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Die Pastinaken (Pastinaca) bilden eine Gattung in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie sind schon seit langem Bestandteil der menschlichen Ernährung. Im Römischen Reich gehörten sie zu den beliebtesten Wurzelgemüsen. Ihr Saft wurde in der Zeit der großen Pestepidemie im 14. Jahrhundert als Heilmittel eingesetzt, weshalb die Pflanze auch den Beinamen Pestnacke erhielt. In der Esskultur des Mittelalters spielten stärkehaltige Pastinaken eine ähnliche Rolle wie sie die Kartoffel in der Neuzeit übernahm.
Der Geschmack der vorwiegend im Winter geernteten Wurzeln ist süßlich-würzig, teilweise auch herb. Er erinnert an Karotten und Sellerie und ist dem der Petersilienwurzel ähnlich, nur milder (• Abbildung 1). Pastinaken lassen sich backen oder kochen und zu Cremesuppen und Pürees verarbeiten. Zu den Klassikern der englischen Küche gehört Pastinakenpüree (mashed parsnips), das wie Kartoffelpüree zubereitet wird, jedoch wesentlich aromatischer ist.