentlicht: 11.10.2023

Themen des Artikels

Dieser Artikel erscheint in

Artikel teilen

Weitere Artikel zum Thema

15.06.2026

Wissenschaftliche Evidenz zur Wirksamkeit von Süßgetränkesteuern

Nachdem die FinanzKommission Gesundheit die Einführung einer Steuer auf Süßgetränke empfohlen hat, stellte das Bundesministerium für Gesundheit im April  2026 seine Pläne vor, ab 2028 eine Abgabe auf Süßgetränke einzuführen. Diese Abgabe soll Krankheitskosten verringern … weiterlesen

13.05.2026

Altersforschung: Schützen koffeinhaltiger Kaffee und Tee vor Demenz?

Wie eine große prospektive Kohortenstudie zeigte, könnte der Konsum von 2,5–4,5 Tassen koffeinhaltigem Kaffee oder Tee täglich das Demenzrisiko senken. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Neurologie gibt es plausible Erklärungen für diesen beobachteten Effekt, a … weiterlesen

15.10.2024

foodwatch-Marktstudie: Kindergetränke sind stark überzuckert

117 (86 %) von insgesamt 136 untersuchten Getränken für Kinder enthalten mehr als 5 g Zucker pro 100 mL. Zu diesem Ergebnis kam die Verbraucherschutzorganisation foodwatch in einer umfassenden Marktstudie. weiterlesen

15.05.2024

Darmgesundheit: Naturtrübe Apfelsäfte und ihre positive Wirkung auf die Darmbarriere

Der Darm beeinflusst das gesamte Immunsystem des menschlichen Körpers. Er muss einerseits Nährstoffe aufnehmen, anderseits als Barriere wirken und pathogene Bakterien abwehren. Diese Eigenschaft bezeichnet man als Darmbarriere. weiterlesen

14.06.2023

Nutri-Score: Weiterentwicklung des Nutri-Score-Algorithmus

Der Nutri-Score-Lenkungsausschuss, der für die übergreifende Koordination und Entwicklung des Nutri-Score auf internationaler Ebene verantwortlich ist, hat die Überarbeitung des Algorithmus vorerst abgeschlossen und weiteren Vorschlägen des Wissenschaftlichen Gremiums z … weiterlesen

15.02.2021

Lebensmittelkennzeichnung: Nutri-Score – viele Hersteller machen mit

Was sagt der Nutri-Score aus und was nicht? Der Bundesrat hat am 9. Oktober 2020 der rechtssicheren Verwendung des Nutri-Score zugestimmt. Auf immer mehr Lebensmitteln taucht er in den letzten Wochen auf. Der Nutri-Score bewertet die Nährwertzusammensetzung von Lebensmi … weiterlesen